Mit einem "Pfau" kann man exzellente Espressi und noch bessere Ristretti zaubern, vorausgesetzt man hat gutes Wasser, frische gute Bohnen, eine gute Mühle und beherrscht die Handhabung...
Sebastian's Anleitung sollte dir schon einigermaßen weitergeholfen haben, darüberhinaus gibt's eine sehr gute "Schritt für Schritt Anleitung" von Chris Tacy (malachi) auf home-barista.com...
Noch ein paar Anmerkungen:
Der Espresso mit der schönsten und stabilsten Crema ist nicht notwendigerweise der beste. Vergiß den Zuckertest und koste...
Robusta muß nicht unbedingt sein und Zucker auch nicht, gerade Ristretti aus Arabica Sorten sind auch ohne Zucker süß genug. Und da verwende ich bei der Pavoni am liebsten Reinsorten...
Nach meiner subjektiven Erfahrung verträgt die Pavoni ein überfülltes Sieb nur schlecht, das Kaffeemehl an dem - oft überhitzten Duschensieb - verbrennt und wird der Espresso wird adstringierend-bitter. Zwischen Puckoberfläche und Duschensieb sollte ein kleiner Zwischenraum bleiben.
Channeling gibt's doch, speziell wenn man den Hebel zu schnell hochzieht und damit den Puck aus dem Sieb hebt. Das merkt man an einer frühen Blondphase und bitterem Geschmack. Also den Hebel entweder ganz langsam oder - was ich lieber mache - bereits vor dem Einsetzen des Siebträges bis kurz vor den Einlaßpunkt hochziehen, dann erst den Siebträger einsetzen und vorsichtig weiter bis zum Anschlag ziehen.
Bei meiner Professional werden - ohne Tricks - der zweite und der dritte Bezug am besten, niemals der erste und spätestens ab dem vierten oder fünften muß ich den Brühkopf kühlen, indem ich die Pavoni kaltes Wasser "trinken lasse" (Eine Tasse mit kaltem Wasser an den Kopf halten, den Hebel hochziehen, kurz warten und wieder runterdrücken, diesen Vorgang evtl. ein paar Mal wiederholen). Damit kann man eine optimale Temperatur halten bis der Tank leer ist.
Viel Spaß beim Üben...
fa' zoccu hai di fari e li fatti d'àutru nun guardari....
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