Festwasser habe ich ja schon seit Jahren an meiner Uno. Immer wieder nagte aber ein Rest an Unsicherheit in mir:
- Was ist wenn die Maschine doch das Lecken anfängt und keiner ist zu Hause? Solange man den Zugang nicht konsequent absperrt könnte Wasser ja schon allein durch den anliegenden Leitungsdruck rauskommen.
- Und was ist, wenn die Maschine sich morgens Zeitschaltuhr gesteuert einschaltet und schon beim Kesselfüllen ein Unglück geschieht?
Irgendwann hatte unser Moderator Stefan hier z.B. von einem Eiscafe oder einer Pizzeria berichtet, bei der die Maschine über Nacht den ganzen Betrieb geflutet hatte. Ich glaube es war ein hängendes Entlüftungsventil oder andere Undichtigkeit die mit einer nicht ansprechenden Füllstandssonde ein übles Szenario aufbaute. Es mag auch anders gewesen sein, am Ende war der Laden aber wohl schwer beschädigt.
Ich habe in meinem Leben schon zwei Wasserschäden erlebt:
- Das eine mal in einer Tiefparterrewohnung zu Studentenzeiten. Damals war der Zuleitungsschlauch zur Boilerdusche geplatzt. Als ich aus dem Bett stieg hatte ich die Füße im Wasser stehen.
- Das andere mal hat in der Wand ein Warmwasserkupferfitting einen Haarriss gebildet. Dummerweise war auf der einen Seite der Wand verfliester Rigips auf der anderen eine 4m langer Wandschrank. Erst als das Wasser im Keller ankam, das Parkett von unten durchfeuchtet und hinter dem Schrank an der feuchten Wand der Schimmel tobte war klar, was passiert ist.
Ich schweife ab. Aber es dürfte klar sein, warum ich so etwas nicht noch einmal erleben will.
Aber selbst wenn die Versicherung bezahlen sollte, steht man nachher nicht besser als vorher da, hatte aber einen Haufen unbezahlten Stress und Arbeit. Ganz abgesehen davon bezweifle ich stark, dass die Versicherung zahlt, wenn sie erfährt, dass man selber Leitungen gelegt und eine Gastromaschine ohne professionelle Wartung betrieben hat.
Meine Lösung sieht nun wie folgt aus:
a) Greisinger Leckwassermelder GEWAS 191 AN. Die nähere Beschreibung kann man sich ergoogeln. Mittels Sensor wird ermittelt ob sich an Punkt X eine Pfütze bildet. Bei Wasserhöhe ab 0,5mm wird ein Magnetventil direkt hinter dem Druckminderer geschlossen und das angeschlossene 220-Voltgerät mit einem Anschlußwert bis 16A abgeschaltet.
b) Ein Sensor ist unter unserer Spüle fest montiert. Hier wird die neue Enthärtungsanlage (dazu in gesondertem Thread später mehr) permanent überwacht.
c) ein zweiter Sensor liegt direkt unter der Uno. Da ich zufällig noch eine 5mm hohe Edelstahlwanne hatte, die genau unter die Uno passt, ist auch sichergestellt, dass jede Art von Leck zum Sensorkontakt führt.
d) Die Zeitschaltuhr an der bisher die Uno direkt hing. Mittlerweile wird darüber der Leckwassermelder angesteuert.
Und so spielt das Ganze zusammen:
- Erst wenn die Zeitschaltuhr das Steuergerät des Leckwassermelders mit Strom versorgt wird das Magnetventil geöffnet, denn es ist stromlos geschlossen. (Dazu habe ich ein Verlängerungskabel in die Zeitschaltuhr gesteckt und am anderen Ende unter der Spüle eine Aufputzsteckdose montiert.)
- Zeitgleich bringt der Leckwassermelder Spannung zur Maschine, die dann z.B. umgehend den Kessel nachfüllen kann.
Ergo: Nur wenn die Maschine an sein soll, steht sie auch unter Leitungsdruck.
-Sobald an einem der Sensoren Wasser anliegt, wird:
- sofort das Magnetventil geschlossen,
- die Espressomaschine stromlos gemacht
- und zusätzlich ertönt ein Alarmton.
- Sollte ein Sensorstecker aus dem Steuergerät gezogen oder das Kabel durchtrennt werden, wird ebenfalls das obige Szenario ausgelöst.
Ich kann mir jetzt noch überlegen, ob ich den Panzerschlauch zur Maschine mit einem Flexschlauch ummantel. Sollte der Panzerschlauch hinter den Küchenmöbeln platzen, würde das Wasser aufgefangen und unter die Spüle zum Sensor geleitet.
Aber eigentlich habe ich volles Vertrauen in den "Panzer"schlauch. Nur wenn ich es mir recht überlege: Ist hier nicht schon mal jemandem so ein Ding in der Küche geplatzt. 5 Jahre nach Bezug des Neubaus...
Ich glaub ich mach das auch noch!
Einen solchen Leckwassermelder von Greisinger haben wir übrigens auch schon seit ~10 Jahren Jahren unter der Waschmaschine. Dauerhaft sind die Dinger, auch das Magentventil, selbst wenn es aus Kunststoff ist.
Den neuen habe ich gebraucht und günstig auf dem Flohmarkt gekauft, den ersten auch dort (oder in der Bucht?). So genau weiß ich das nicht mehr.
Ein Bild gibt es hier:
Da ist die Uno noch nicht eingesteckt, weil ich ihr erst ein längeres Netzkabel spendieren musste, das dann auch bis unter die Spüle reicht.
Aber seit ein paar Stunden ist alles komplett!![]()


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