Trotz des hervorragenden Ratgebers zu gebrauchten Kaffeemühlen im Kaffeewiki und des entsprechenden Threads im Forum tauchen (insbesondere zu ladenneu erworbenen Mühlen) immer wieder neue Fragen im Forum auf, die sich auf einige wenige spezielle Problematiken (vor allem zu Zassenhaus-Mühlen) eingrenzen lassen: 1. Das Einstellrad (zum Einstellen des Mahlgrades) meiner Mühle verstellt sich, was kann ich tun? Dieses Problem betrifft insbesondere Zassenhaus-Mühlen, bei denen von oben mit einer Einstellmutter auf der Kurbelwelle, die gegen die Kurbel drückt, der Mahlgrad verstellt wird. Eventuell gibt es weitere Mühlen, die auf einem ähnlichen System basieren und dieses Problem aufweisen (Cilio, Peugeot - so zumindest eine Kundenrezension bei Amazon zu einer Cilio-Mühle mit Peugeot-Mahlwerk). Hinweis: ALTE Zassenhaus-Mühlen, die an einer Stellschraube NEBEN der Kurbelwelle von oben eingestellt werden, besitzen dieses Problem gemeinhin nicht! 1.1. Bei den Zassenhaus-Mühlen soll ein Plastikring mit Nippeln, der zwischen Kurbelwelle und Einstellmutter sitzt, die Stellmutter von der Drehbewegung der Kurbelwelle abkoppeln. Leider tut er dies in einigen Fällen nicht. Der Grund hierfür kann zum einen sein, dass die Haltenippel abgebrochen sind, das Problem ist im Kaffeewiki und im Forum erläutert. Abhilfe schafft leider nur die Bestellung eines entsprechenden Ersatzteils bei Zassenhaus. 1.2. Soweit der Plastikring mit den Haltenippeln in Ordnung ist und sich die Stellmutter trotzdem während des Mahlvorgangs verstellt, kann dies im einfachsten Fall vorübergehend behoben werden, indem ein Gummiring unter die Stellmutter gebastelt wird, der ein verstellen der Schraube etwas lindern kann, zumindest bis das Gummi spröde wird (hier der entsprechende Forenbeitrag von Mühlenfred). Dauerhaft kann das Problem nur mit 2 Muttern (davon eine zum Kontern) gelöst werden, die anstatt der Stellmutter angebracht werden. Die entsprechenden Forenbeiträge von Bane und meiner Wenigkeit befinden sich hier (fortlaufend) bzw. ebenfalls im Kaffeewiki unter dem oben bereits angebrachten Link. 2. Ich habe eine ladenneue Mühle gekauft und das Mahlgut ist ungleichmäßig. An sich sind die Mühlen generell darauf ausgelegt, mokkafein zu mahlen, also immer einen gewissen Feinanteil zu produzieren, der für den nötigen Gegendruck im Siebträger sorgt und sollten dabei homogenes Mahlgut produzieren (zum Großteil die gerade eingestellte Korngröße, daneben etwas Feinanteil und dazwischen nix). Falls die Mühle inhomogenes Mahlgut (von grob bis staubfein alles enthalten) produziert, könnte es bei einer neuen Mühle evtl. daran liegen, dass der Mahlkonus nicht mittig im Mahlkranz sitzt oder eiert, weil die Kurbelwelle nicht mittig und gerade im Mahlkonus eingepasst ist. Leider kann man bei den neuen Mühlen den Sitz des Mahlkranzes nicht mehr justieren, der Sitz des Mahlkonus lässt sich generell (auch bei alten Mühlen) nicht justieren. Man sollte also beim Kauf ladenneuer Mühlen darauf achten, dass das Mahlwerk beim Kurbeln gleichmäßig "rund" läuft. Soweit die Mühle noch der Gewährleistungspflicht des Händlers und/oder der Garantie des Herstellers unterliegt, kann man bei einer "eiernden" Mühle versuchen, diese zu tauschen - es lohnt sich, eine gleichmäßige mahlende neue Mühle sorgt für einen genauso guten Espresso, wie teure elektrische Mühlen...