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Thema: Bullone Rosso

  1. #1
    haemmi ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Bullone Rosso

    Hallo Leute,

    Bullone Rosso soll eine neue Technologie von Brasilia für Wärmetauschermaschinen sein. Hier der Prospekt:
    http://www.brasilia.it/pdf/ita/bullone-rosso.pdf

    Laut Werbung soll die Temperatur der Gruppe unter allen Betriebsbedingungen maximal um 0,5 Grad schwanken und eine bis zu 30 % höhere und mit Handhebelmaschinen vergleichbare Extraktion ermöglichen.

    Interessant finde ich auch gerade diese Einbeziehung von Handhebelmachinen in den Vergleich. Demnach wären auch diese den traditionellen Pumpenmaschinen turmhoch überlegen. Wenn das alles wirklich so drastisch ist, wie hier die Werbung glauben machen will, dann dürfte aber keiner der Pumpensiebträgermaschinenbesitzer mehr über die Vollautomaten dünkelhaft in Sachen erreichbarer Kaffequalität die Nase rümpfen, da er selbst im Glashaus sitzt.

    Hat jemand Informationen darüber, was jenseits aller Werbesprüche technisch hinter Bullone Rosso steckt?

    Gruß, Andreas

  2. #2
    akin ist offline Erfahrener Benutzer
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    danke für das Link.
    Es ist ja ein shickes Knopfchen was sie da auf der Gruppe haben

    Leider sagt das Presentation nicht so viel.

    Vielleicht ist es ja was der Micheal Teahan in dem Thread gemeiint hat :
    http://www.home-barista.com/forums/v...ight=simonelli

    er hat geschrieben :
    The winner of the competition was NOT Marzocco. It was Brasilia. They were disqualified because they used a modified machine in the test.
    Ich finde allerdings 30% mehr extraktion nicht unbedingt gut, das heißt ja nicht anderes als 'überextraktiert' , oder ?

    Akin
    La Spaziale Vivaldi , Carimali Uno E , modded La Pavoni, Cimbali Junior Muhle, stufenloss Gaggia MDF *

  3. #3
    koffeinschock ist offline Erfahrener Benutzer
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    hehe..cooler name... "der rote bolzen" und nur weil die ne rot gefärbte schraube in den brühkopf gedreht haben, ist die maschine in der lage einen intensiveren geschmack zu erzeugen, sprich: mehr geschmacksstoffe aus dem kaffeepulver zu extrahieren (das war wohl damit gemeint...) und eine sagenhafte temperaturstabilität während des bezuges zu generieren...?!
    da wärs mal interessant zu erfahren, wie die das gemacht haben (vielleicht steckt da ja technologie der brasilia "kilo" dahinter - für mich noch immer DIE espressomaschine schlechthin....)
    Optimismus ist nur ein Mangel an Information.
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  4. #4
    akin ist offline Erfahrener Benutzer
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    Ich habe eine Idee was es sein könnte.
    Ich glaube es ist ein 'Thermoregulatedvalve'. Die Ventile geht zu wenn eine bestimmte Temperature erreicht ist. Somit wird der Thermosyphonlauf untergebrochen wenn die Gruppe heiß genug ist. Theoratisch hat dann die Gruppe immer ungefähr gleiche Temperature. Mann muss dan halt nur Wasser lassen um das HX zu kühlen.
    Akin
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  5. #5
    haemmi ist offline Erfahrener Benutzer
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    Danke auch für den Link mit Michael Teahan.

    Ist interessant zu lesen, was ein alter Fahrensmann wie er zu der Hysterie um die absolute Temperaturstabilität während des Bezugs zu sagen hat. Wenn ich das richtig verstehe, hält er persönlich die Temperaturprofile von Wärmetauschermaschinen den flachen Linien der Dualboilermaschinen auf keinen Fall für unterlegen.

    Auch nachdenkenswert finde ich, daß nach seiner Einschätzung Faema und Cimbali mehr technisches Wissen über die Konstruktion von Espressomaschinen besäßen als der Rest der Espressowelt zusammen und es naiv wäre zu glauben, die wüßten nicht, was sie tun. Auffällig ist jedenfalls, daß es immer gerade die kleinen Klitschen oder Bastler sind, die glauben, die Erpressotechnik mit ein paar Tricks entscheidend revolutionieren zu können.

    Gruß, Andreas

  6. #6
    koffeinschock ist offline Erfahrener Benutzer
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    ja..in der tat...wobei nicht zu vergessen ist, daß wohl in diesem "alten" umfeld viele sachen schon durchgekaut worden sind. nett auch, daß die firmen wohl zu ihren produkten stehen - LM durchgängig mit dualboiler-maschinen, vbm überall thermosyphon mit e61. das ist bei den italienern auch, meiner meinung nach, durchgängiger, als bei anderen herstellern. ob und wie etwas besser ist und warum das so ist wird wohl nie erörtert werden, solange jeder ein unterschiedliches geschmacksempfinden an den tag legt.
    ich denke auch nicht, daß die verschiedenen brüheinheiten nur auf thermische stabilität hin, entwickelt werden, das ist nur einer von vielen aspekten. wie man bei den amis lesen kann, steht da sehr wohl ein bestimmtes brühverhalten dahinter und die daraus resultierende behandlung des kaffees.....
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  7. #7
    koffeinschock ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von akin
    Ich habe eine Idee was es sein könnte.
    Ich glaube es ist ein 'Thermoregulatedvalve'. Die Ventile geht zu wenn eine bestimmte Temperature erreicht ist. Somit wird der Thermosyphonlauf untergebrochen wenn die Gruppe heiß genug ist. Theoratisch hat dann die Gruppe immer ungefähr gleiche Temperature. Mann muss dan halt nur Wasser lassen um das HX zu kühlen.
    Akin
    keine üble idee...fragt sich dann in der hinsicht nur, warum das noch keiner vorher verbaut hat?
    stellt sich direkt die frage, ob sowas wohl nachzurüsten geht im dauerbetrieb ist das aber ja auch kein thema, da das hx-wasser wesentlich kälter ist als im stillstand und wohl das ventil dann ständig auf wäre...
    vielleicht ist das auch nur eine von vielen verbesserungen/optimierungen, welche durchgeführt wurden, aber leider hält sich brasilia bedeckt mit infos, außer, daß das quasi der meilenstein schlechthin ist....
    könnte mir auch gut vorstellen, daß das einfach nur eine art logo ist, welches für auf bestimmte art und weise modifizierte maschinen steht, wie "S" oder "M" oder "AMG" bei autoherstellern...
    Optimismus ist nur ein Mangel an Information.
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  8. #8
    Technum77 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von haemmi
    Danke auch für den Link mit Michael Teahan.

    Ist interessant zu lesen, was ein alter Fahrensmann wie er zu der Hysterie um die absolute Temperaturstabilität während des Bezugs zu sagen hat. Wenn ich das richtig verstehe, hält er persönlich die Temperaturprofile von Wärmetauschermaschinen den flachen Linien der Dualboilermaschinen auf keinen Fall für unterlegen.

    Auch nachdenkenswert finde ich, daß nach seiner Einschätzung Faema und Cimbali mehr technisches Wissen über die Konstruktion von Espressomaschinen besäßen als der Rest der Espressowelt zusammen und es naiv wäre zu glauben, die wüßten nicht, was sie tun. Auffällig ist jedenfalls, daß es immer gerade die kleinen Klitschen oder Bastler sind, die glauben, die Erpressotechnik mit ein paar Tricks entscheidend revolutionieren zu können.

    Gruß, Andreas
    Hallo Haemmi,

    sicher haben La Cimbali und Faema eine Menge Erfahrung. Doch häufig sind es die jungen, kleinen, Firmen, jene welche noch hungrig auf Erfolg sind, die neue Aspekte und Bewegung in die Situation bringen.

    Gerade alte, eingesessene, Firmen haben häufig das Problem einer gewissen Schwerfälligkeit, die sich in dem Satz begründet "Die anderen müssen erst einmal so weit kommen...". Selten sind es jene Firmen, die Innovationen bringen.

    Auch IBM hat als Hersteller von Büromaschinen einmal gesagt, wir haben mehr Erfahrung als alle anderen, wir brauchen so einen Quatsch wie DOS nicht, soll es doch der kleine Herr Gates selber vermarkten.

    Stillstand ist Rückschritt!


    Gruß
    Technum77
    Bezzera 99 + Mazzer Mini Elektronik A

    Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen.

    Wenn zwei Menschen immer dasselbe denken,ist einer von ihnen überflüssig.
    Winston Churchill

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