AW: Brandneue Vivaldi mini: Technisches oder Benutzer-Problem?

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Nicht die Bohne
Niedrige Duschplatte hatte ich direkt mitbestellt und eingebaut. Ich denke das Problem ist, dass ich bisher mit dem 1er Sieb gearbeitet habe. Da passt wohl einfach nicht genug rein.
Um dich jetzt noch mehr zu verwirren
: Das Einersieb halte ich nicht für das Problem. Der Unterschied von Einer zu Zweier ist bei Spaziale wegen des geringeren Durchmessers nicht so groß wie bei den E61ern. Lediglich muss nach meiner Erfahrung in das Einer deutlich mehr rein als die Hälfte des Zweier - sprich: 9-10g vs. 16g. Aber da sind andere auch anderer Meinung, das musst du selbst experimentieren.
Und die Leerbezüge sind durchaus auch sinnvoll - zwei sind allerdings Quatsch. Hintergrund: Die Vivaldi muss nach längerer Standzeit nicht runtergekühlt, sondern aufgeheizt werden. Die Brühwassertemperatur ist stabil. Aber der Brühkopf kühlt etwas ab. Wenn ich die Maschine eine Stunde stehen hatte, drücke ich als erstes eine Doppelportion Wasser durch, während ich mahle. Dann siehst du, wie die Temperatur erst bleibt, dann runter geht, dann wieder hoch. Danach dann bleibt sie sehr stabil, solange der Brühboiler am Stück betrieben wird.
(Anders verhält es sich mit dem Dampfboiler: Hier ist nach vier oder fünf Cappus am Stück erst mal eine Aufzeizpause angesagt.)
Zur Wassermenge: Es ist doch klar, dass Bohnensorte, Bohnenalter, Mahlgrad und evtl auch Tamperstärken (wobei man letzteres nicht überbewerten sollte) etc sich auf die Menge in der Tasse auswirken: Der Flowmeter misst das einfließende Wasser, aber nicht, wie viel das Kaffeemehl aufsaugt. Davon wird aber mit bestimmt, wie viel nachher in der Tasse landet.
Und noch zum Upgrade: Offenbar hast du dich auf die Gaggia schon sehr gut eingespielt gehabt. Niemand hat (seriöserweise) behauptet, dass eine Vivaldi unter Garantie besseren Espresso macht als eine CC. Es gilt doch immer als Credo hier: Alles von Gaggia CC oder Rancilio Silvia aufwärts ist tauglich für perfekten Espresso. Was ein Upgrade zu einer teureren, v.a. zu einer Dualboilermaschine bringt, ist Reproduzierbarkeit und Bedienkomfort. Du wirst dich noch auf die Vivaldi einstellen müssen - ich bin sicher, du wirst die nicht mehr missen wollen. V.a. die Milchschäumfähigkeiten (mit der kleineren Düse) und die Temperatureinstellungsmöglichkeiten werden noch viel Spaß bringen, da bin ich sicher.
Viele Grüße
Dirk
zu Hause: La Spaziale Vivaldi & Mahlkönig Vario home
unterwegs: Mypressi Twist & Sözen-Handmühle
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