Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 13
  1. #1
    benelauer ist offline Benutzer
    Registriert seit
    07.04.2011
    Beiträge
    34

    Standard Erst später Hebel-Widerstand bei La Pavoni

    Hallo zusammen!

    woran liegt es, dass ich bei meiner Pavoni erst nach einigen "luftigen" Zentimetern einen Gegendruck spüre? Ich lasse immer ordentlich prä-infus....ionieren (?) und hebele manchmal sogar 2-3 mal kurz rauf und runter, aber ich kann den Hebel immer noch einiges runterbewegen, bevor ich Widerstand bekomme.
    Dann scheint mir der Gegendruck und die Hebelbewegung vollkommen in Ordnung, die Kaffeemenge ist auch ok, könnten aber ein paar Milliliter mehr sein... Maschine ist übrigens soweit kalkfrei!

    Danke im Voraus!

    Gruß,
    Bene

  2. #2
    dergitarrist ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    17.11.2008
    Ort
    München
    Beiträge
    1.893

    Standard

    Wie alt sind denn die Kolbendichtungen?

  3. #3
    benelauer ist offline Benutzer
    Registriert seit
    07.04.2011
    Beiträge
    34

    Standard AW: Erst später Hebel-Widerstand bei La Pavoni

    Hi!
    Nicht genau festzustellen, da es ein eBay-Kauf war. Ist ein Prä-Millenniums-Modell in wirklich gutem Zustand, die Dichtungen sind wohl mindestens 1-2 mal gewechselt wurden. Die Maschine heizt auch schnell auf, weswegen ich noch nicht daran gedacht hatte... Muss ich mir jetzt noch ein Dichtungsset kaufen?!

  4. #4
    zamzon ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    29.12.2006
    Beiträge
    438

    Standard AW: Erst später Hebel-Widerstand bei La Pavoni

    Viel schlimmer, Du mußt es vl. sogar einbauen

    Nein ist gar nicht schlimm. Dauert weniger als 30Min beim ersten Mal.

    Aber die Frage ist, warum sollten die Dichtungen oben nicht funktioniere, unten aber schon?

    Ich hätte eher auf nicht vollst. Durchweichung des Pucks getippt (und damit noch Luft unterm Kolben). Auch die zu geringe Kaffeemenge deutet meines Erachtens darauf hin.
    Wenn es nicht schon "tropft" während der PI, gröber mahlen, weniger Tampern.

    Z.

    EDIT: Dichtungen gehen nicht so schnell "kaputt". Säubern, Profil aufbiegen, schmieren, reicht oft schon aus.

  5. #5
    benelauer ist offline Benutzer
    Registriert seit
    07.04.2011
    Beiträge
    34

    Standard AW: Erst später Hebel-Widerstand bei La Pavoni

    Hehe, ich glaube, das mit den Dichtungen ist weniger schlimm als ich mir das vorstelle. Finde es nur nicht so reizvoll, die Integrität meiner neu erhaltenen Maschine gleich wieder zu beeinträchtigen :P Ich verstehe nur nicht, was der "Füllstand" im Puck mit der Wassermenge zu tun hat... Bedeutet das, dass es nicht ausreicht, dass über dem Puck alles volläuft, er selbst aber nicht durchweicht? Ich dachte eher, ich mache beim Volllaufen selbst etwas falsch... Außerdem würde ich ja bei weniger tampern bzw. gröberem Kaffee meinen schönen Gegendruck einbüßen O.o

  6. #6
    dergitarrist ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    17.11.2008
    Ort
    München
    Beiträge
    1.893

    Standard AW: Erst später Hebel-Widerstand bei La Pavoni

    Du kannst auch mal das Duschsieb raushebeln und sauber machen... vllt. ist das so verdreckt, dass das Wasser erst mit Hebeldruck durchkommt und du deswegen in so ein Luftloch fällst.

    Ansonsten stell erstmal sicher, dass das nicht gehört, wie es ist... das einzige Video, das ich je gemacht hab, wo man den Hebelzug sieht, ist leider das hier. Hebelzug bei ca. 2:20.

  7. #7
    benelauer ist offline Benutzer
    Registriert seit
    07.04.2011
    Beiträge
    34

    Standard AW: Erst später Hebel-Widerstand bei La Pavoni

    Duschsieb ist gereinigt und das "Problem" noch nicht weg.

    Andererseits habe ich meistens keine Probleme, wenn ich am Anfang etwas hebele, damit krieg ich den Brühkopf auch gut prall gefüllt.

    Mir ist aufgefallen, dass das kein Problem beim 2. oder 3. Bezug ist (ich komme fast nie dazu, weshalb ichs lange nicht bemerkt habe....)
    Da ist es mir auch schon passiert, dass das Wasser einfach reingeschossen kam und ich sofort Widerstand hatte.

    Irgendwie passieren bei der Maschine ständig Sachen, die kein Mensch bis zuletzt genau erklären kann

  8. #8
    dergitarrist ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    17.11.2008
    Ort
    München
    Beiträge
    1.893

    Standard AW: Erst später Hebel-Widerstand bei La Pavoni

    Ja, jetzt, wo ich mich an die Cremina gewöhnt habe, fällt mir das auch auf, wenn ich bei der Freundin an der Pavoni Kaffee mach.. da ist trotz eigentlich identischer Technik schon ein viel höherer Faktor X mit im Spiel

  9. #9
    bjoernobst ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    12.05.2010
    Ort
    86xxx
    Beiträge
    306

    Standard AW: Erst später Hebel-Widerstand bei La Pavoni

    Hi,

    also bei meiner Pavoni ist das genauso, dass ich den Hebel erst ein Stück nach unten drücken kann bis ich Druck aufbaue.
    Ist schon immer so und hab ich für "normal" befunden

    Egal ob ich neue Dichtungen rein mach oder sonstiges putze, der Hebel lässt sich das erste Stück leicht herunter drücken und es gibt trotzdem leckere Epressi mit 25-30ml, so what...?
    Lg
    Björn

  10. #10
    Wolfsauge ist offline Neuer Benutzer
    Registriert seit
    28.06.2011
    Beiträge
    4

    Standard AW: Erst später Hebel-Widerstand bei La Pavoni

    Zitat Zitat von benelauer Beitrag anzeigen
    (..) woran liegt es, dass ich bei meiner Pavoni erst nach einigen "luftigen" Zentimetern einen Gegendruck spüre? Ich lasse immer ordentlich prä-infus....ionieren (?) und hebele manchmal sogar 2-3 mal kurz rauf und runter, aber ich kann den Hebel immer noch einiges runterbewegen, bevor ich Widerstand bekomme.
    Dann scheint mir der Gegendruck und die Hebelbewegung vollkommen in Ordnung, die Kaffeemenge ist auch ok, könnten aber ein paar Milliliter mehr sein... Maschine ist übrigens soweit kalkfrei! (..)
    Folgende Angaben entnehme ich der Frage und die sind bedauerlicherweise alle sehr diffus formuliert. So diffus, daß ich aufgrund meiner beschränkten Erfahrungen mit dem La Pavoni System annehmen könnte, Du machst fast alles, das meiste oder auch nur ein wenig was falsch. Das ist wiederum nicht möglich, da nicht so ganz klar ist, welches gewünschte Endprodukt Du erwartest. Mir fällt es weiterhin sehr schwer, die meiner Ansicht nach möglichen Ursachen für einen mal angenommen wirklich zu geringen Gegendruck nach ihrer Wahrscheinlichkeit zu sortieren oder sonstwie zu bewerten. Hier die detaillierten Gründe dafür:

    - "luftige" Zentimeter

    Zunächst einmal sind einige "luftige" Zentimeter, wie Du sie nennst, ganz normal, wenn man sich die Konstruktion veranschaulicht. Ist der Hebel ganz oben, so ist der Kesselinhalt mit der Aussenwelt verbunden, dazwischen ist im Grunde nur der Kaffepuck. Auf diese Weise ist ein Vorbrühen möglich und da wirkt sich effektiv der Kesselüberdruck aus (m.W. ca. 1,1-1,2 bar). Den Moment, bei dem das Ventil aufgeht, oder besser: sich der Übergang von Zu nach Auf bei der Hebelbewegung nach oben vollzieht, kannst Du Dir am besten beim langsamen (ca. 5 Sek.) _Hoch_ziehen des Hebels erspüren. Da spürt und hört man deutlich, daß der Kesseldruck sich etwas entspannt und das Wasser in den vorderen Teil der Brühgruppe zu fließen beginnt.

    Bei der La Pavoni ist es bei der Herstellung von Espresso, welches ein Anpressen des Kaffeepulvers (Tampern) im Sieb üblicherweise beinhaltet, wichtig, den Handhebel beim Brühvorgang vorsichtig und langsam nach oben zu bewegen, damit der dabei entstehende Unterdruck zwischen Kolben und Puck den Puck nicht beschädigt. Dies würde nämlich dafür sorgen, daß das Wasser beim Brühen durch die Bruchstellen des Pucks ohne großen Widerstand durchrauscht (eine Art von Channeling). Dies wäre eine der möglichen Ursachen für einen zu geringen Gegendruck. Du kannst auch, wenn Du den Vorbrühpunkt erspürt hast, den Hebel bis kurz davor hochbewegen und dann erst den Siebträger einspannen, um das auf alle Fälle zu vermeiden - dies erhöht jedoch die Verletzungsgefahr. Ich halte es für völlig ausreichend und bequemer, sich mindestens 5 bis 6 Sekunden Zeit für das Hochbewegen zu lassen und dieses möglichst gleichmäßig durchzuführen.

    - Gegendruck

    Wie groß ist dieser Gegendruck, den Du erfährst und nicht OK findest? Welchen Gegendruck erwartest Du, welcher wäre OK? Die ca. 9 bar Espressobrühdruck entsprechen ungefähr einer Kraft, die benötigt wird, um auf der Erde ein Gewicht von 14kg zu heben.

    Hier befindet sich eine Berechnung dazu:
    Nach Bohnenwechsel Pavoni Handhebel schwergängig

    Benutze eine Personen- oder geeignete Küchenwaage, um Dir einen gewissen Eindruck davon zu verschaffen, diese Kraft größenordnungsmäßig richtig einzuschätzen, die Du auf den Hebel auszuüben hast, um diese ca. 9 bar beim Brühen zu erzielen. Sofern Du überhaupt Espresso machen willst.

    - ordentliches Vorbrühen (preinfusion)

    Bei der La Pavoni Handhebelmaschine brüht man mit Kesseldruck vor, der ist viel geringer als Leitungsdruck, der bei vielen Rotationspumpenmaschinen zum Vorbrühen verwendet wird. Du schreibst nicht, wie lange Du vorbrühst. Zwei oder vier Sekunden, wie bei anderen Maschinen sind möglicherweise nicht ausreichend. Meiner Erfahrung nach hat das viel mit dem Ergebnis in der Tasse zu tun. Ich brühe 10 Sekunden vor und es macht wohl einiges aus, ob es nur 5 sind oder 15 Sekunden. Ich gucke dabei auf meine Armbanduhr.

    - manchmal 2-3 mal kurz rauf und runter

    Du schreibst nicht, welches Sieb Du verwendest, das Einer oder das Zweier, und welche Kaffeemenge in der Tasse Du erzielen willst. Dies zu wissen, würde wirklich helfen, das Problem näher einzugrenzen oder etwas gezieltere Rückfragen stellen zu können. Es gibt kleine Meßgefäße aus Glas, ähnlich Shotgläsern, die aussehen wie ein Schnapsglas, die für die genaue Messung zweckmäßige Strichelungen haben, z.B. für Single/Double Espresso/Ristretto. Damit könntest Du Deine Angaben besser quantifizieren.

    - einiges

    So nun ist natürlich eigentlich alles unklar, insbesondere, was eigentlich erwünscht ist.

    Hier ist ein Link, den ich als Ausgangspunkt für meine bisherigen Erfahrungen genommen habe:
    CoffeeGeek - Pavoni Pro - Operation & Maintenance

    Dabei ergibt sich nach meiner Erfahrung ein Gegendruck der ungefähr dem 14kg Vergleich entspricht. Das Ergebnis ist bei mir, entsprechenden Bohnen (90/10 Arabica/Robusta) und feinem Mahlgrad dann bei dem 2er ST ein sehr öliger Ristretto mit exzellenter, hell/dunkel gestreifter, haselnussbrauner Crema.

    Ich bewege dabei den Hebel je nach "Saftigkeit" der Bohnen 1-1,5 mal. Dabei immer zuerst ein halbes Mal, dann ein ganzes Mal. Diese Reihenfolge macht einen Unterschied, auch wegen der Konstruktion.

    Ich glaube nicht, dass Dichtungen kaputt sind. Ich glaube, Du hast zu grob gemahlen. Wichtig ist auch, ein gleichmäßiges Mahlergebnis zu erzielen. Verwendest Du überhaupt eine Espressomühle? Sind die Bohnen schon abgelaufen oder haben wochenlang in der Sonne oder dem Supermarkt gelegen?

    Zur La Pavoni muß ich sagen, daß es sehr wichtig ist, eine peinlichst genaue Prozedur einzuhalten. Zum einen, solange man noch nicht das Optimum gefunden hat, weil es wichtig ist, immer alles gleich zu machen, um die bewußten Veränderungen einer Variablen einschätzen zu lernen. Zum anderen, sofern man es gefunden zu haben glaubt, bereits geringe Abweichungen von der Prozedur mit deutlich unterschiedlichem Ergebnis bestraft werden. Änderst Du die Bohnen, dasselbe Spiel..

    Insbesondere ist bei der La Pavoni wichtig, zu welchem Zeitpunkt die Shots gezogen werden.

    Ich schaffe es derzeit nur so: Aufheizen, Entlüftung, erneutes Aufheizen, einen Shot ziehen, Milchschäumen, ggf. einen weiteren Shot ziehen.. dann immer eine längere Abkühlphase. Es ist mir nie möglich, mehr als zwei gute Shots zu ziehen, bevor der vordere Teil anscheinend zu heiß wird. Diesen mit einem nassem Handtuch zu kühlen fand ich zu inkonsistent und auch zu nervig. Mögliche Ursache für keinen Gegendruck: deine Maschine ist vielleicht schon Stunden an und der Dampf, der statt des zum Brühen erforderlichen Wassers, aus der Dusche rausdonnert, zerschießt Deinen Puck, bevor der überhaupt naß werden kann in größere oder auch kleinere Fragmente, an denen der Dampf kondensiert, irgendwann auch Wasser entlang- und dran vorbeiläuft und sicher ganz ohne Gegendruck eine Art wäßrige Lösung produzieren würde.

    Weitere ungeordnete Tips die "einiges" mit fehlendem Gegendruck zu tun haben könnten:

    - mach vor jedem Bezug einen kurzen Leerbezug ohne ST, immer gleich viel

    Dies soll auch dazu führen, daß Du Dich darüber vergewisserst, daß _Wasser_ aus der Dusche austritt und kein _Dampf_ und das Dingen noch zu heiß ist.

    - schau Dir den Puck an, erst nachdem sich der Druck zwischen ST und Dusche abgebaut hat und er ein bißchen abkühlen konnte (wenn Du alles richtig gemacht hast, ab ca. 30 Sekunden nach Bezug, bis keine Tropfen mehr unten rauskommen, mal warten, wenn Du nicht braun gesprenkelt werden willst)

    Die Oberfläche des Pucks soll noch plan sein, keinerlei Löcher haben. Der Puck soll nicht matschig sein.

    Dann Ausklopfen.. der Puck kann im Ganzen nach einem bis wenigem Klopfen schön aus dem ST rausfallen, nach dem Klopfen, nicht von selbst. Er soll keine oder nur sehr wenig Reste im Sieb lassen. Du solltst das ganze Ding (ST und Sieb) dann auch immer ausspülen und auswischen. Stalagtiten und -miten, sowie mehrfach patinierte Kaffeefettschichten und Fremdkörper können das Aufbauen des Gegendrucks möglicherweise verhindern! In diesem Bereich der forensischen Espressologie bin ich jedoch nur wenig bewandert, vielleicht können da andere noch was beisteuern. Hast Du vielleicht versehentlich Instantkaffeepulver in das Sieb gefüllt?

    Ich muß schon "einiges" an Kraft aufwenden, um meine getrockneten, erkalteten Pucks zu zerbrechen. Dadurch, daß ich nicht voll extrahiere, zementiere ich das Pulver sozusagen zusammen.

    Zu allerletzt sollte wohl auch noch das Anpressen / Tampern erwähnt werden. Schön plan, nicht? Parallel zur Siebunterseite. Nicht zu fest, nicht zu locker, vor allem ab irgendwann mal immer gleich, die interessanteren Variablen, finde ich, sind andere. Gibts ja hier auch schöne Fäden zu, wenn Du jetzt quantifizierte Kraftangaben willst: ich habs bei mir nicht gemessen, da ich die genaue Kraft als unerheblich erfahren habe - hier produzieren bis zu 30% Abweichung bei mir keine merklichen Unterschiede, solange es parallel und gleichmäßig verteilt angepresst wird.
    La Pavoni Europiccola Pre-Millenium, Quick Mill Apollo

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Google Suche
Reklame

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36