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  1. #1
    Coffee2Bike ist offline Neuer Benutzer
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    Standard Espressoeinsteiger - Günstige Maschinen, bzw. "schmecke ich den Unterschied?"

    Hallo verehrte KN-User.

    Ich - schon immer etwas Kaffee-afin. Bin nach einem Italien-Urlaub und unzählingen Espressi an den dortigen Espressobars total im Espresso-Fieber.
    Ich trinke bisher günstigen Kaffe aus ner Schlagwerk-Mühle in der Frenchpress.

    Nun habe ich einge Tage hier im KN und im Kaffeewiki verbracht.
    Mir ist bewusst, dass ich ne gute frische Bohne benutzen muss und ich werde mir
    wohl eine Demoka-Mühle zulegen wenn das Angebot irgendwo passt.

    Ich denke ihr kennt das alle; man beschäftigt sich etwas mit einer Materie
    und denkt dann nur noch "ich brauche genau das! alles darunter ist totaler
    Mist und man kann es auch gleich sein lassen"

    Ich schaue nach gebrauchten Siebträgern bis 200€.
    Da stolpert man natürlich immer wieder über die Gaggia CC.
    Mein problem: Ich finde sie optisch wirklich nicht schön....
    Alternativ gibt für mich die Isomac giada, Isomac Venus, Bazzar A2, Miss Silvia (preislich etwas drüber).

    Nun stellt sich mir die Frage: Als Anfänger, SCHMECKE ich den unterschied dieser Maschinen?
    Oder beschränkt es sich auf sich Feinheiten wie MV/kein MV.

    Wie lange muss man z.B. warten um den Siebträger wieder zu lösen wenn man kein MV hat?

    Ich plane am Morgen 1-2 Espressi oder Cappus zu trinken, über den Tag logischerweise weitere


    Vielen Dank für die kommenden Antworten,
    ich hoffe ihr als Profis rollt bei derartigen Fragen nicht mit den Augen

  2. #2
    Tica ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Espressoeinsteiger - Günstige Maschinen, bzw. "schmecke ich den Unterschied?"

    Hallo,

    nachdem ich 20 Jahre lang einfache Saeco Siebtraeger hatte bin ich auf besagte Gaggia Classic umgestiegen. Der wesentliche Unterschied: mir gelingt es wesentlich einfacher, bequemer und konsistenter einen vernünftigen Espresso zuzubereiten.
    Beim Umstieg habe ich mir auch eine Weile Gedanken gemacht - rein optisch war die Gaggia auch nicht mein Favorit (ich fand die Puccino mit den Kippschaltern und Manometer so schick ), ich empfinde sie aber auch nicht als haesslich, eben schlichtes "old school" Industriedesign. Meine persönliche Meinung: wenn du dich grob innerhalb einer "Klasse" bewegst, dann sind die wesentlichen Unterschiede mehr in der Optik und der Bedienung (und hier werden Vor-/NAchteile oft unterschiedlich empfunden) zu finden als am Ergebniss in der Tasse. Und die Preisbildung hat zuletzt zum größten Teil etwas mit der Markenführung zu tun (z.B. Mehrpreis Pavoni Puccino).

    Ich glaube nicht, dass ich den Unterschied zwischen einem Espresso aus einer Silvia, einer Puccino oder Gaggia merken würde - vorausgesetzt alle anderen Parameter bleiben gleich (v.a. das Können des Bedieners .)
    Für mich war eher die Frage , ob ich gleich den Sprung in die "Klasse" der Zweikreiser machen will.

    Am Ende war für die Wahl der Gaggia dann ausschlaggebend, dass ich mich doch für einen Einkreiser entschieden habe und den Aufpreis für die Puccino nicht hinlegen wollte.

    Am besten du gehst zu einem Händler vor Ort, wo du die Maschinen angucken kannst. Und entscheidest dann nach Gefühl!



    Viel SPass
    Tica

  3. #3
    Tica ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Espressoeinsteiger - Günstige Maschinen, bzw. "schmecke ich den Unterschied?"

    ich drücke immer zu schnell....

    Noch zwei Antworten auf deine Fragen:

    Bei Maschinen ohne MV kannst du auch gleich den ST abnehmen, suppt halt nur etwas (war zumindest bei meinen Saecos so)

    Ich habe ein ähnliches Trinkverhalten wie du: 1, 2 Cappus am Morgen, dann 1, 2 Espressi, evtl. nochmal einen Cappu. Entsprechend doppelte Menge , wenn wir zu zweit sind. Geht mit der Gaggia (oder anderem ähnlichen ST wie Silvia) problemlos.

    Gruß
    Tica
    Geändert von Tica (13.08.2011 um 15:29 Uhr) Grund: Ergänzung

  4. #4
    espressionistin ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Espressoeinsteiger - Günstige Maschinen, bzw. "schmecke ich den Unterschied?"

    Hallo!

    Das Thema ob man den Unterschied schmeckt, gabs hier schonmal.
    Schmeckt man den Unterschied je nach Maschine?
    Fazit bzw. Allgemeiner Konsens war glaub ich: nein, schmeckt man nicht, wobei die Maschinen ein gewisses Level haben sollten. Also genügend thermische Masse und kein Cremasiebgedöns.

    Grüße,
    Sabine
    Grüße,
    Sabine


  5. #5
    hitch-hiker ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Espressoeinsteiger - Günstige Maschinen, bzw. "schmecke ich den Unterschied?"

    Hi,

    Ob man den Unterschied schmeckt ist immer subjektiv. Ich denke das es beim Geschmacksinn auch eine Gauss-Verteilung und somit eine mittlere Bandbreite gibt, welche Geschmacksnoten noch unterscheidbar sind.

    Andererseits lernt der Geschmackssinn auch, wenn er genügend neue Reize bekommt. Vor dem Kaffee-Netz war mein Standard-Kaffee der von *ldi vorher lange Mocca Vienna. Mein Bestreben war mit Hilfe von VacPot/FrenchPress aus diesen billigen Sorten guten Kaffee rauszuholen. Gerade gegenüber dem Zeug, das Kollegen und Freunde aus teureren Sorten (Jacobs Dröhnung, Tchibo) aus einer elektrischen Tröpfelmaschine erhielten, war ich auch ausgesprochen zufrieden.

    Dann kam die Gaggia und frische Bohnen. Durch die vielen Tests, Einstellungen usw. habe ich bestimmt einen Monat überhaupt keinen normalen Kaffee mehr gekocht (Senseo zum Wachwerden zähle ich jetzt mal nicht).
    Dann mal ein paar frischere Bohnen besorgt, gemahlen und mit Santos bzw. FP getestet. Irgendwie fand ich die aber nicht so toll.

    Also wieder mal einen Vakuum-Block vom Aldi mitgebracht. Das Ergebnis war wirklich erschreckend: Diesen Kaffee den ich als kräftig, fast mocca-artig in Erinnerung hatte schmeckte plötzlich säuerlich und dünn!
    Das relativiert zwar auch die Fehlversuche mit den frischen Bohnen etwas, zeigt aber etwas viel wichtigeres:

    Allein durch den guten Espresso, konnte die Geschmacksnerven unterschiedliche Nuancen "lernen", so das ich glaubte, einen vollkommen anderen (schlechteren) Kaffee zu trinken.

    Insofern halte ich es für möglich, das jemand mit dem "absolutem Geschmack" bei zwei Maschinen deutliche Qualitätsunterschiede finden kann. Aber welcher ihm dabei besser mundet ist bestimmt nicht vom Preis oder irgendwelchen Theorien "wie Kaffee am besten zubereitet" wird abhängig, sondern von den jeweiligen persönlichen Vorlieben.

    Für "Untrainierte" ist u.U. schon der Unterschied zwischen 2 verschiedenen ähnlichen Sorten nicht mehr erschmeckbar. Was solls, wenn es schmeckt hat man eine Wahl getroffen.

    Zu der Gaggia: Eigentlich finde ich die ziemlich toll - aber wenn sie dir optisch nicht gefällt, solltest du überlegen, ob das so bleiben wird. Die Preisdifferenz zu z.B. Silvia ist zwar vorhanden, aber wenn du jedes Mal bei einem Espresso/Cappu 5 sec unglücklich auf die Gaggia schauen must, ist es sicherlich besser eine andere zu nehmen. Schliesslich muss auch ab und zu eine Wartung erfolgen. Je besser man die eigene Maschine findet, desto mehr Spass macht es auch etwas mit und für sie zu tun.

    Ich hoffe, das das ein paar Denkanstösse sind.

    Gruss
    Mike
    Gaggia Classic
    Mühle: Iberital

  6. #6
    deus ex macchina ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Espressoeinsteiger - Günstige Maschinen, bzw. "schmecke ich den Unterschied?"

    Man könnte es wohl ehr so sagen: Je besser* die Maschine, desto einfacher ist es, reproduzierbar gute Ergebnisse zu erzeugen - gerade für eine Anfänger.

    * große thermische Masse und 2 Kreise/Boiler für die Temperaturstabilität, evtl. einfache Temperaturverstellbarkeit für verschiedene Bohnensorten
    Elektra Sixties Deliziosa A3, V60, AeroPress // Mazzer Kony E, Mazzer Super Jolly, Hario Slim

  7. #7
    Kaspar Hauser ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Espressoeinsteiger - Günstige Maschinen, bzw. "schmecke ich den Unterschied?"

    Von den Dingen, die man durch Geld beim Kauf bestimmen kann, wird die Qualität des Ergebnisses wird mehr von der Bohne (frisch handwerklich geröstet) und der Mühle (korrekte Partikelgrößenverteilung für Espresso und genau genug/stufenlos einstellbar) bestimmt.

    Geld in die Maschine zu stecken erleichtert es einem, die für die Qualität nötigen Parameter von der Maschine abzurufen. Bei Maschinen, denen bestimmte Features fehlen, muß man mehr um die Fehler der Maschinen herumarbeiten. Einige sind nur durch Tuning Maßnahmen zu beheben.

    Aber selbst bei teuren Gastromaschinen muß man deren Eigenheiten kennen und bei der Bedienung berücksichtigen.
    Einfach nur Knopfdrücken und Gut gibt es nirgends.
    Je besser die Maschine ist, desto weniger schlimm ist es aber, wenn man einfach nur auf den Knopf drückt

    Leider haben viele Heimmaschinen, vermutlich aus Sparsamkeit der Hersteller, Fehler eingebaut, die dafür Sorgen, daß einige Parameter wie Temperaturkonstanz, Flußrate oder Druck zu weit vom Ideal abweichen.
    Um diese zu beheben, haben sich für diese Maschinen einige Standard-Tunings etabliert, die häufig erprobt sind, wenig kosten und deren Umsetzung auch noch Spaß macht

    Eine gute Basis scheinen die Gaggia CC, Rancilio Silvia und Isomac Venus (bei der bin ich mir sicher, sie hat außerdem zusätzlich ein Manometer) darzustellen.
    Darunter nimmt der Ärger überproportional zu

    Viele Grüße
    Sven
    Isomac Venus mit Bypass und EX 4 + Ascaso i-1 - Zweigruppige GEM auf der Werkbank
    Nach vier Jahren mit Volvic: Null Kalk!!!

  8. #8
    XPert ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Espressoeinsteiger - Günstige Maschinen, bzw. "schmecke ich den Unterschied?"

    Ich weiß, über Geschmack lässt sich nicht streiten aber vielleicht ein paar Anmerkungen zur Optik der CC: Eine natürliche Schönheit ist das Gerät sicher nicht und auch die Verarbeitung zeigt Parallelen zu den Leidensgeschichten von Alfa Romeo-Fans (Das ist kein Fehler, sondern Charakter). Aber ich finde es trotzdem spannend, dass es dieses schlichte Gerät schaffte bald 35 Jahre in Produktion zu bleiben ohne irgendwann mit irgendwelchen Anzeigen oder Chromzierrat kostümiert zu werden, obwohl der Zeitgeist die Nachfrage nach chromglänzenden Ziermaschinen verstärkte.

    Da steht dieses "hässliche Entlein" mit dreieinhalb Jahrzehnten auf dem Buckel im Laden neben einer FrancisFrancis Maschine, die vorgibt den 50er Jahren zu entstammen, in Wirklichkeit aber erst vor ein paar Jahren auf den Markt kam.

    Ich finde das sehr ehrlich. Wenn Gaggia den 50. Geburtstag überlebt sollte man die CC mal dem MoMA vorschlagen.

    Gruß XPert
    Rancilio Rocky Dosatore • Gaggia Classic • Bialetti Brikka •

  9. #9
    Blümchenkaffee ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Espressoeinsteiger - Günstige Maschinen, bzw. "schmecke ich den Unterschied?"

    Zitat Zitat von XPert Beitrag anzeigen
    IAber ich finde es trotzdem spannend, dass es dieses schlichte Gerät schaffte bald 35 Jahre in Produktion zu bleiben ohne irgendwann mit irgendwelchen Anzeigen oder Chromzierrat kostümiert zu werden, obwohl der Zeitgeist die Nachfrage nach chromglänzenden Ziermaschinen verstärkte.
    das ich finde auch, zumal dieses Gerät auch einen guten Cafe macht.

  10. #10
    Carboni ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Espressoeinsteiger - Günstige Maschinen, bzw. "schmecke ich den Unterschied?"

    Zitat Zitat von Blümchenkaffee Beitrag anzeigen
    das ich finde auch, zumal dieses Gerät auch einen guten Cafe macht.
    Dem kann ich mich nur Anschließen!!! Ein Hoch auf die Gaggia!!! Ich besitze noch eine wunderschöne Pavoni aber die Gaggia ist und bleibt für mich die Nummer eins.(Man muß auch nicht so viel an ihr rum-putzen und wienern.) Bei der Pavoni sieht man jeden Spritzer.
    Ihr Aussehen ist doch gar nicht so übel! Ich habe eine Eureka-Mühle daneben stehen und die beiden passen gut zusammen finden ganz viele Besucher.

    Komme gerade aus dem Italien-Urlaub und habe viele Bars getestet und ich bin der Meinung meine Gaggia kann mit den Großen mithalten. Denn nach 2 Jahren üben sind wir ein gutes Team geworden.
    Ciao Carboni

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