Nachdem in meinem Beitrag Stromverbrauch beim Aufheizen im Vergleich der Systeme ja leider nicht so viel zusammengekommen ist, versuche ich es nochmal direkt mit den 3 verbliebenen Kandidaten. Die Zweikreiser habe ich jetzt mal aussen vor gelassen, da mir zu groß und der Energieaufwand mir für meine (bisher) meistens 2-3 Espressi plus 1-2 Cappus übertrieben vorkommt. Auch wenn eher selten genutzt, ist das Handling allgemein und speziell für Milchgetränke jetzt wohl letztendlich entscheidend zwischen den Dreien.
Vielleicht kann ein Besitzer einer Maschinen ja doch noch Hilfreiches dazu hinzufügen. Der Preis ist erstmal nicht so auschlaggebend (150 EUR mehr merkt man nach 1 Jahr nicht mehr, Ärger bei der Bedienung ständig).
Zusammenstellung der Stärken und Schwächen aus meiner Sicht.
- Lelit PL41TEM:
+ schön klein
+ sollte schnell auf Betriebstemperatur sein => niedriger Stromverbrauch
+ einstellbare Temperatur durch PID, dadurch Anpassung an "schwierige" Bohnen möglich
+ Temperatur auch bei der EM ohne PID schon hinreichend konstant im Vergleich zur Silvia z.B.? Jedenfalls gibt's wenig Beschwerden im Netz
+ nach Aussagen von Besitzern im Netz macht sie sehr guten Espresso
- kleiner Boiler (220ml) heisst aber auch: während des Bezuges vermutlich Temp.abfall (wie passt das zu Aussagen oben?)
- 57mm-Siebe: sind zwar anscheinend okay, aber Ersatzsiebe selten, LA 1er geht nicht etc.
- Dampfpower: sollte angeblich für 2 Cappus reichen, es gibt aber unterschiedliche Aussagen dazu. Wie verhält sich das im Vergleich zu Quickmills oder einem größeren Boiler (0,5 l bei BZ09)? Heisst doppelte Boilergröße = doppelt so viel Milch aufschäumbar?
- unpraktischer Wasserbehälter. Es gibt die "Lösung" mit dem Trichter, hört sich für mich aber trotzdem nervig an.
- Quickmill 3004 Cassiopeia:
+ ähnlich schnell wie Lelit, mind. genauso niedriger Stromverbrauch
+ Standard-Siebmaß; allerdings nicht Standard Siebträger ? Bodenlos scheint nicht erhältlich zu sein
+ Wassertank gut zugänglich / seitlich entnehmbar
+ geringe Verkalkungsproblematik bei Thermoblock
+ laut Aussagen im Netz recht temp.stabil beim Bezug (+/- 1 Grad ?)
+ Dampf für Cappu schnell bereit wie bei 2-Kreiser
- aber Dampfpower eher schwach, spart man durch weniger Dampf beim Milch aufschäumen da überhaupt Zeit gegenüber einem 1-Kreiser? Wie hat man sich das im Vergleich zu kleiner Lelit oder größerer Bezzera vorzustellen?
- zweiter Thermoblock eigentlich überflüssig, 3004 nur wg. leidiger Dampfventilprobleme bei 3000 "nötig" (100 EUR Mehrpreis wg. besserer Lösung für Ventil?)
- mich stört etwas, dass man den Dampf gar nicht regeln kann
- kein Expansionsventil => Druck anscheinend für manche zu hoch, macht umständlichen Eigenumbau nötig (bei 3004 wg. Platzproblemen wohl verschärft)
- auch Temperatur scheint nicht optimal zu sein, manche meinen: zu kalt ?=> dito, aber wohl einfacher (Zwischenlegscheibe?)
- Bezzera BZ09:
+ großer Boiler (500ml) => mehr Temp.stabilität zu erwarten
+ dadurch wohl auch mehr und stärkerer Dampf
+ (einstellbares) Expansionsventil
+ Temperatur am Boiler (bei abgenommener Verkleidung) in Maßen einstellbar, aber nicht so komfortel wie PID bei Lelit
- ziemlich groß
- dürfte dadurch länger zum Aufheizen brauchen und mehr Strom dabei verbrauchen, was nur für Espresso eigentlich unnötig wäre...
- bei der Größe könnte man eigentlich gleich einen 2-Kreiser wie BZ07 oder BZ10 nehmen, aber davor schrecke ich wg. noch mehr Masse und Strombedarf bei (momentan) meistens Espresso zurück
- Wasserbehälter fast so eng wie bei Lelit, durch größere Bauhöhe beim Eingießen per Trichter noch weniger Platz unter Hängeschrank
Mehr fällt mir jetzt erstmal nicht ein...
Um Fragen vorzubeugen: eine Eureka MCI, Compak K3 oder Bezzera BB005 ist sowieso mit im Budget.
Asphaltradler


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