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  1. #1
    ChristianK ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Warum ist die Espressoqualit�t beim ST besser als beim VA?

    Hallo Forum,

    mich besch�ften immer wieder ein paar Frgen:

    Warum ist die Espressoqualit�t beim ST besser als beim VA?
    Ich rede jetzt nicht vom Dreck in den VAs, es geht mir um den Kaffee der aus dem Ger�t kommt.

    Was ich mich auch frage ist, warum das Zeug, dass die in den Kneipen machen doch halbwegs trinkbar ist? Ich habe beobachtet, dass in einer Lavazzabar bei mir in der N�he der Espresso, der Cafe Creme und alle anderen Getr�nke aus einer M�hle kommen. Auch macht sich in Kneipen kein Mensch Gedanken um das Tampen, da wird der Kaffee etwas glatt gedr�ckt und raus kommt Espresso, der zumindest (f�r mich) trinkbar ist.
    Wenn ich das mit meiner Oscar versuchen w�rde, dann h�tte ich bald keine Freunde mehr. Warum funktioniert das alles?

    Viele Gr��e
    Christian
    Neues Expansionsventil der Oscar Warmwasser<-->Kaltwasser
    Restaurierung La San Marco 85-16
    LM GS/3 - Mazzer Kony-E - Compak K3

  2. #2
    georg2354 Gast

    Standard Re: Warum ist die Espressoqualit�t beim ST besser als beim

    Zitat Zitat von ChristianK
    Warum ist die Espressoqualität beim ST besser als beim VA?
    hallo,
    das Instituo Nazionale Espesso Italiano legt die Parameter für einen Espresso z.B. Druck Wassereingabe (9 bar), Auslauftemperatur (88 Grad C) usw. fest. Im VA werden einige Werte nicht erreicht! Somit gibt es keinen richtigen Espresso aus einem VA
    Gruß
    Georg

  3. #3
    KenDacken Gast

    Standard

    Viele Bohnen werden nichts im VA.
    Das musste ich feststellen als meine ST in Reparatur war und ich eine Jura für die Zeit gestellt bekam.
    Der Geschmack des Espresso glich dem eines Brühkaffees. *igitt*

  4. #4
    Stefan ist offline Moderator
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    Ähem - Brüh- bzw. Filterkaffee ist aber ebenfalls alles andere als igitt wenn er richtig zubereitet ist. Davon kann man sich übrigens beim Forumstreffen überzeugen.


    Gruß
    Stefan

  5. #5
    jens-berlin ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Kein Vergleich

    Meiner persönlichen Erfahrung nach liegen Welten zwischen einem Esso aus meinem ehemaligen Jura-VA (oder diversen anderen VAs) und meiner Bazzar A3 (und anderen guten Siebträgern und die Betonung liegt wirklich auf gute Siebträger).

    Gründe gibt es viele:

    -Mahlgrad: mit schlechtem Mahlgrad bekomme ich auch aus meiner Bazzar spürbar schlechtere Qualität. Und eine gescheite Mühle z.B. die Demoka ist super genau einstellbar. Damit kann die Plastikmühle der Jura nicht mithalten.

    - Druck und Temperatur: sind gleichmäßiger und besser abgestimmt. Meine Bazzar schafft direkt nach dem Einschalten auch nicht viel mehr als Jura-Qualität, weil sie sich erst aufheizen muss.

    - Tamper-Druck: ein VA kann sicherlich nicht so "liebevoll" tampern wie ich Natürlich geht das in der Gastronomie alles viel schneller und vielleicht gehen dann noch mal ein paar Prozent Geschmack bei drauf... Aber immer noch besser als VA!

    - Kein Plastik: mein Espresso wird nicht durch Plastikleitungen abgeschreckt, sondern läuft durch eine heiße E61-Brühgruppe

    Ein guter Kaffee ist auf jeden Fall von vielen Parametern abhängig wie manche Anfänger im Forum immer wieder leidvoll feststellen müssen. Und diese Parameter lassen sich vor allem durch eine solide Maschine, Mühle und durch eine gewisse Barrista-Geschicklichkeit erreichen.

    @Stefan: Willst doch nicht etwa ne röchelnde Filtermaschine mit Spülmittelbläschen mitbringen? Nee, aber im Ernst: Ich finde der Unterschied ist so groß wie zwischen frisch gepresstem Saft und Zuckerbrühe. Trinkbar ist prinzipiell beides!
    Kaffeegenießer und glücklicher Besitzer einer B.F.C. ELA mit Compak K3 Touch und Demoka 203 (alu+timer upgraded)

  6. #6
    Stefan ist offline Moderator
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    Standard

    Es gibt sicherlich auch sehr gute 'röchelnde Filtermaschinen', noch besser aber gehts per Handaufbrühung oder gar ohne Filterpapier per Karlsbader- oder French-Press-Kanne.
    Ich finde es sehr schade und traurig, dass hier Filterkaffee aus Unwissenheit einfach als qualitativ minderwertig unter den Tisch gekehrt wird. Was die Aromaentfaltung angehrt, ist der drucklos gebrühte Kaffee einem Espresso weitaus überlegen. Qualitativ spielen die bei guten Filterkaffeeröstungen verwendeten Provenienzen meist auch in einer ganz anderen Liga als jene in Espressomischungen...


    Gruß
    Stefan

  7. #7
    jubb ist offline Benutzer
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    Standard

    Zitat Zitat von Stefan
    Ich finde es sehr schade und traurig, dass hier Filterkaffee aus Unwissenheit einfach als qualitativ minderwertig unter den Tisch gekehrt wird. Was die Aromaentfaltung angehrt, ist der drucklos gebrühte Kaffee einem Espresso weitaus überlegen.
    Ich bitte um umgehende Aufklärung meiner Unwissenheit. (Die Suchfunktion hat leider nicht so viel hergegeben)

    Liebe Grüße

    Jubb
    Bezzera BZ10, ECM Casa Prima - Rossi RR45/80er-Kranz
    wieder weg: Gaggia ELE, Gaggia Classic, Saeco Superautomatica

  8. #8
    Stefan ist offline Moderator
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    Standard

    Das Thema Filterkaffee ist hier im Board leider deutlich in der Minderheit - trotzdem sollte sich per Suchfunktion einiges dazu finden lassen. Ein Grund dafür mag sicherlich auch die Tatsache sein dass er hierzulande mehr und mehr zum Gebrauchsgetränk verkommt. Angefangen von Filterkaffeemischungen die nicht billig genug sein können bis zum x-ten teuren wie überflüssigen Padsystem. Da ist es natürlich erst einmal schwer, die über Jahre dadurch manifestierte Meinung (=schmeckt nicht) zu durchbrechen. Andererseits - hier kauft im Normalfall auch niemand seine Espressoröstung bei Tchibo...
    Grundsätzlich gilt für Filterkaffee dasselbe wie für Espresso, was die Auswahl der Röster angeht. Der größte Unterschied ist wohl die Sortenvielfalt - da ist bei den Filterkaffees deutlich mehr Auswahl. Nicht jede Provenienz ist gleichermassen für eine Espressoröstung geeignet, ausserdem wird hier hauptsächlich sortenrein getrunken. Das schönste an der Sache ist aber dass die Technik bzw. Maschine hier eher in den Hintergrund rückt, da die beste Brühmethoden quasi ganz ohne auskommen. Praktischerweise hat man dadurch auch weniger mögliche Fehlerquellen bei der Zubereitung.
    Vielleicht hast Du ja Zeit und Gelegenheit, zum Forumstreffen zu kommen. Bei aller wissenswerter Theorie ist der praktische Teil doch die angenehmere Methode, sich dem Thema zu nähern. Passend zum Schwerpunktthema Selbströsten wird es da nämlich auch um Filterkaffeeröstungen gehen.


    Gruß
    Stefan

  9. #9
    chris_weinert ist offline Erfahrener Benutzer
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    @Stefan:
    Das finde ich aber mal wirklich interessant! Schön, daß Du hier so Aufklärungsarbeit leistest, in der Tat ist die wahrscheinlich wirlich nötig. Ich habe mich dem Thema Filterkaffee seit dem Espressokonsum so gut wie nicht mehr gewidmet, obwohl ich vorher eine Art Schlüsselerlebnis hatte, nämlich bei Eltern von einem guten Freund von mir, und das war eine Szene wie in der Werbung. Denn da gab es halt Filterkaffee, und ich nehme nichtsahnend einen Schluck aus der Tasse und - hallöchen! Das war echt Geschmack. Und nach dem verbalen Ausdruck meines Erstaunens erfuhr ich dann die Faktoren (frisch gemahlen, immer frisch vom Röster, handaufgebrüht etc.).

    Trotzdem mag ich Filterkaffee nicht so gerne pur (lieber mit Milch), weil er mir ein bißchen zu "wässrig" ist, genau wie normaler Espresso. Ich trinke am liebsten Ristretto, weil der schön Körper hat und die Bitterphase beim Brühen da ja quasi weggelassen wird.

    Schade, daß ich nicht zum Forumstreffen kommen kann, würde gerne bei der Filterkaffee-Verkostung dabei sein.

    Gruß,
    Chris

  10. #10
    danielp ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Moin,
    es gibt in der Tat gute und schlechte Filterkaffees. Durch Reisetätigkeit zu Kunden usw. und auch durch verschiedene Kollegen mit verschiedenen Vorlieben habe ich recht schnell gelernt, dass es da auch noch Möglichkeiten zur "Optimierung" gibt und dass es auch Filterkaffees geben kann, die schmecken!
    Mit richtiger Aufbrühmethode, frischem Kaffee, frisch gemahlen am besten, vielleicht dazu noch ein gutes Stück Torte kann man mir durchaus auch den Ausruf "na das ist ja mal ein guter Kaffee" entlocken. Eigentlich krass, dass man so etwas mit nahezu null technischem Aufwand erzeugen kann und man selbst hier mit einem hochgezüchteten massiven Maschinenpark aufwarten muss um einen ähnlichen Eindruck bei Gästen zu hinterlassen...

    An dieser Stelle mal: Ein Hoch auf guten Filterkaffee! Und an meine Kollegen, so denn sie das hier mitlesen:
    - Melitta schmeckt nicht
    - man kann die Kanne vor dem nächsten Brühen auch ausspülen
    - zu viel Kaffeepulver schmeckt nicht besser sondern wie Erdöl
    - früh Kaffee kochen und diesen mir mittags anbieten ist *bäääh*
    - nein, meine 4 Espressi am Morgen sind nicht mehr Koffein als Eure Büro-Humpen voll Erdöl

    Koffeinhaltige Grüße
    Danielp
    (der morgen im Großmarkt mal Jacobs Gastro Frühstückskaffee Premium kauft und dann die Kollegen bekerht... )
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