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  1. #1
    gunnar0815 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Pumpendämpfung

    Hab mir mal ein paar Gedanken gemacht wo es noch Verbesserungsmöglichkeiten bei
    einer Espressomaschine gibt.
    Die meisten Themen haben wir ja durch.
    PID und Dualboiler mit einem gut eingestellten HX kommt man auch zurecht.
    Temperaturstabilität vielleicht noch ist aber seit Kaskadenboiler oder Dualboiler + HX zum vorwärme auch ein alter Hut.
    Preinfusion bringt noch einiges. Auch hier durchgearbeitet.
    Anpassbare Milchdüsen gibt es jetzt auch.
    Was wir hier noch nicht so richtig durchgesprochen haben oder nur in Ansätzen sind die Druckschwankungen von Pumpen oder Druck-Impuls-Reduzierung/Dämpfung.
    Manometerdämpfung klar nur zeigt ein gedämpftes Manometer einen Mittelwert an und nicht den waren Druck der +-2 Bar ständig schwanken kann. Klar ohne die Dämpfung könnte man es kaum ablesen. Für den Kaffee wäre es aber garantiert besser wäre der Brühdruck generell gedämpft.
    Bei Handhebel hat man das Problem überhaupt nicht und bei Hydraulischen Systemen wohl auch nicht. Bei R-Pumpe ja und bei V-Pumpen wohl noch stärker.
    R-Pumpen haben wohl eine sehr schnelle Schwingung (Motordrehzahl (1400) x Pumpenflügeln (2)).
    V Pumpen wohl die 50 Hz weiß jetzt nicht genau was die Diode noch anstellt.
    Je schneller die Schwingung je geringer wird wohl auch die Druckschwankung sein.
    Zur Dämpfung gibt es schon einiges in der Maschine. Der Bypass z.B. wird Dämpfen, die Düse vor der Gruppe auch begrenz aber gleichzeitig den Durchlauf.
    Wie wäre es noch möglich die Pumpe zu dämpfen. Mehrerer Bypasse (z.B. aus Ex-Ventilen) hintereinander. Von großer Bauform zu kleiner? Um so nach und nach die Schwingungen weg zu nehmen. Ein Ausgleichsgefäß?

    Gunnar
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    Links:Sammlung technischer Daten aller Mühlen - Bezug aufteilen sollte jeder mal machen
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  2. #2
    Gregorthom ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Pumpendämpfung

    Hallo Gunnar,

    am effektivsten lassen sich meiner Meinung nach V-Pumpen mit einem Membranregler dämpfen, bzw. die Druckschwankungen ausgleichen. Nebeneffekt ist, dass die Pumpe ruhiger und leiser klingt.
    In vielen VAs ist so ein Membranregler mittlerweile technischer Standard, in Espressomaschinen nicht (warum auch immer).
    Es gibt hier im Forum aber 1-2 Themen, die sich mit dem Einbau eines Membranreglers beschäftigen, ich überlege schon lange, einen in meine Vivaldi zu pflanzen, da ich sowieso keine Garantie mehr dafür habe.

    Es gibt von Quickmill einen Membranregler, der meine ich sogar einen 1/8" Anschluss hat.

    Gruß
    Gregor
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  3. #3
    Barista ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Pumpendämpfung

    Vielleicht sollte man das Problem mal beio den Wurzeln bekämpfen und über die Pumpentechnik an sich nachdenken?
    Wenn man den Druck (wie beim HH) über ein Kolbensystem erzeugen würde (damit wäre halt die Maximalmenge begrenzt, was aber bei Espresso kein Problem sein sollte), könnte man doch auch den Druckverlauf völlig variabel durch Steuerung des Kolbens beeinflussen. Und das ist es doch, wovon derzeit wohl alle träumen, oder?

  4. #4
    Schnüffelstück ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Pumpendämpfung

    Jep, sowas wie ein elektronisch gesteuerter Handhebel an einem Boiler, das wärs.
    Rancilio Silvia 1.0 mit Auber-PID - BNZ MD74, Gaggia Baby - Anfim Best, Gaggia Espresso Color - ohne Mühle, Langen Sulawesi @ 95°, rosa Lappen, gblau-weißes Trockentuch mit Humiditätsabsorptionstuning

    --------------------------------------------------------------------------
    Die Aufheizdauer als Kaufkriterium einer Siebträgermaschine ist genauso sinnvoll wie die Schuhgröße des Maklers als Entscheidungskriterium beim Hauskauf.

  5. #5
    Barista ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Pumpendämpfung

    Es gab doch mal eine Zeit, als Maschinen produziert wurden, die den Brühdruck über den Leitungsdruck aufbauten (wie sich das System genau nennt, weiß ich nicht). So etwas könnte man doch als Vorlage nehmen und anstatt des Leitungsdruckes eine andere mechanische Kraft auf das System einwirken lassen. Diese wäre dann ja steuerbar.

  6. #6
    Dekkert ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Pumpendämpfung

    Das wäre doch mal DIE Herausforderung für die Bastler hier!

    Dampfbetriebene Kolbenpumpe. Perfekt für einen Dualboiler! Müsste man alles in klein von ner Dampflog nachbauen können!
    Freiwillige vor!

  7. #7
    Schnüffelstück ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Pumpendämpfung

    Zitat Zitat von Barista Beitrag anzeigen
    Es gab doch mal eine Zeit, als Maschinen produziert wurden, die den Brühdruck über den Leitungsdruck aufbauten (wie sich das System genau nennt, weiß ich nicht). So etwas könnte man doch als Vorlage nehmen und anstatt des Leitungsdruckes eine andere mechanische Kraft auf das System einwirken lassen. Diese wäre dann ja steuerbar.
    Schärf World online: Halbautomatische Espressomaschinen - Xpress - Piston
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  8. #8
    gunnar0815 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Pumpendämpfung

    @Barista+Dekkert+Schnüffelstück Die Hydraulischen Systeme gibt es doch schon. (z.B.Schärf) Nachteil dieser man braucht Festwasser und sind ziemlich teuer. Vermute auch das die Hydraulischen und HH Systeme wohl auch Wartungsanfälliger las eine Pumpe sind.
    Steuern kann man den Druck doch viel besser/günstiger mit einem Kugelventil a la LM
    @Gregorthom Membranregler ist das so was wie ein Ausgleichkessel bei der Heizung?
    Werde mal nach suchen.
    Gunnar
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  9. #9
    Steve ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Pumpendämpfung

    Zitat Zitat von gunnar0815 Beitrag anzeigen
    Membranregler ist das so was wie ein Ausgleichkessel bei der Heizung? Werde mal nach suchen.
    Schau mal hier rein: Schalldämmung Vibrationspumpe?. In Beitrag #36 hat Boardie nachkultur die Funtkion eines Membranregler erklärt.

  10. #10
    gunnar0815 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Pumpendämpfung

    Danke Steve so ist es aber glaube ich einfacher
    Zitat Zitat von nacktKULTUR Beitrag anzeigen
    Die Vibra-Pumpe arbeitet im Halbwellen-Verfahren, also bewegt sich der Pumpenstößel 50 mal in der Sekunde hin und her, entsprechend der Netzfrequenz von 50 Hertz. Ohne Diode wären dies 100 Bewegungen, welche mit der gegebenen mechanischen Auslegung (Resonanz) kaum zu bewältigen sind. Bei der Vorwärtsbewegung drückt der Stößel das Wasser durch das Ausgangsventil in die Leitung. Bei der Rückkehr in die Ausgangsposition zieht er neues Wasser aus dem Eingangsventil. Somit ergeben sich 50 Druckimpulse pro Sekunde.

    Der Membranregler nimmt diese Impulse entgegen, und speichert einen Teil der Druckenergie in eine Kapsel, die durch eine Membran abgeschlossen ist. Wenn der Energieimpuls vorüber ist, gibt die Kapsel den Druck an die Flüssigkeit weiter, somit wird die "druckfreie Zeit" ebenfalls mit einem gewissen Druck ausgestattet. Wir nähern uns also der fiktiven Vollwellenpumpe mit 100 Bewegungen/Sekunde an. In Endeffekt ist das Ergebnis in der Druckkonstanz - bei optimaler Auslegung des Membranreglers - der volumetrischen Pumpe angenähert.

    Ich hoffe, ich konnte das einigermaßen verständlich erklären.

    nK
    So ein Membran hat wohl weniger Masse und ist dadurch schneller als ein Bypass usw. .Auch einfacher zu Montieren braucht keinen Ablauf.
    Ah hier auch der Link für den 1/8“ Membran
    Zitat Zitat von dottore Beitrag anzeigen
    Ich habe gestern in meiner UEM Baristar einen Membranregler verbaut.



    Es ist ein Ersatzteil einer Quick Mill, bezogen bei Esspressoladen Stuttgart für knapp 18 €. Er wird unter der Bezeichnung "Vibrationsdämpfer" verkauft, hat 2x 1/8" Aussengewindeanschlüsse (gem. DIN EN ISO 228-1, entspricht ca. 9,5 mm), wobei auf einem eine Messinghülse mit O-Ring-Dichtung montiert ist, die ein 1/8" Innengewinde bereitstellt. Der Regler macht einen deutlich wertigeren Eindruck als der oben beschriebene Jura 59504, den ich nicht wirklich solide angeschlossen bekommen habe.

    Ich habe das sichtbare Kunststoffgewinde mit etwas Hanf und Teflonband direkt an das Rückschlagventil der Ulka EX5 angebracht.

    Ergebnis: Das Geräusch der Vibrationspumpe ist weiter reduziert, jedoch ist die Reduzierung nicht so groß wie durch die Dämmung mit dem Zellkautschuk (s.o.). Insbesondere die aggressiv metallischen Schläge des Rückschlagventils werden gedämpft, so dass das Geräusch 'angenehmer' wird (wenn man davon überhaupt sprechen kann).

    Eine geschmackliche Verbesserung kann ich (leider) nicht feststellen.

    Die Option Rotationspumpe bleibt ...

    Anmerk. vom 10.2.10: Angaben von 3/8" -> 1/8" geändert
    Gunnar
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