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  1. #1
    steff.berlin ist offline Neuer Benutzer
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    Frage Kaufberatung für Einsteiger

    Hallo zusammen,

    ich bin über die Suche nach Meinungen zur Gastroback 42609 zu diesem Forum gekommen und habe dann diese Produktidee schnell wieder verworfen

    Auch nach einiger Boardrecherche bin ich leider noch nicht am Ziel meiner Kaufentscheidung. Deswegen nun doch mein direkter Aufruf in die Community.

    Was suche ich??

    Eine Siebträger-Espressomaschine bis max. 350 € für ca. 2-3 Milchkaffee am Tag. Ich bin bislang kein echter Espressotrinker, genieße ihn jedoch ab und zu beim Italiener. Entsprechend liegt der Fokus nicht auf dem Milchaufschäumer, da ich den für Milchkaffee nicht benötige. Ansonsten interessiert mich noch ein guter Bedienkomfort und eine sinnvolle Grundausstattung. Ich denke nicht, dass ich anfangen werde, die Maschine tunen zu wollen. Ebenso werde ich sicherlich am Anfang mit gutem Espresso von der Stange starten.

    Bislang habe ich folgende Modelle in der engeren Wahl:

    - Lelit 41 E oder Lelit 41 EM (gibt es hier gravierende Unterschiede)
    - Gaggia Classic
    - Graef ES 80

    Optisch gefällt mit die Lelit am besten und die aktuellen Meinungen ziehen sie wohl der Gaggia vor, die aktuell die günstigste im Vergleich ist. Zur Graef als eher moderne Version und teuerste der dreien habe ich noch nicht so viel gelesen.

    Was denkt Ihr ist die beste wahl für einen convinient Milchkaffeetrinker mit leichtem Hang zum unkomplizierten, aber leckeren Espresso?

    Vielen Dank für Euere Tipps
    Steff

  2. #2
    hitch-hiker ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kaufberatung für Einsteiger

    Hi,

    Je nach Wasserversorgung würde ich an deiner Stelle die Gaggia nehmen.

    Sie ist Einsteigertauglich - und viele hier haben oder hatten sie schon. Bei Problemen gibt es also jede Menge direkte Erfahrung.

    Hauptnachteil ist der Alu-Boiler, und damit die Entkalkungsproblematik. Für meine Maschine habe ich erst mal beschlossen, die Wassermenge die durchläuft mitzuzählen, bis eine Entkalkung fällig ist. Dann Zerlegen und alles genau ansehen. Je nach Ergebnis, werde ich dann entscheiden, wie ich bei der nächsten Entkalkung vorgehen werde.

    In Berlin ist das Leitungswasser doch eher recht hart, oder? Wenn du ohnehin filtern willst/musst oder weiches Wasser verwendest, wird es wohl einige Jahre dauern, bis du entkalken musst.
    Ansonsten bei Wasserhärte 16 Grad rechne ich bei mir mit höchstens einem Jahr...

    Gruss

    Mike
    Gaggia Classic
    Mühle: Iberital

  3. #3
    steff.berlin ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Kaufberatung für Einsteiger

    Zitat Zitat von hitch-hiker Beitrag anzeigen
    Hi,

    Je nach Wasserversorgung würde ich an deiner Stelle die Gaggia nehmen.
    ...
    Hauptnachteil ist der Alu-Boiler, und damit die Entkalkungsproblematik.
    Hallo Mike,

    danke für Deine Empfehlung. Ich habe gerade mal nachgesehen, Berlin hat in meiner Region eine Gesamtwasserhärte von 14,4 bis 21,6. Das ist im Mittel schon eine Wasserhärte von 18 . Ist es denn für die Verkalkung relevant, wie oft die Maschine aufheizt?

    Gruss Steff

  4. #4
    Marc Aurel ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kaufberatung für Einsteiger

    Hat es schon wer geschrieben? Wenn nicht wird es bald kommen, nämlich das sog. Mühlen-Mantra.

    Ohne eine Mühle die hinreichend fein mahlt, wird Dir auch mit einer Maschine, die das Zehnfache kostet, kein guter Espresso gelingen. Das ist so.

    Du solltest also die Mühle einkalkulieren.

    Wenn es eng mit dem Budget wird, könntest Du Gebrauchtgeräte überlegen.

    Gruß,
    M
    tea / demoka

    INKOMPETENZKOMPENSATIONSKOMPETENZ!

  5. #5
    tomdus ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kaufberatung für Einsteiger

    Bei den Lelit´s ist die Bezeichnung nur ein Indikator für die Ausstattung
    die EM ist mit Druckanzeige, ansonsten ist immer das gleiche drin.
    Dan gäbe es noch die 41 TEM die ist wohl ganz neu gleich mit PID.

    Die Lelit 42 er Modelle sind die gleichen Maschienen wie die 41 nur das gleich die Mühle (Lelit 43) in einem Gehäuse verbaut sind.

    Hat vor und Nachteile. Für mich haben die Vorteile überwogen, und ich habe mir diese Kombimaschine geholt.

    Viel Spass.

  6. #6
    steff.berlin ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Kaufberatung für Einsteiger

    Zitat Zitat von Marc Aurel Beitrag anzeigen
    ...
    Ohne eine Mühle die hinreichend fein mahlt, wird Dir auch mit einer Maschine, die das Zehnfache kostet, kein guter Espresso gelingen. Das ist so.
    Hallo Marc,

    ich denke so langsam habt ihr mich soweit mit dem Thema Mühle. Doch erlaube mir die Frage, ob sich das bei unserem Kaffeekonsum lohnt und kann man denn keinen passend fein gemahlenen Espresso frisch gemahlen kaufen? Die Geschmachseinbußen bei vorgemahlenem Kaffee mit der Zeit würde ich hinnehmen. Ich habe auch schon einen Kaffeeladen im Blick, die auch selbst rösten.

    Gruss Joachim

  7. #7
    tomdus ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kaufberatung für Einsteiger

    Überspitzt gesagt: Siebträger mit gemahlenem Kaffe ist wie Ferrari mit 2-Tackter.

    http://www.kaffeewiki.de/index.php?t..._M.C3.BChle.3F

  8. #8
    Milchschaum ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kaufberatung für Einsteiger

    Zitat Zitat von steff.berlin Beitrag anzeigen
    ob sich das bei unserem Kaffeekonsum lohnt
    JA
    und kann man denn keinen passend fein gemahlenen Espresso frisch gemahlen kaufen?
    NEIN

    Lies vielleicht im KaffeeWiki - die Wissensdatenbank rund um Espresso, Espressomaschinen und Kaffee nach, was du über Espressozubereitung und Mühlen findest.
    Zwei (Totschlag-)Argumente in aller Kürze:
    1. Frische: Kaffeemehl verliert innerhalb von Minuten seinen Geschmack. Das hängt u.a. mit der Flüchtigkeit der Aromastoffe zusammen.
    2. Mahlgrad: Der richtige Mahlgrad bestimmt die Durchflusszeit und damit wesentlich den Geschmack. Hier kommt es auf Feinjustierung an: Schon nach Alterung der Bohnen um ein paar Tage oder bei Änderung der Luftfeuchtigkeit muss nachgeregelt werden.

    Klare Ansage: Ohne Mühle kann man eine braune Brühe bekommen, wenn's guter Kaffee von einem guten Röster ist, sogar eine passable braune Brühe. Aber wirklich guten Kaffee, speziell Espresso, gibt es NICHT OHNE MÜHLE.

    Viele Grüße
    Dirk
    zu Hause: La Spaziale Vivaldi & Mahlkönig Vario home
    unterwegs: Mypressi Twist & Sözen-Handmühle

  9. #9
    Marc Aurel ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kaufberatung für Einsteiger

    Hi Joachim,

    ich hatte es ja gesagt, das Mühlen-Mantra ist DAS Mantra.

    Es wird hier immer mit so einer erschreckenden Vehemenz und Einhelligkeit vorgetragen, dass man erschrickt.

    Die wichtigesten Argumente sind schon genannt: In vorgemahlenem Kaffeepulver ist, selbst wenn Du von dem Laden nach Hause rennst oder ein Taxi nimmst, kaum noch Geschmack. Wenn im Kaffeepulver kein Geschmack ist,kann auch die teurrste Maschine nichts mehr rausholen und lohnt ihre Anschaffung nicht.
    Ich weiß nicht, wie es gut rüberkommen kann, aber so wie Äpfel nun mal nach unten fallen, braucht es frisch und fein gemahlenes Pulver.

    Jetzt zur Praxis: Du kriegst Mühlen, die vom Ergebnis absolut ausreichenneu ab ca. 130 Euro. Gebraucht günstiger.
    Also andere ist Optik und Haptik und soweiter.

    Gruß,
    M
    tea / demoka

    INKOMPETENZKOMPENSATIONSKOMPETENZ!

  10. #10
    hitch-hiker ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kaufberatung für Einsteiger

    Zitat Zitat von steff.berlin Beitrag anzeigen
    Hallo Mike,

    danke für Deine Empfehlung. Ich habe gerade mal nachgesehen, Berlin hat in meiner Region eine Gesamtwasserhärte von 14,4 bis 21,6. Das ist im Mittel schon eine Wasserhärte von 18 . Ist es denn für die Verkalkung relevant, wie oft die Maschine aufheizt?

    Gruss Steff
    Hmm - das ist etwas mehr als bei mir...
    Für die Verkalkung ist nur die Gesamtmenge an erhitztem Wasser von Bedeutung - u.U. gibt es noch weitere Faktoren, wie der Kalk ausfällt.
    Also ob er sich absetzt oder als feinverteiltes Mehl mitgepumpt wird.

    Letztlich ist es nur eine Entscheidungsfrage, ob du vor der Maschine etwas machen möchtest (Ionen-Austauscher oder Flaschenwasser) oder die Maschine entsprechend häufiger entkalken willst.

    Im 2. Fall könnte eine Maschine mit Messing oder Edelstahl-Boiler einfacher zu handeln sein, als Aluminium.
    Weil man dann einfach z.B. eine recht grosszügig konzentrierten Entkalker nehmen kann. Bei Alu bist du entweder auf Weinsäure festgelegt, oder zerlegst für das Entkalken die Maschine, damit man direkt sieht, wenn der Kalk weg ist.
    Bei der Gaggia ist das Zerlegen recht einfach und hat natürlich auch noch den Vorteil, das Schrauben und Dichtungen gängig bleiben bzw. rechtzeitig getauscht werden können.
    Somit hat man bei ernsthaften Defekten leichteres Spiel die Teile auszutauschen.

    Ist sicherlich Geschmackssache, aber bei der Wasserhärte vermute ich, das die Entkalkung sicherlich einmal pro Jahr erforderlich ist - und wenn du keinen Schraubendreher anfassen möchtest bleibt dir nur die Schnellentkalkung, bei der man leider nicht sieht, ob aller Kalk weg ist, oder nicht - und eine entsprechende Überdosierung, um sicher zu sein könnte den Boiler angreifen (naja kostet auch nur 30 EUR) - auch wenn der sicherlich eine Zeit braucht um Löcher zu bekommen.

    Achso, VAs mit automatischer Meldung, das entkalkt werden soll gehen bei der Wasserhärte von 50-150l erhitztem Wasser aus. Ich denke mal, das das als Grössenordnung ein wenig Orientierungshile liefert.

    hth

    Mike

    Edit: Du brauchst eine Mühle!
    Allein die erste Anpassung des Mahlgrades und das dazugehörige Kennenlernen der Maschine kann leicht 1-2 kg Kaffee dauern. Und mit Mühle kannst du von Tasse zu Tasse den Mahlgrad ändern. Wenn du im Laden mahlen lässt, musst du jedesmal wenn der Mahlgrad leicht daneben lag die restlichen 243g (kleinste Packung = 250g) Kaffee entsorgen oder jemanden mit French Press, Bialetti oder ähnlichem schenken. Den Rest hast du ja schon gehört...
    Gaggia Classic
    Mühle: Iberital

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