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  1. #1
    serhat abaci ist offline Benutzer
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    Standard Gaggia Coffe Classic Boiler Verkalkt?

    Projekt: Gaggia CC Bauajahr 2000 (?) in Betrieb seit 2001
    gekauft von Erstbesitzer für nicht viel Geld.

    Diagnose: Bei Bezug kommt "nix" aus dem Kessel sprich kein Wasser läuft
    Vermutung: Verkalkt

    Auf Nachfrage hieß es "Ein Freund hätte die Maschine mal entkalkt"

    naja
    das ganze ding Demontiert

    - Duschträger ging quasi gar nicht ab nur mit roher Gewalt > kommt eh ein Messingduschträger drauf
    - Siebträgerdichtung war hart wie Stahl... nur mit Akkubohrer und einigen Kniffen das Ding herausbekommen.

    Nach dem öffnen des Kessel fielen mir erstmal einige Brocken entgegen

    Oberteil des Kessel würde mit Weinsteinsäure über Nacht stehen gelassen
    Unterteil in Coffee Clean zwecks des Kaffeefetts

    Unterteil sieht wieder TipTop aus

    Jedoch macht mir der Kessel irgendwie Probleme

    Trotz Intensiv Säure behandlung hat sich vom Zustand null geändert!
    Darf ich da ggf. mit Feinem Schleifpapier ran?
    Habt ihr iwelche Tipps?






    UPDATE 09/03/2011
    nach einer weiteren Behandlung des Kesselinneren mit Zitronensäure und einer nagelneuen Messingbürste (gedacht zur Zündkerzenpflege) sieht das jetzt so aus:
    Geändert von serhat abaci (09.03.2011 um 14:10 Uhr)
    Isomac Millenium, Gaggia CC mit Silvia Lanze und verchro. Messingdusche, Gaggia MDF , Demoka M205

  2. #2
    helges ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Gaggia Coffe Classic Boiler Verkalkt?

    Ich wuerde das bisschen Kalk drinlassen, schuetzt das Alu vom Kessel und Dich vor dem Alu des Kessels. Ist ja nicht mehr viel.

  3. #3
    serhat abaci ist offline Benutzer
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    Standard AW: Gaggia Coffe Classic Boiler Verkalkt?

    Es sieht und fühlt sich so an als hätte der vorbesitzer mit irgendwelchen anderen mitteln gearbeitet als reguläre entkalker, ich habe 2 Gaggia Baby und 2 weitere Coffee Classic demontiert und restauiert aber sowas ist mir noch nicht in die quere gekommen
    Isomac Millenium, Gaggia CC mit Silvia Lanze und verchro. Messingdusche, Gaggia MDF , Demoka M205

  4. #4
    galgo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Gaggia Coffe Classic Boiler Verkalkt?

    vlt. wurde die auch mal mit zitronensäure entkalkt und es handelt sich um calciumcitrat

    gruß galgo
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    gaggia CC,
    FE-AR LA PEPPINA handhebeldiva,weil eine zicke nicht reicht nun auch noch ne pavoni mignon - gaggia MDF stepless, i-roast2 resistormodded - mahlkönig brasilia



  5. #5
    serhat abaci ist offline Benutzer
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    Standard AW: Gaggia Coffe Classic Boiler Verkalkt?

    und wie krieg ist das dann raus? chemisch oder nur mechanisch?
    Isomac Millenium, Gaggia CC mit Silvia Lanze und verchro. Messingdusche, Gaggia MDF , Demoka M205

  6. #6
    blackmaze ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Gaggia Coffe Classic Boiler Verkalkt?

    ich versteh es nicht mit der Zitronensäure und Aluboiler: der "offizielle" Entkalker für Gaggia und Saeco Maschinen enthält: Zitronensäure, Milchsäure

    außerdem hab ich letztens mit einer Chemikerin geredet und sie meinte, da dürfte absolut nichts passieren bei Entkalkung mit Zitronensäure!


    Ein Mythos?


    Gruß,

    blackmaze

  7. #7
    serhat abaci ist offline Benutzer
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    Standard AW: Gaggia Coffe Classic Boiler Verkalkt?

    Danke für das bisherige Feedback, da eh noch ein paar Ersatzteile fehlen wie Dichtungen und Silva Dampf Lanze und co werde ich mich mal mit Nassschleifpapier ranwagen, ich kann das einfach nicht so zusammen bauen sieht echt gruselig aus ....
    Isomac Millenium, Gaggia CC mit Silvia Lanze und verchro. Messingdusche, Gaggia MDF , Demoka M205

  8. #8
    hitch-hiker ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Gaggia Coffe Classic Boiler Verkalkt?

    Zitat Zitat von blackmaze Beitrag anzeigen
    ich versteh es nicht mit der Zitronensäure und Aluboiler: der "offizielle" Entkalker für Gaggia und Saeco Maschinen enthält: Zitronensäure, Milchsäure

    außerdem hab ich letztens mit einer Chemikerin geredet und sie meinte, da dürfte absolut nichts passieren bei Entkalkung mit Zitronensäure!


    Ein Mythos?


    Gruß,

    blackmaze
    Keine Ahnung, aber ich habe da auch meine Zweifel, allerdings in die andere Richtung. Für mein Verständniss ist der Unterschied zwischen der Entkalkung mit verschiedenen Säuren (von Salzsäure bis Weinsäure) nur die "Stärke" der Säure.
    Die eigentliche Entkalkung passiert durch die H3O+ Ionen. Bei starken Säuren wie Salzsäure und Schwefelsäure ist praktisch die gesamte Säure in Form von Ionen im Wasser gelöst. Deswegen schäumt Kalk mit Salzsäure so schön und löst ihn schnell auf. Schwache Säuren sind dagegen überwiegend NICHT in Form von Ionen gelöst, sondern bilden ein Gleichgewicht zwischen H3O+ Ionen und der ungeladenen Molekülform. Wenn dann H3O+ Ionen durch Reaktion mit Kalk abgebaut werden, werden diese von dem Molekül nachgeliefert.
    Dadurch läuft die gesamte Reaktion langsamer und damit auch kälter ab.

    Aluminium ist recht unedel und damit gegenüber dem Auflösen durch Säuren recht empfindlich. Aber die auf der Oberfläche gebildete Oxidschicht ist schwerlöslich und behindert weiteres Auflösen.

    Somit nehme ich an, das Weinsäure nur etwas schwächer als Zitronensäure ist und damit länger braucht das Alu anzugreifen.
    So das bei der "üblichen Durchlaufentkalkungszeit" und der dabei erwarteten Kalkschicht "hoffentlich" ausreichend Kalk entfernt wird, ohne das die Zeit reicht allzu langen Kontakt mit dem Alu zu bekommen.

    Umgekehrt müsste dann - nach dieser Theorie - eine häufige (z.B. wöchentliche) Entkalkung mit Weinsäure ebenfalls den Alu-Kessel angreifen, weil er ja noch nicht ausreichend viel Kalk als Schutzschicht gebildet hat.

    Bei zu seltener Entkalkung bleibt bei jeder Entkalkung eine Kalkschicht zurück, die dann wie Ringe am Baum für eine langsame Füllung des Kesssel sorgen.

    Da ohne Öffnung des Kessels eigentlich nie klar ist, ob zuviel oder zuwenig entkalkt wurde, ist imho die Durchlaufentkalkung nur ein Notbehelf.

    Was deinen Kessel angeht, würde ich ihn nur noch mit einer mit Weinsäure/Zitronensäure benetzten Zahnbürste ein wenig schrubben, damit keine lockeren Kalkteilchen vorhanden sind. Die dünne Restkalkschicht ist sicherlich ungefährlicher, als wenn du die Oxidschicht vom Alu zerkratzt und so das Wasser direkt ans Alu kann. Sieht zwar weniger schön aus, als wenn es glänzendes Metall wäre, ist aber imho funktionell besser.

    Wie gesagt, das ist momentan meine Theorie dazu - bisher musst ich noch nicht entkalken (Härtegrad 16 ca. 50l Wasser durchgelaufen).

    Gruss

    Mike
    Gaggia Classic
    Mühle: Iberital

  9. #9
    S.Bresseau ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Gaggia Coffe Classic Boiler Verkalkt?

    Zitat Zitat von hitch-hiker Beitrag anzeigen
    Für mein Verständniss ist der Unterschied zwischen der Entkalkung mit verschiedenen Säuren (von Salzsäure bis Weinsäure) nur die "Stärke" der Säure.
    Dachte ich auch immer, dem ist wohl aber nicht so.

    Entkalkung

    Hier gibt es einige interessante und - wie mir scheint - fundierte Aussagen.

  10. #10
    drontalplus ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Gaggia Coffe Classic Boiler Verkalkt?

    Hallo,

    ich habe schon einige Kessel von Gaggias in den Händen gehabt - so schlimm sieht Deiner nicht aus. Ich sehe keine Problem darin, den Kalk mechanisch zu entfernen (mit Schaber, Sandpapier, Bürste, Dremel, wie auch immer) auch wenn Du bis auf das Aluminium kommst und die Oxidschicht entfernst - die bildet sich wieder neu, da Aluminium so unedel ist. (Jetzt mögen die Chemiker posten wie schnell das geht - das weiß ich nicht).

    Wichtig wäre noch die Bearbeitung des Kesselflansches - planschleifen mit Sandpapier (am Ende mit sehr feinem) um eine plane und gut dichtende Fläche zu erhalten.

    Grüße Roland

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