Hallo Forum,
Ich muß mich kurz bei Euch ausheulen, und Euch um Euren Rat fragen. Heute abend habe ich endlich meine Uno in Testbetrieb genommen, d.h. das erste Mal Kaffee gemacht, nachdem ich sie vorher schon angeschlossen und mit dem Kesseldruck herumprobiert hatte. Jetzt bin ich total gefrustet.
Ich habe mit der Maschine inzwischen einiges durchgemacht - finanziell, meine ich. Allerdings alles Luxusprobleme, denn das Ding war in einem sehr guten Zustand. Nachdem ich das Ding erstmal relativ teuer gekauft hatte, habe ich mir die Seitenteile sandstahlen lassen und neu lackiert (mit einem Sonderlack, der dann unerwartet aufwendig und teuer war). Dabei hat mir kurz vorm (wirklich perfekt) vollendeten Werk eine Windböe einen Strich durch die Rechnung gemacht, indem sie Teile der unterliegenden Zeitung auf den Lack geweht hat. Fast wäre ich zum Amokläufer geworden, aber dann bin ich mit den beiden Teilen zum Lackierer gefahren, und habe das Zeug dort machen lassen. Also zweimal teuer. Aber jetzt sieht's gut aus.
Als nächstes wollte ich das Teil komplett entkalken lassen. Weil ich ziemlich wenig Freizeit hatte, habe ich von einer Selbstreparaturaktion abgesehen und habe Werkstätten angerufen. Nachdem mir zwei der Werkstätten meines Vertrauens abgesagt hatten, bin ich zu Coffeema. Das war auch eine Erfahrung für sich, dieser Vertreterladen. Obwohl die Maschine offenbar perfekt kalkfrei war, und nur sicherheitshalber ein paar Ersatzteile brauchte (Magnetventil und solche Sachen), belief sich die Rechnung dann auf 340 Euro. Ich glaube ich schreibe noch mal einen separaten Thread zum Thema "Wie ist eigentlich Coffeema so drauf?"...
Jetzt jedenfalls bin ich gerade in einer kleinen Krise, denn ich habe gerade mal wieder ein halbes Kilo Kaffee verbraten, um das richtige Verhältnis aus Mahlgrad, Füllmenge und Tamperdruck zu finden - und bin gescheitert. Ich weiß noch, daß ich auf meiner Gaggia CC auch richtig lange gebraucht habe, bis ich das wirklich drauf hatte, aber zum Schluß war ich mit dem Maschinchen wirklich der Barista-King, beim Kaffee und beim Milchschaum. Und jetzt fange ich wieder ganz von vorne an, echt anstrengend. Heul!
Danke, liebe Therapiegruppe, daß Ihr mir bis hierhin zugehört habt.Aber jetzt zu meinem konkreten Problem: Die Crema ist immer:
a) ein bißchen zu hell
b) ein bißchen zu fein/flüssig
Bei allen Variationen (ich habe wirklich vieles probiert) verändert sich zwar immer die Durchlaufzeit, aber die beiden Problempunkte bleiben im wesentlichen gleich. Kesseldruck habe ich auch schon variiert (zwischen 1,2 bar und 1,0 bar max.).
Der gleiche Kaffee produziert auf meiner Gaggia einen Kaffee ähnlich dem, mit dem Gunnar auf seinen Fotos mit dem Glas hier vor einigen Wochen rumgeposed hat...also dicke, haselnussbraune Crema, bei der mir nur beim Gedanken schon das Wasser im Mund zusammenläuft.
An welchem Parameter kann das noch liegen, und wie variiere ich den?
Danke im voraus an die, die mich wieder zu meinem exzellenten Kaffee von vorher zurückbringen,
Chris


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