Hi,
ok, mein Kopf wird langsam rechteckig und ich könnte mir auf'm Stirn Tassen vorwärmen... ihr sieht, ich war am KN Lesen
Es steht bei mir eine Siebträgermaschine auf dem Weihnachtszettel. Sie macht natürlich keinen wirtschaftlichen Sinn, da ich nur einen Espresso/Doppio morgens trinke und höchstens am Wochenende käme die Maschine richtig in Einsatz, es ist aber so, dass ich einen guten Espresso schätze und leider in einem Dorf wohne.
Ich habe mich mehr oder minder für einen Zweikreiser entschieden (meine Frau und ihre Freundinnen trinken Cappuccino), ins Auge habe ich mir die Bezzera Giulia gefasst. Jetzt wollte ich fragen, ob ich richtig liege, oder ob es etwas gibt, was besser passen würde.
Vorne weg: ich glaube, aus allen auf dem Markt verfügbaren Maschinen dieser Preisklasse kriegt man mit Übung ein vernünftiges Espresso. Optisch schenken sich die Maschinen auch nicht immens viel. Was für mich ein Unterschied (und somit ein Kaufkriterium) ausmacht ist, wie das 'unter der Haube' konzipiert ist.
Meine Wünsche:
#1 Da ich die Maschine gerne an eine Zeitschaltuhr hängen möchte, hätte ich es gerne, dass Entlüftungsventil, Expansionsventil usw. zum Tank zurück bzw. in die Abtropfschale sauber abgeführt sind. Ich will beim leicht undichtem Ventil kein Kurzschluss in der Elektrik, Punkt. Wenn ich die Kaffeemaschine nicht an einer Zeitschaltuhr 1h vorm Aufstehen hängen kann, brauch ich sie nicht kaufen.
#2 Ich hätte gerne ein Brühdruckmanometer. So, wie ich es verstanden habe, wäre es ein zusätzlicher Hinweis für wenn man was beim Mahlen und Tampern falsch macht.
#3 Ich hätte gerne ein Expansionsventil im KW-Bereich, so dass ich - wenn's mir mal danach ist - auch an dem Brühdruck drehen kann. Ich will es zuerst nicht machen, aber den Weg möchte ich mir nicht zubauen.
#4 E61 Gruppe, einfach da sie schön ist und ich finde die mechanische Steuerung ansprechend. Das kann ich mir ggf. wegdiskutieren lassen (BZ10?).
#5 Ich möchte, dass ich die Maschine beim Einspannen des Siebträgers nicht festhalten muss (BZ10...). Egal, wie dumm es sich anhört, wenn ich €1000+ auslege, will ich, dass es sich solide anfühlt und nicht auf dem Tisch nach belieben tanzt. Klar, man kann's festdübeln.
#6 Möglichst wenig Elektronik. Mengenautomatiken usw. reizen mich nicht. Und wenn's mir danach ist, kann ich sie besser bauen, als das, was in der Serie verbaut wurde.
Ein isolierter Kessel ist mir weitgehend egal, da ich die Maschine nicht im Dauerbetrieb betreiben möchte.
Eine Mühle habe ich nicht vergessen (BB005 wahrscheinlich).
Ich würde gerne von Euch hören, ob die Giulia die Anforderungen erfüllt, ggf. ob es eine besser gelöste Maschine gäbe und ob ich etwas wichtiges vergessen hätte.
Budget: Giulia kann ich mir leisten. Olympia kann ich mir auch leisten, will aber nicht. Ich bin bereit Geld auszulegen, wenn ich einen guten Grund sehe, es zu bezahlen. Ich lebte auch recht lange ohne einen ST, ich kann auch ein oder zwei Monate warten, ich will es günstig, aber nicht billig. Ich lege lieber ein Bisschen mehr aus, als ich den Kauf nachher bereuen soll. Eine Maschine in absehbarer Zukunft durch eine bessere zu ersetzen kostet mehr, als gleich die richtige zu kaufen.
Danke im Voraus für Eure Antworten,
Marek
PS: bin kein deutsche, bitte entschuldigt mich für meine Sprachfehler. Für mangelnde Logik dürftet ihr mich prügeln ;P


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