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  1. #1
    TobMan ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Seitenwände lackieren - La Scala Butterfly

    Hey...

    Ich liege auf dem Bett und will eigentlich für's Abi lernen...
    Gleichzeitig starre ich auf meine La Scala Butterfly und denke mir:
    "Verdammt, wäre doch schick wenn die Seitenwände nicht Grau wären (Maschine gebraucht gerkauft), sondern rot, wie meine Wega Mühle.

    Was meint Ihr: Kann ich einfach in einen Baumarkt fahren und mir Sprühlack kaufen, die Seitenwände abbauen und einspühen?

    Grüße
    Tobi
    La Scala Butterfly + WEGA Max 6.0M Mühle

  2. #2
    balti ist offline Erfahrener Benutzer
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    in einem ähnlichen thread letztens (such mal nach "lackieren" oder "RAL") wurde empfohlen, zu einer autolackiererei zu fahren und das professionell machen zu lassen. kostet wohl nicht die welt - so weit ich mich erinnere war da von ca. 20-30 euro die rede. aber das ließe sich ja einfach per telefonanruf in der lackiererei deines vertrauens klären....

    gruss - und nun schön auf's abi lernen!

    chris

  3. #3
    cpr Gast

    Standard Re: Seitenwände lackieren - La Scala Butterfly

    Zitat Zitat von TobMan
    (...) wäre doch schick (...) Baumarkt
    Auch ich plaediere fuer den Autolackierer -- richtiges Werkzeug, eine Spruehkabine, qualitativ besserer Lack und es macht jemand vom Fach...

    Nicht unsonst hat "Baumarkt" den gleichen Beigeschmack wie "Bauschaum". Das Endergebnis trennt die Sprueh von Weizen, meint:

  4. #4
    Earl Grey ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Was, traut ihr den Abiturienten von heute kein handwerkliches Geschick mehr zu?
    Nur falls gerade kein Autolackierer in deiner Nähe ist, der innerhalb absehbarer Zeit ausreichend motiviert für lau deine Seitenteile in deiner Wunschfarbe lackiert (und nicht mit der, die er sowieso gerade in der Spritzpistole hat) will ich mal mein gefährliches Halbwissen reaktivieren:

    Seitenteile fein anschleifen (eher 360-600 Nassschliff - auch wenn du das 80er Sandpapier vielleicht noch rumliegen hast).
    Dann nimmst du nicht den Sprühlack vom Baumarkt (der ist eher für U-Bahn Unterführungen etc.), sondern Autolack (gibt's auch in Sprühdosen - und im Zweifel 1 Dose extra kaufen).
    Seitenteile von innen und aussen kreuzweise dünn lackieren (auf der Innenseite kannst du schon mal üben) und dabei peinlich genau auf eine staubfreie Umgebung achten.
    Das ganze sollte unter Zufuhr von reichlich frischer Atemluft geschehen, da das Inhalieren von zuviel Lösungsmittel einer erfolgreich zu bestehenden Abiturprüfung abträglich sein dürfte.

    Wenn's in die Hose geht: vielleicht ist ja doch ein Autolackierer in der Nähe, der es zur Not wieder richten kann?

    Vielleicht könnte man das ganze ja auch emaillieren? Das wäre dann wirklich der Hit. Das geht allerdings nicht im heimischen Backofen - da muss ein Fachmensch ran.

    Was auch immer: viel Erfolg beim Abi und beim Umfärben der Butterfliege.
    BFC Junior + Mazzer Mini E Typ B + Demoka 203

  5. #5
    gunnar0815 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Einbrennlacke sind sehr robust. Ist vielleicht auch eine Alternative.
    Gunnar
    Carimali UNO E+ Preinfusions über Magnetventil + Mühlen= Elektra Nino + Mazzer Stark
    Büro: Nuova Simonelli MAC, Mühle Isomac Macinacaffe Stufenlos
    Röster:Genecafe CBR101+ Dimmer(Showtec Single MKII)
    Links:Sammlung technischer Daten aller Mühlen - Bezug aufteilen sollte jeder mal machen
    Preinfusion für Tank Maschinen
    Rossi RR 45 auf 80 Mahlkranz umbauen

  6. #6
    TobMan ist offline Erfahrener Benutzer
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    Danke soweit für eure Hilfe.
    Ich habe auch irgendwie das Gefühl, dass der Herr Autolackierer nicht echt Lust auf 40 Euro Sonderverdienst hat - zumal wir ja in Deutschland leben, und sich da eh keiner für sowas motivieren ließe.

    Ich denke ich werde die Tage mal in den Baumarkt fahren und erstmal gucken, ob es überhaupt Autolack in entsprechender Farbe gibt.

    Und danach überleg ich weiter.

    Jetzt setzt ich mich lerntechnisch lieber wieder mit dem "Sozialstaat Deutschland" auseinander - hochinteressant meine Kinder - und das meine ich ohne Ironie! Wirklich! Jetzt echt...

    Grüße
    La Scala Butterfly + WEGA Max 6.0M Mühle

  7. #7
    old harry ist offline Erfahrener Benutzer
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    hier mein anteil an halbwissen:

    der autolack dürfte seinen zweck nur dann artgerecht erfüllen, wenn das blech vorab grundiert wurde.
    zum thema "einbrennlacke sind sehr robust": klar sind sie das und autolacke sind im grunde einbrennlacke. das einbrennen liesse sich zwar durchaus im heimischen ofen erledigen - 250°C reichen durchaus -, aber ob freundin/frau/mutti freude hat, wenn du den ofen dafür nutzt?

    ps: wenn ich nicht irre, gibt's von la scala doch seitenteile zur butterfly in diversen farben. ist zwar teuerer, dafür professionell und spart dir den ärger mit den backofenverantwortlichen.

  8. #8
    textilflieger Gast

    Standard

    Hallo,

    was sollen Einbrennlacke sein? Es gibt Pulverbeschichten, vielleicht meint ihr das. Gibt je nach Pulver und Beschichter sehr widerstandsfähige Oberflächen. Etwas eingeschränkte Farbauswahl. Allerdings sollte davor alles Alte runter, z. B. durch Strahlen.

    Dann der Autolackierer. Bei diesen Lacken wird die Aushärtung beschleunigt bei max. 80 °C. Sehr glatte Oberflächen sind möglich, die alte Farbe muss nicht unbedingt runter, aber evt. nicht ganz so beständig wie gute gepulverte Oberflächen.

    Dann die angesprochene Eigenlackierung mit 1-Komponenten PU Spraydosen. Die Flächen kann man durchaus im eigenen Ofen aushärten. Geht dann halt schneller. Die angebotenen Decklacke sind meist besser als die dazugehörigen Grundierungen. Nassschliff mit mind. 400er Papier wurde schon angesprochen. Jede Unebenheit bildet sich in der fertigen Fläche ab. Evt. Spachteln und Grundieren. Man kann bei den kleinen Flächen die Teile vor dem Lackauftrag im Ofen anwärmen. Man bekommt besseren Verlauf und eine kürzere Ablüftzeit = weniger Staub. Staubeinschlüssen kann man allerdings auch auspolieren. Perfektionisten sprühen ein paar Lagen Klarlack auf den Buntlack.

    In jedem Fall würde ich die Verträglichkeit mit der bestehenden Farbe erstmal an einer Innenseite testen.

    Grüße von Oliver

  9. #9
    mcblubb ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von textilflieger
    Hallo,

    was sollen Einbrennlacke sein? Es gibt Pulverbeschichten, vielleicht meint ihr das. Gibt je nach Pulver und Beschichter sehr widerstandsfähige Oberflächen.
    In der Autofabrick wird das Auto mit Lacken beschichtet, die Als Lösungsmittel Wasser enthalten. Nach der Lackierunge laufen die karossen durch einen Trockenofen. Dort herrschen (im Gegensatz zur lackierkabine beim Autolackierer) bis zu 250 °C Lufttemperatur.
    Die Temperaturführung (aufheizen und abkühlen) ist sehr komplex und führt zum Ergebnis einer perfekt glänzenden Oberfläche. Diesen Vorgang bezeichnet man landläufig als Einbrennlackierung.

    Beim Pulverbeschichten kommen keine gelösten Farben/Lacke sondern trockene Farbstäube zum Einsatz. Diese Stäube haften an dem elektrostatisch aufgeladenen Objekt und werden dann im Ofen mehr oder weniger verflüssigt und bilden so eine Schicht auf der Oberfläche.

    Beim Autolackierer wird der Lack aufgesprüht. Die Trocknung des Lackes wird mit Temperaturerhöhung unterstützt. Bei höheren Temperaturen würde sich das Interieur des Fahrzeuges verabschieden...

    Ich für meinen Teil würde meine Maschine lackieren lassen.

    Beim Pulverbeschichten herrschen Temperaturen bis zu 250°C. Da wäre mir das Risiko zu hoch, dass sich die Bleche verziehen (Farben gibts da mittlerweile massig)

    Von Sprühdosenlackierungen würde ich absehen - gute Arbeit ist da eher Glücksache -aber über Geschmack streiten wir ja nicht...

    Gruß

    Gerd
    Dummheit ist, wenn man jeden Tag das Gleiche tut aber neue Ergebnisse erwartet.

    LM GS/3 + ASTORIA AEP1 (Büro) LIVIA 90 (davor) + BRASILIA America 2gr. + La Pavoni Mignon + LSM 85-16 M Practical Metronic (ex Projekt)
    Demoka 203 + Mazzer SJ + Mazzer Mini M
    I-Roast

  10. #10
    textilflieger Gast

    Standard

    Hallo nochmal,

    Einzelteile und "Einbrennlackierung" gibt´s nicht.

    Für Pulver gibt es eine Mindestabnahmemenge. Deshalb ist die Auswahl begrenzt, es sei denn man zahlt das Überschüssige Pulver.
    Bleche verziehen sich beim Pulverbeschichten nicht. Wir lassen bei uns in der Firma viel Pulvern. Wäre schlimm, wenns was verziehen würde.

    Für Prototypen lackieren wir, wenn es sein muss auch mal mit Spraydose. Das Hauptproblem dabei ist die mangelnde Haftung auf dem Untergrund und die Kratzempfindlichkeit.

    Und wenn wir schon beim Klugscheißern sind: Die Lackoberfläche fabrikneuer Autos ist keinesfalls so toll. Auf Kaffee übertragen eher so auf Automatenniveau. Vergleiche dazu manch gut restaurierten Oldtimer.

    Grüße von Oliver

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