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  1. #1
    phuel Gast

    Standard Probleme mit Bialetti Brikka

    moin moin

    wie ihr seht bin ich hier recht neu, genauso wie im Kaffeebusiness
    Und gleich bei meinem ersten Kocher scheine ich schon zu scheitern...

    Als Einstiegsgeraet habe ich mir aufgrund der vielen guten Bewertungen und Empfehlungen eine Bialetti Brikka gekauft und dazu Lavazza Qualita Oro 100% Arabica Espresso Pulver.

    Leider scheine ich bei der Bedienung immer wieder etwas falsch zu machen, da ich bislang noch keinen einzigen Espresso geniessen konnte.

    Der Espresso ist meist noch halb unten im Wasserbehaelter nach dem 'charakteristischen PFFF' und ich habe eigentlich so gut wie immer mit Pulver in der Kanne.
    Einmal war sogar der ganze Espresso in der Kueche verteilt, da er trotz Deckel sich irgenwdie den Weg aus der Kanne gesucht hat...
    Sollte dafuer net das Ueberdruck Ventil einspringen?

    Wasser hab ich bislang immer bis max. zum Strich eingefuellt.
    Die drei mal so durchlaufen lassen vor dem ersten Gebrauch habich auch gemacht.
    Espressopulver wird ohen Druck auf den Filter 'aufgelegt'. Beide Seiten gut verschraubt.
    Die Herdplatte (E-Herd) auf Stufe 5/9 und vorgeheizt.

    Vll. habt ihr ja noch einen Tipp fuer mich. Ich bin irgenwdie ueberfragt und schon leicht deprimiert, weil ich mich wirklich auf das Geraet gefreut habe...

    Danke schonma

    phil

  2. #2
    schnick.schnack ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard

    also, ich hab die brikka auch.
    du musst dringend unterscheiden zwischen espressoMASCHINE und espressoKOCHER. das ergebnis eines kochers (so wie du ihn hast) kannst du überhaupt nicht mit dem einer maschine vergleichen. ein espressokocher brüht den kaffee ähnlich wie bei einem filterkaffee auf. das ergebnis kann man nicht "pur" geniessen, ist aber wunderbar für lattes, cappuccinos o.ä. verwenden. dafür finde ich ihn auch wesentlich besser geeignet als maschinen-espresso.

    lg,
    schnick

  3. #3
    hfaust ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard

    @schnick.schnack: Kaffee aus der Herdkanne kann man sehr wohl pur genießen, ist nur eine Frage des Kaffees und der Technik (Millionen Italiener können nicht irren )

    @phuel: ich versteh Dein Problem nicht ganz. Bleibt das Wasser im unteren Teil der Kanne nach der Zubereitung? Nach wars zuwenig Energie; also Herdplatte heißer stellen. Wenn dir der Kaffee um die Ohren fliegt, wars zu viel Energie; also Platte weniger heiß einstellen. Wenn der Kaffee rumspritzt, hast Du möglicherweise auch die Kanne zu lange auf der Platte gelassen. Dann fängt der Kaffee zu kochen an (aber dann sollte eigentlich auch unten nix mehr drin sein). Das Überdruckventil sollte nach meinem bescheidenen physikalischen Verständnis auch nur anspringen, wenn Wasser im unteren Teil zum Kochen gebracht wird, sich Dampfdruck bildet und der nicht durch den Kaffee entweichen kann (weil zu fest gepresst oder was auch immer). Ist unten kein Wasser mehr drin, kann sich auch kein Druck aufbauen, der entweichen müßte.

    Ich machs immer so:
    1. Wasser knapp bis unter das Sicherheitsventils einfüllen.
    2. Kaffee einfüllen (randvoll ohne anzupressen)
    3. verschrauben
    4. Kanne auf die kalte Herdplatte
    5. Herdplatte auf volle Energie
    6. wenns zu blubbern anfängt, Platte ausschalten

    Es gibt auch noch andere Techniken mit niedrigerer Energie und Varianten, wo der Zucker gleich in der Kanne karamelisiert wird (lecker), aber mit der Variante hier sollte es eigentlich immer gelingen.

    Irgendjemand in Deinem Bekanntenkreis hat doch sicher auch eine Herdkanne. Lass es Dir doch einfach mal zeigen.

    Viele Grüße und viel Erfolg,
    Hari
    DallaCorte Mini / Grimac ten / Mini Grimac / Brasilia Lady / Pavoni Espresso Plus, Casadio Instantaneo / Nuova Simonelli Grinta / Rancilio Rocky D / Ascaso imini / Solis 167

  4. #4
    Mukka ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Zitat Zitat von hfaust
    Ich machs immer so:
    1. Wasser knapp bis unter das Sicherheitsventils einfüllen.
    2. Kaffee einfüllen (randvoll ohne anzupressen)
    3. verschrauben
    4. Kanne auf die kalte Herdplatte
    5. Herdplatte auf volle Energie
    6. wenns zu blubbern anfängt, Platte ausschalten
    Die Brikka funktioniert da anders als die herkömmlichen Herdkannen. Wenn man sie mit dem Extraventil oben benutzt, kommt unten nur wenig Wasser rein (Meßbecher!), dafür wird ein höherer Druck (~6 Bar) aufgebaut. Man kann da den Herd auf 7-9 (von 9) stellen und wenn das Ventil hoch plobbt nehme ich die Kanne in die Luft - wenn mans auf ne kalte Unterlage stellt verliert die Kanne zu schnell an Druck/Wärme und es bleibt unten zu viel Wasser drin - etwas Wasser bleibt unten aber immer.

    Wenn man sich vernünftig an die Anleitung hält kann man eigentlich nicht viel verkehrt machen. Die Brikka funktioniert wie die Mukka Express, nur ohne die Milch (man kann die Mukka Express auch ohne Milch betreiben):
    http://www.geizhals.at/deutschland/a207398.html

  5. #5
    schnick.schnack ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von hfaust
    @schnick.schnack: Kaffee aus der Herdkanne kann man sehr wohl pur genießen, ist nur eine Frage des Kaffees und der Technik (Millionen Italiener können nicht irren )
    ich habs nie so recht verstanden. freunde von mir behaupten das ja auch...
    ich glaube das problem liegt:
    a, am lavazza
    b, an der erwartung einen "richtigen" espresso zu bekommen.

    ich muss meine brikka mal mit gutem, frisch gemahlenen pulver beschicken. vielleicht ändere ich dann meine meinung nochmal

  6. #6
    schnick.schnack ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Zitat Zitat von Mukka
    Man kann da den Herd auf 7-9 (von 9) stellen und wenn das Ventil hoch plobbt nehme ich die Kanne in die Luft - wenn mans auf ne kalte Unterlage stellt verliert die Kanne zu schnell an Druck/Wärme und es bleibt unten zu viel Wasser drin - etwas Wasser bleibt unten aber immer.
    lass die kanne ruhig etwas länger drauf (bis der kaffee signifikant langsamer durchläuft). da passiert schon nichts. ein kleiner rest wasser bleibt meistens zurück.

  7. #7
    Mukka ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Re: Probleme mit Bialetti Brikka

    Zitat Zitat von phuel
    ich habe eigentlich so gut wie immer mit Pulver in der Kanne.
    Ist übrigens auch normal. Ist ja schließlich kein Filterkaffee

  8. #8
    g111 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Ich glaube (und habe die Erfahrung gemacht), dass der Kaffee recht grob gemahlen sein muss. Deutlich gröber als für eine ST-Maschine, vermutlich eher in Richtung des Mahlgrades eines Filterkaffees oder sogar einer französischen Presskaffeekanne.

    Zu fein schmeckte das Ergebnis eigentlich nur bitter und viel zu stark (Habe mit einer Kanne mit integrierter Heizplatte rumexperimentiert; maximale Menge Wasser und maximale Menge Pulver.) Sehr viel gröber gemahlen (die gröbste Einstellung einer Zassenhauser Kaffee-handmühle) ging es dann. Aber so richtig gut hat es mir nicht geschmeckt.

    Allerdings habe ich auch schon häufiger von guten Ergebnissen *gehört*.

    Noch eine Frage zur Kanne mit integrierter Heizplatte: Diese schaltet von alleine ab. Kann man davon ausgehen, dass dies der optimale Abschaltzeitpunkt ist, oder sollte man lieber vorher per Hand abschalten?

    Gert

  9. #9
    Grüne Bohne Gast

    Standard

    Ich kann das was der Gert zu dem Mahlgrad für Herdkannen schreibt nur bestätigen. Bei feiner Mahlung und auch Filter-Mahlung wird der Kaffee aus den Mokka-Herdkannen einfach viel zu bitter.
    Durch eine grobe Mahlung, ca. für Pressstempelkanne, kann man etwas von der Bitterkeit mindern.

    Es wird ja oft vermutet, daß die Herdkannen zu heiß brühen würden. Das glaube ich aber gar nicht, weil der Kaffee eigentlich gar nicht diesen typischen „verbrannten“ Geschmack aufweist. Ich denke vielmehr, daß die Brühphase recht lang ist und daher der Bittergeschmack kommt. !
    Die Brühzeit ist offenbar nicht nur die Zeit des „Wasserdurchtriebs“ sondern setzt schon ca. 1,5-2 Min früher ein, vielleicht ausgelöst durch Wasserdampf oder vorzeitige Erhitzung des Kaffeepulvers.
    Ein Hinweis auf diese Vorbrühphase wäre die Beobachtung, daß oft schon ca. 1-0,5 Min vor dem Wasserdurchsatz ein „erster Kaffee-Tropfen“ von offenbar im Steigrohr kondensiertem Wasserdampf aus dem Rohr, bzw. dem Ventil der Brikka oder Mukka austritt.

    Was kann man also tun ?
    1.) Ich komme mit diesen Maschinchen besser klar, seit ich konsequent die Dosierung von Kaffee-Gewicht/Wasser kontrolliere und hier nicht mehr auf eine Espresso-Dosierung setze sondern auf die Brühkaffee-Dosierung von 50 Gr./ 1000 ml hin dosiere.

    Der Meßbecher für die MUKKA faßt ca. 150-170 ml, es bleibt ein Rest von 20-30 ml im Boilergefäß. In den ST passen locker eingefüllt 15 Gr. Kaffee-Pulver.
    Also kann ich das was da an gebrühtem Kaffee rauskommt auf ca. 300 ml auffüllen.

    2.) Für meine Geschmacksgewohnheiten eignet sich dieser Kaffee speziell für Milchkaffee (sozusagen Cappu). Also würde ich mit Wasser und H-Milch (1,5% Fett) auf das Gesamtvolumen von ca. 300 ml auffüllen.

    Ergebnis wäre ein gut trinkbarer, schmackhafter Milchkaffee.

    Ich mache es in der Praxis aber natürlich andersrum, daß ich die Mukka mit max. Pulver und max. Wasser beschicke : 20 Gr. Pulver (grobe Mahlung) / ca. 350 ml Wasser.
    Abzüglich dem Restwasser könnte ich dann ca. 80 ml Milch zugeben.

    Bei der MUKKA kann man die Milch ja schon vorab oben in die Kanne geben und über ein Düse wird die dann bei der Auslösung des Überdruckventils mächtig aufgeschäumt und liefert somit einen Milchkaffe mit ordentlichen Milchkaffee-Schaum (hellbraune Färbung) – keine Espresso-Crema !

    Tip 1 für die MUKKA :
    Bei maximaler Füllung der MUKKA kann es zu einem rasanten Überlauf der Kanne durch eine überbordende Schaumproduktion kommen. Das kann man aber schnell stoppen, wenn man einen flachen Topf mit kaltem Wasser parat hält, in das man die gesamte Kanne mit den Boiler-Teil schnell eintauchen kann.
    Die Dampf- und damit Schaum-Produktion hört praktisch sofort auf und wechselt in einen Unterdruck ! .
    Dadurch wird dann durch das Aufschäum-Ventil allerdings aus der Kanne schöner Kaffee wieder abgesaugt in den Boilerteil. Wenn dies droht, sollte man schnell das gesamte Ventil abnehmen, was auch bei voller Kannenfüllung rel. problemlos zu bewerkstelligen ist durch den praktischen Bajonettverschluß. Man braucht nur etwas Mut, in den Kaffee-Schaum zu greifen.

    Tip 2
    Ein zusätzlicher Tip, der bei der MUKKA gut funktioniert, der aber auch bei den anderen Herdkannen anwendbar sein sollte, wäre, einen Teil des Boilerwassers durch H-Milch zu ersetzen. Das verbessert eindeutig den Geschmack des Milchkaffees !
    (Achten sollte man aber darauf, daß das Überdruckventil nicht irgendwann, wenn es denn gebraucht wird, dann verklebt ist ! ! ! )

    Gruß an alle Kaffee-Freunde, die das Experiment lieben
    Hermann

  10. #10
    Mukka ist offline Erfahrener Benutzer
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    140

    Standard

    Milch statt Wasser unten rein ist ne gute Idee. Probiere ich im August nach meinem Urlaub (vorher breche ich keinen Kaffee mehr an).

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