Ergebnis 1 bis 8 von 8
  1. #1
    Oscar Peterson ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Isomac Tuning - Überdruckventil verstellt - konstant 9bar

    Hallo,

    wie ich ja schon in einem älteren Artikel geschrieben habe, hatte ich bislang mit meiner Isomac Brio einige Sorgen. Mein Druck beim Espressobezug war jedes Mal so rund 14bar und der Espresso lief zu schnell durch den Siebträger.

    Deshalb habe ich folgende Modifikation durchgenommen: Mein Gerät hat ein Überdruckventil, welches ab einem bestimmten Kesseldruck öffnet und diesen zurück in den Tank führt. Ich weiß nicht mehr genau wie das früher war, aber in letzter Zeit habe ich nie beobachten können, dass dort etwas heraus kommt. Muss ja auch nicht unbedingt schlecht sein, denn eigentlich sollte da ja nur im Notfall Druck abgelassen werden. Stimmt das? Jedenfalls habe ich das Ventil nun ein wenig geöffnet, so dass es zwischen 9 und 10 bar öffnet. Damit habe ich also den idealen Druck am Siebträger und die Durchlaufzeit beträgt nun auch rund 20 bis 25 Sekunden. Die Angaben beziehen sich auf das Einfach-Sieb.

    Leider habe ich jeden Rat missachtet und bei eingeschalteter Maschine am Ventil gedreht und da hat es mir doch glatt einen ausgewischt. Merkwürdig, dass an diesem Teil eine Spannung anliegt, aber naja, bei Arbeiten an Strom darf man ja nie vorsichtig genug sein.

    Darüber hinaus musste ich leider feststellen, dass in den Rohren schon so etwas wie Kalk zu finden ist. Noch nicht tragisch, aber gerne sieht man das nicht. Werde mich also auch mit dieser Materie mal beschäftigen. Eigentlich ist das Wasser hier extrem kalkarm, aber irgendwann zeigt es sich halt doch...

    Grüße
    Julius

  2. #2
    Oscar Peterson ist offline Erfahrener Benutzer
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    ...habe allerdings noch nicht ausprobiert, ob das Auswirkungen beim Dampfbezug hat. Vielleicht ist auch der Dampfdruck nun reduziert?

  3. #3
    Oscar Peterson ist offline Erfahrener Benutzer
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    ...außerdem füllt sich der Kessel beim Bezug natürlich nun schneller mit kaltem Wasser, da ein Teil ja wieder in den Tank zurückgeführt wird, statt durch den Siebträger. War also vielleicht doch nicht die allerbeste Idee.

    Ein schöner Monolog, was?

  4. #4
    Joe
    Joe ist offline Benutzer
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    Ich kann dazu halt nicht viel sagen, nur soviel, dass ich lieber den Stecker ziehen würde, wenn ich was schraube, sofern das eben geht. So einen Stromschlag stelle ich mir nicht sehr angenehm vor und dazu kann er auch noch Herzrhythmusstörungen auslösen... bin da halt bissl vorsichtig.

    Ansonsten melden sich bestimmt auch noch Leute zu Wort, die sich da besser als ich auskennen.

  5. #5
    blu
    blu ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Oscar Peterson
    ...habe allerdings noch nicht ausprobiert, ob das Auswirkungen beim Dampfbezug hat. Vielleicht ist auch der Dampfdruck nun reduziert?
    ich kenne mich mit einkreisern leider nicht so aus.
    aber um dampf zu erzeugen reicht doch bereits ein druck von unwesentlich ueber 1 bar, also z.b. 1,5 bar. den hohen druck fuer den espressobezug erzeugt die pumpe - die bleibt beim dampfbezug aus; lediglich das wasser wird nicht auf knapp 100 °C sondern auf etwa 120 °C - 150 °C erhitzt. wichtig ist, dass du nach einer dampfentnahme den kessel entlueftest (dampfhahn bei eingeschalteter bezugstaste oeffnen, bis wasser kommt (pumpe muss laufen!))

    ein druck von 14 bar fuer espresso ist definitiv zu hoch - deine eingestellten 9-10 bar sind vernuenftig. stell doch mal ein foto vom expansionsventil ein, dann kann vielleicht jemand helfen.

    hoffe etwas geholfen zu haben,
    lg blu
    LM Linea, Gaggia Mini & Mazzer Robur & Gene cafe cbr 101
    Kaffeewiki & Röstereien weltweit & Cimbali-HowTos


  6. #6
    Werner ist offline Erfahrener Benutzer
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    hi julius,

    die idee, den druck zu reduzieren, war schon eine ganz gute idee, vor allem, wenn du eine deutliche verbesserung in der qualität feststellen kannst.
    wenn allerdings das expansionsventil im heizkreis verbaut sein sollte, wird dann natürlich das kesselwasser zurück in den tank geführt, was zusätzlich zur aufheizung des frischwassers im tank führt. bei meiner venus hatte ich seinerzeit die leitung in die abwasserschale geleitet.
    das jetzt auch mehr frischwasser bei einem bezug in den kessel geführt wird, ist weiter nicht so tragisch, wenn die temperaturstabilität trotzdem noch einigermassen gegeben ist, das solltest du einfach ausprobieren. falls du dich an meinen hinweis bzgl. ´temperatur surfen´erinnerst: die temperaturstabilität bei maschinen mit kleinen kesseln, also wenig masse, ist nun mal nicht die beste. nicht umsonst wiegt z.b. bei der dallacorte alleine die brühgruppe schon mal gute 8,5 kg, soweit ich weiss.

    gruss, werner

  7. #7
    wilfried ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Oscar Peterson
    ..
    Ein schöner Monolog, was?
    Hallo und guten Tag,
    Bei deinen eigenen Beiträge steht oben rechts im Fenster edit. Damit kannst du deine Artikel ändern und ergänzen.
    Gruß wilfried
    Dalla Corte Mini, CimbaliMax, Ascaso,CBR-101

  8. #8
    Oscar Peterson ist offline Erfahrener Benutzer
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    @blu:
    aber um dampf zu erzeugen reicht doch bereits ein druck von unwesentlich ueber 1 bar, also z.b. 1,5 bar.
    Das ist natürlich völlig richtig, dementsprechend öffnet das Ventil auch nicht wenn ich die Kesseltemperatur für Dampferzeugung erhöhe. War ein Denkfehler von mir.
    Stell doch mal ein foto vom expansionsventil ein, dann kann vielleicht jemand helfen.
    Womit? Es ist ein ganz einfaches Ventil mit Federspannung. Es ist nicht direkt am Kessel angebracht, sondern vielleicht rund 4 cm dahinter am Rohr das zum Dampfhahn führt.

    @wilfried: Vielen Dank für den Hinweis mit der "Edit"-Funktion. Habe ich noch nicht gesehen.

    @alle: Da ich leider die Stellschraube "Mahlgrad" schon ausgereizt habe (meine eingebaute Mühle lässt keine feinere Mahlung zu), musste ich eben nach anderen Möglichkeiten suchen. Grundsätzlich kann man natürlich aus dem ehemals zu hohen Druck am Brühkopf daraus schließen, dass der Mahlgrad vielleicht schon zu fein eingestellt war. Das glaube ich aber nicht, da trotz dem hohen Druck die Durchlaufzeit viel zu kurz war. Möglicherweise fördert meine Pumpe einfach zu viel Wasser pro Zeiteinheit. Und hier setzt die Modifikation ja auch an. Dadurch das ein Teil des geförderten Wassers wieder zurück in den Tank geleitet wird, habe ich einen niedrigeren Druck am Brühkopf, eine längere Durchlaufzeit und mehr Crema. Als ich nämlich einen gröberen Mahlgrad ausprobiert habe, war zur Crema nur zu sagen: niente!. Die Temperaturstabilität hat natürlich nachgelassen, aber für einen Espresso Doppio reicht es noch. Vielen Dank auch für den Hinweis mit dem "Temperatur surfen".

    Viele Grüße
    Julius

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