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  1. #1
    jabl ist offline Neuer Benutzer
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    Frage Metallgeschmack bei Siebträgermaschine und Mokkakanne - wie lange? Gegenmaßnahmen?

    Hallo allerseits,

    nachdem ich mich gerade mit dem Suchwort "Metallgeschmack" durch bestehende Threads gelesen habe, frage ich doch noch einmal selbst nach... Grund:

    Ich merke sowohl bei bei zwei neuen Mokkakännchen (einmal Butlers, einmal Bialetti) als auch bei meiner Siebträger (Ariete Novecento) einen deutlich wahrnehmbaren Metallgeschmack. Meine Freundin merkt seltsamerweise nix, aber mir schmeckt das Zeug wirklich eisern.

    Sachen aus anderen Threads wie "das ist verbrannter Kaffe" bei der Siebträger schließe ich definitiv aus: Da schmeckt vor allem das Wasser aus dem Dampfhahn grauslig - merkt man, wenn mal der Dampf etwas zu feucht ist, in der aufgeschäumten Milch, merkt man aber vor allem bei Nutzung des Wassers selbst: habe mir testhalber gestern einen Tee damit gemacht: scheußlich. Und heute zu Testzwecken einmal nach kräftig Leerbezug (je eine halbe Tasse heißes Wasser aus Dampfhahn und Siebträger) dann eine Tasse Wasser durch den Siebträger laufen und erkalten lassen. Im Vergleich zum sehr guten, frischen Leitungswasser ein sehr unangenehmer Metallgeschmack.

    Mein Siebträger ist aus Messing, innen etwas weniger verchromt als außen (schimmert goldig, aber noch nicht wie reines Messing). Würde ich aber ausschließen, denn: Mein Kessel ist aus Alu, und das Wasser schmeckt genau so, wie wenn ich in einen trockenen Wasserbehälter der neuen Mokkakännchen hineinrieche, und die sind ja auch aus Alu.

    Garnichts merke ich bei einem jahrelang eingefahrenen Buttler-Kännchen. Das wasche ich brav meistens nur mit klarem Wasser und durch ausreiben, ab und zu kriegt es aber doch mal 'ne Spülmittelration mit, teilweise auch Citrus-Spülmittel. Bei dem alten Kännchen gab's aber auch direkt danach NIE wieder Metallgeschmack. Die neuen Kännchen hab' ich natürlich brav mehrmals Wasser und auch Kaffee kochen lassen, der Mokka ist aber immmer noch sehr metallisch, merkt man sogar bei Milchkaffee. Der Espresso aus der Ariete ist wirklich gut - liegt aber wohl vor allem daran, daß er stärker ist und es da nicht auffällt, denke ich. Denn das Wasser schmeckt wie oben beschrieben.

    Nach dieser hoffentlich genauen Beschreibung deshalb meine Vermutung: ich denke, das sind nur Neumaschinen-Ausdünstungen (die Ariete war gebraucht gekauft, aber davor kaum benutzt worden). Aber kann ich das irgendwie beschleunigen? Kännchen drei Stunden auf'm Herd, da sind dann die Dichtungen durch. Und erstmal fünf Pfund Kaffee durch die große Maschine jagen - stell' ich mir auch irgendwie einfacher vor... also: Patentrezepte, wie man das abstellen/beschleunigen kann?

    Wie gesagt: beim Espresso stört's am wenigsten, aber irgendwie kommt's mir jetzt dennoch reichlich ungesund vor, nachdem ich den Geschmack des reinen Wassers kenne.

    Also, mit welcher Zeit muß ich rechnen? Verweis auf anderen Thread genügt, falls ich doch was übersehen haben sollte... danke schonmal!

    PS: Mühle kann ich auch ausschließen, die kommt nämlich erst - war bis dato vorgemahlenes Pulver, zudem zwei verschiedene Sorten für Kanne und Maschine.

  2. #2
    galgo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Metallgeschmack bei Siebträgermaschine und Mokkakanne - wie lange? Gegenmaßnahmen

    wie schmeckt denn das leitungswasser per se ?

    frag mal bei deinem versorger nach welche werte das hat

    falls das extrem weich ist könnte das ne erklärung dafür sein

    gruß, galgo
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  3. #3
    jabl ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Metallgeschmack bei Siebträgermaschine und Mokkakanne - wie lange? Gegenmaßnahmen

    Das ging ja schnell, danke!

    Das Leitungswasser an sich schmeckt a) sehr gut, neutral aber trotzdem frisch (ich trinke täglich mehrere Gläser direkt aus dem Hahn und mit Wassersprudelmaschine "veredelt"), und hat b) einen Härtegrad von ca. 11 (Härtebereicht zwei). Laut Härteskala ja "mittel", aber im Gegensatz zu meiner früheren Wohnung schon recht weich - nach fast zehn Jahren wenig Kalk im elektrischen Wasserkocher, entkalken war hier nie notwendig (eine kleine Schicht ist immer da, die stört/schmeckt aber nicht). Im alten Mokkakännchen hat sich die Kalkschicht auch nie wesentlich verdickt.

    Heißt das, daß mein zu weiches Wasser Teilchen aus dem Alu löst? Brrr...
    Wenn ja: was machen? Wie gesagt, bissl Kalk wird ja schon, aber eben nicht viel. Kännchen zwei Wochen im Wasser liegen lassen? Und die Espressomaschine? Hm... Ideen?

  4. #4
    galgo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Metallgeschmack bei Siebträgermaschine und Mokkakanne - wie lange? Gegenmaßnahmen

    Zitat Zitat von jabl Beitrag anzeigen

    Heißt das, daß mein zu weiches Wasser Teilchen aus dem Alu löst?
    das geht nur wie ich schon schrieb bei EXTREM weichem wasser uind ist auch eher bei kupfer als bei alu bedenklich
    deine härtegrad ist okay

    leider keine ahnung woran das nun bei dir liegt
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  5. #5
    jabl ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Metallgeschmack bei Siebträgermaschine und Mokkakanne - wie lange? Gegenmaßnahmen

    Vielleicht bin ich ja auch einfach zu ungeduldig. Die Mokkakännchen riechen ja auch direkt aus der Packung so, muß vielleicht erst verfliegen. Dachte halt, vielleicht gibt's einen Trick, die neuen etwas flotter "einzukochen", bevor man literweise Kaffe wegschütten darf. Wenn also noch jemand Ideen hat - würd' mich fast wundern, wenn das Problem so selten auftritt.

    Bis dahin koch' ich halt mal fleißig Kaffee mit allen verfügbaren Maschinen... Danke jedenfalls schonmal für den Tip! *handschüttel*

  6. #6
    galgo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Metallgeschmack bei Siebträgermaschine und Mokkakanne - wie lange? Gegenmaßnahmen

    einkochen kannst du die ja auch nur mit wasser, vlt. hilft es was
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  7. #7
    Rolf T ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Metallgeschmack bei Siebträgermaschine und Mokkakanne - wie lange? Gegenmaßnahmen

    Hast du die Ariete entkalkt nachdem du sie erworben hast?
    Wenn ja,hat die Säure des Entkalkers die Oxidationsschichten auf dem Messing,Kupfer oder Alu entfernt.Diese Passivschicht verhindert weitgehend,dass sich etwas im Wasser löst.Mit Entkalker gehe ich deshalb sehr sparsam um,lieber öffnen u. mechanisch etwas entfernen.Bei Alu ist es ganz extrem.Ich hab mal Alu bei einer Mühle mit Puly Caff "gereinigt".Danach hatte ich dann jede Menge Tücher mit schwarzem Abrieb.Dass es dann metallisch schmeckt,kann ich mir vorstellen.

    Gruß Rolf

  8. #8
    bohnenschorsch ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Metallgeschmack bei Siebträgermaschine und Mokkakanne - wie lange? Gegenmaßnahmen

    Ich hatte mal ein Mokkakännchen mit eigebauter Heizplatte. Es war ultra-billig und hat daher höchstwahrscheinlich in irgendeiner China-Butze das Licht der Welt erblickt.

    Dieses Kännchen roch und schmeckte brontal nach Metall. Wirklich durchdringend widerlich.

    Nach etwa 20 Benutzungen ging der Geschmack so lala, aber das Kännchen war dann kaputt. China halt. Ich habe das mit dem heftigen Metallgeschmack schon mal bei einem anderen Billig-Ding gehabt und mir zusammengereimt, dass die da irgendein ungeeignetes Alu verbasteln. Vielleicht so Metallschrott, der in Afrika aus alten Computerplatinen gewonnen wird.

    Da ja immer mehr Firmen in China fertigen lassen, wird das Problem zunehmen, vermute ich.
    Damit das gleich klar ist: Dein Espresso ist besser als meiner !

  9. #9
    galgo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Metallgeschmack bei Siebträgermaschine und Mokkakanne - wie lange? Gegenmaßnahmen

    " Vielleicht so Metallschrott, der in Afrika aus alten Computerplatinen gewonnen wird."

    das müssten dann aber noch originalplatinen von herrn zuse sein

    auf aktuellen gibt es viel teuerere metalle, was das großartig aus alu sein soll weiss ich nicht
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  10. #10
    jabl ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Metallgeschmack bei Siebträgermaschine und Mokkakanne - wie lange? Gegenmaßnahmen

    ... und noch mehr Tips, danke

    Klar, die Kännchen koch' ich noch ein paarmal mit Wasser ein. So langsam wird das Alu zumindest im unteren Teil innen etwas matt, sollte helfen. Merci

    Die Bialetti sowieso und auch die Butlers sind übrigens beide Made in Italy. Ein eBay-Dings hatte ich auch mal - da war's wie von Bohnenschorsch beschrieben noch viel schlimmer => Sperrmüll.

    Find's halt bissl schade, daß die Dinger nicht im Werk irgendwie vorbehandelt werden - das im Beipackzettel beschriebene "zweimal Wasser und einmal Kaffe kochen und wegschütten" ist jedenfalls viel zu wenig. Auch 'ne Form der Endmontage beim Kunden...

    Im Übrigen sind dafür meine Danesi-Tassen made in China. Aber Porzellan haben sie ja schon immer gekonnt Sind auch echt prima!

    Und meine Ariete habe ich nur ordenlich durchgespült nach dem Kauf, da sie ja laut Vorbesitzer (und auch nach optischem Zustand) kaum in Benutzung war. Deshalb schließe ich auch Entkalken seitens des Vorbesitzer aus. Denke eher, daß es nicht so gut getan hat, daß das Ding längere Zeit (zumindest einmal drei, vier Monate) rumstand, komplett entleert haben sie es vermutlich eher nicht.

    Werde also wohl einfach viel Wasser kochen und viele Leerbezüge machen. Der Kalk, Dein Freund und Helfer. Danke euch allen

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