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  1. #1
    Kirrlacher Gast

    Standard Sicherheitsfrage zur Bezzera 99

    Hallo Kaffee-Netz-Mitglieder,
    ich bin schon fast zwei Jahre lang „stiller Genießer“ Eurer Beiträge. Jetzt habe ich mit meiner Maschine etwas erlebt, das auch mir als Neuling vielleicht ermöglicht, einen interessanten Beitrag und eine Frage beizusteuern.
    Vor einigen Wochen kam es bei meiner Bezzera 99 (gekauft Anfang 2005) zum großen Knall: eine schlagartige, explosionsartige Dampfentladung. Dabei entwich der Dampf im Bereich Heißwasserhahn/Drehknopf (rechte obere Frontseite) auch nach vorne „ins Freie“. Mein Händler hat inzwischen als Ursache „defekter Pressostat“ vermeldet und ihn ausgetauscht. Die Maschine ist wieder bei mir in Betrieb.
    So weit, so gut, aber …
    Hätte ich im Moment der „Explosion“ an der Maschine hantiert, wäre es aller Wahrscheinlichkeit nach zu mehr oder weniger schweren Verbrühungen gekommen. Das gibt mir natürlich zu denken und ich frage mich: Wie sicher ist die Bezzera 99?
    Bislang bin ich davon ausgegangen: Wenn ein defekter Pressostat (oder ein anderes Ventil) zu einer „Explosion“ führt, wird der entweichende Dampf so abgeleitet, dass es für Menschen vor der Maschine ungefährlich bleibt.
    Gehe ich hier von falschen Voraussetzungen aus? Muss ich mit dem Gefühl leben, auf einem Pulverfass zu sitzen?
    Grüße Peter

  2. #2
    nobbi-4711 ist offline Erfahrener Benutzer
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    21.12.2003
    Ort
    Würzburg/Magdeburg
    Beiträge
    4.735

    Standard

    Halb so wild, der Dampf ist nicht soo heiss, dass man sofort Verbrühungen erleiden würde. Tatsächlich kann man ca 30cm unter eine laufende Dampfdüse die Hand halten und so den Dampfdruck prüfen (Ralf macht das zumindest so, und ich hab noch keine Blasen an seinen Händen gesehen ).

    Der Dampf, den Du gesehen hast, dürfte wohl aus dem ansprechenden Sicherheitsventil gekommen sein und hat sich auf allen möglichen Wegen ins Freie davongemacht. Dabei dürfte er schon erheblich abgekühlt sein. Defekte Pressostaten kommen wohl grade bei Ceme gelegentlich vor (einmal war eine ganze Baureihe schadhaft); leider kann man bei der Bezzi den Kesseldruck nicht per Manometer prüfen, um einem spinnenden Pressostaten frühzeitig auf die Spur zu kommen. Ob andere Hersteller (Mater, Gambini) robustere Pressostaten bauen, entzieht sich meiner Kenntnis; der ultrastabile, aber riesige und laute Sirai passt nicht in die Bezzi, sondern nur in entsprechend große Gastromaschinen.

    Also: auf einem Pulverfass sitzt Du keineswegs, alle Sicherungsmechanismen haben exakt so angesprochen, wie sie sollten. Ist sicher nicht grade schön, wenns passiert, aber gefährlich ist es m.E. nicht.

    Greetings \\//

    Marcus
    Seit Jahren die erste Dallacorte Mini EX4 -> also Vorsicht, subjektiv

    Gehabt und wieder los: Marzocco GS3, PID-Silvia, Carimali UNO E, Bezzera 99 (brühdruckgetunt), Hebelchen-Pavoni

  3. #3
    Kirrlacher Gast

    Standard

    Hallo Marcus,

    vielen Dank für die "beruhigende" Auskunft.

    Grüße

    Peter

  4. #4
    Goglo ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    22.02.2004
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    Beiträge
    775

    Standard

    Nun ja,

    ohne die gerade beruhigten Pferde gleich wieder scheu machen zu wollen: Natürlich kann man in trockenen Dampf die Hand halten, das hört aber um so schneller auf, wie der Dampf feuchter wird. In ganz nassen "Dampf", also kochendes Wasser will wohl aus eigener Erfahrung keiner mehr die Hand halten

    Da nun bei schlagartig austretendem Dampf gerne auch mal Wassertröpfchen mitgerissen werden, ist da schon ein gewisses Gefährdungspotential vorhanden. Wie auch bei Schnellkochtöpfen, Dampfreinigern, "richtigen" Dampfbügeleisen und was sonst noch so mit Dampf funktioniert. Aber immer noch nicht genug, eine Espressomaschine verbannen zu wollen.

    Von daher bleibt's beim gesagten und die Pferde bleiben ruhig.

    Goglo

  5. #5
    ReinerG Gast

    Standard Keine Angst :-)

    Hallo Peter,

    wir benutzen unsere Bezzera seit ca. 4 Jahren (täglich) und hatten noch nie Probleme. Was mal vorkommen kann, dass das Sicherheitsventil abbläst, das sitzt auf der linken Seite oben. Das wurde dann auch mal ausgetauscht, weil es irgendwann nicht mehr dicht war. Gemäss der Werkstatt, lag das an Kalkablagerungen. Seit wir kalkarmes Wasser verwenden und alle 4 Wochen sanft entkalken, gibt es die Probleme auch nicht mehr.

  6. #6
    Kirrlacher Gast

    Standard

    Vielen Dank für Eure Infos und Hinweise.

    Hantiere inzwischen wieder unbeschwert und entspannt an der Maschine.

    Peter


  7. #7
    Elbe ist offline Erfahrener Benutzer
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    08.11.2002
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    Wolfsburg
    Beiträge
    956

    Standard

    Seit wir kalkarmes Wasser verwenden und alle 4 Wochen sanft entkalken,
    Was darf man sich unter "sanft entkalken" so vorstellen?
    +++ Bezzera BZ99 +++ Innova Mühle +++

  8. #8
    Holger Schmitz ist offline Moderator
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    Ort
    Mönchengladbach
    Beiträge
    7.245

    Standard

    Wahrscheinlich Entkalkerlösung in den Tank, hoffen daß der Boiler nicht in diesem Augenblick befüllt wird und das Entkalkerwasser durch die Brühgruppe jagen.
    Diesen Tip findet man häufiger und ist sehr umstritten.

    Gruß
    Holger

  9. #9
    sebsei ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    11.07.2004
    Beiträge
    656

    Standard

    Diesen Tip findet man häufiger und ist sehr umstritten
    Ja, wissen wir alle, dass diese Art der Entkalkung nicht die Sinnvollste ist.

    Aber, mal so ganz dumm ins Blaue gefragt: Die Intervalle der Boilerbefüllung bekommt man ganz gut in den griff, hoffen muss man da nix wenn der Boiler voll ist, nichts entnommen wird, und die Wärmetauscher-/Brühgruppenentkalkung in zehn Minuten durch ist. Dann dürfte nichts vom Entkalkerwasser in den Boiler gelangen.

    Also: Könnte man, dürfte man, theoretisch...???

    Meine Livia wäre nämlich nach über zwei Jahren vielleicht mal dran. Und den HX könnte man so durchaus frei bekommen. Alles natürlich unter der Voraussetzung, dass der Kalk noch nicht so dick ist, dass Gefahr durch abgelöste Bröckchen/Leitungssverstopfung droht.

    Bitte nicht schlagen,
    Sebastian.

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