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  1. #1
    keif76 ist offline Neuer Benutzer
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    Pfeil Anfängerfragen zur Isomac Venus / Systemdruck und Manometer...

    Hallo liebe Kaffee Netz User,

    ich bin seit einigen Monaten hier als Gast unterwegs, da ich durch die Espressobar, bei mir auf der Arbeit, auf den Geschmack gekommen bin (war bis dahin eigentlich Teetrinker) und jetzt auch so etwas Leckeres bei mir Zuhause genießen möchte.

    Desweiteren bin ich als Elektroniker echt von dem Enthusiasmus der hier vorherrscht (PID Regler, Fototimer usw.) begeistert und hätte nicht gedacht, das die Zubereitung vom Espresso so "zelebriert" werden kann. Toll....

    Vor zwei Tagen konnte ich den Angebot eines (nicht blöden) Elektronikmarktes in Braunschweig nicht wiederstehen und habe eine Isomac Venus für 480,- € erstanden.

    Ist der Preis eurer Meinung nach i.O. ?

    Da ich noch keine Mühle besitze, benutze ich erstmal den "roten" gemahlenen Espresso von Illi. Die Anschaffung einer Eureka MCI o.ä. ist für nächsten Monat geplant.


    Nachdem ich heute für die ersten Versuche alles zusammengesammelt habe (vernünftiger 58mm Alu-Tamper, Ausklopfkasten, Espressolöffel und Milchaufschäumkännchen) habe ich mich voller Vorfreude ans Werk gemacht.

    Leider ist die beiliegende Bedienungsanleitung echt mies und die Anleitung für die baugleiche Maschine Stella/Venus von Bazzar im Netz nicht zu finden (bei Espresso XXL funzt der Link nicht...)

    Doch nun genug geschwafelt - hier kommen meine "blöden" Anfängerfragen:

    Vorweg zur Erklärung:

    Die Maschine besitzt 4 Kippschalter (jeweils Position 0/1) ,ein Drehrad und eine Druckanzeige (über die Genauigkeit gabs hier im Forum ja schon einiges zu Lesen)

    Kippschalter 1: Maschine EIN/AUS
    Kippschalter 2: Wasser durch Siebträger pumpem -> Espressozubereitung
    Kippschalter 3: Pume für Heißwasserentnahme aus Dampflanze
    Kippschalter 4: Hochheizen für Dampferzeugung
    Drehrad: Regulierung Dampf- / Wassermenge (?)

    Die Druckanzeige ist, wie oben bereits erwähnt, wohl mehr ein Schätzeisen allerdings ist mir das Verhalten des Zeigers ein wenig unerklärlich...

    Nach dem Einschalten soll ja Entlüftet werden.

    Bedienugsanleitung sagt hierzu:

    Gefäss unter Dampflanze stellen
    Regulierrad für Dampf öffnen
    Kippschalter 3 auf Pos. 1 -> Wasser fliesst aus der Lanze
    Kippschalter 3 Pos. 0
    Regulierrad für Dampf schliessen

    Danach passiert folgendes:

    Die Maschiene heizt auf (Kontrolleuchte ist an) und das Manometer steigt auf 13 - 14 Bar.

    Ist die Systemtemperatur erreicht beginnt nun der Druck aber wieder zu sinken (Bis auf Null in ein paar Minuten).
    Das wiederholt sich bei erneutem Aufheizen.

    Müsste der Druck nicht gehalten werden??? bzw. Was mache ich falsch?
    Isomac Venus & Eureka MCI mit Timer

  2. #2
    PeterHH ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Anfängerfragen zur Isomac Venus / Systemdruck und Manometer...

    Willkommen hier!

    Ich kenne die Venus nicht genau genug.

    Grundsätzlich ist es aber normal, dass eine Boilermaschine zwischen Heizen und Nichtheizen abwechselt um in einem bestimmen Temperatur bzw. Druckintervall zu bleiben.

    Die Druckangaben klingen merkwürdig, ist da ein Komma verrutscht? Solange kein Espresso bezogen wird, sollte der Kesseldruck so zwischen 1 und 1.5 bar liegen. Wenn Du einen Espresso beziehst, sollte die Pumpe einen höheren Druck aufbauen. Ca. 9 bar wären optimal, viele Maschinen gehen aber bis auf 12-13 bar rauf.

    Zum Preis: Wenn ich das hier im Forum richtig gelesen habe, sieht es mit Ersatzteilen für die Venus nicht so gut aus. Für das gleiche Geld gibt es auch eine Rancilio Silvia. Die Silvia hat eine sehr hohe Verbreitung, einen soliden Aufbau und ein Ersatzteilproblem wird es auf absehbare Zeit nicht geben. Solange die Venus heil ist, steht sie der Silvia aber nicht nach. Sie hat sogar einen etwas größeren Kessel (0.5l Venus statt 0.3l Silvia).

    Gruß Peter

  3. #3
    keif76 ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Anfängerfragen zur Isomac Venus / Systemdruck und Manometer...

    Erstmal vielen Dank für eure schnellen Antworten...

    Habe nochmal weiter rumexperementiert. Wenn ich einen Bezug mache, steigt das Manometer auf ca. 13 bis 14 Bar an. Dieser Wert scheint, wenn man davon ausgeht, das das Manometer ca. 3 Bar zuviel anzeigt, i.O. zu sein.

    Das mit den 3 Bar Differenz war hier im Forum zu lesen.

    Das sonstige Verhalten ist nach wie vor Merkwürdig.

    Zu der Ersatzteilversorgung habe ich hier zum Glück gegeteiliges gelesen...Aber das Problem wird sich hoffentlich nicht so schnell stellen...
    schauen wir mal


    lg

    Kai
    Isomac Venus & Eureka MCI mit Timer

  4. #4
    PeterHH ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Anfängerfragen zur Isomac Venus / Systemdruck und Manometer...

    Ich habe die Seite Venus - KaffeeWiki ein bisschen gepflegt. Im wesentlichen habe ich die Angaben aus Espresso - Kaffee - Frankfurt - Online-Shop: Espresso-Store übertragen.

    Peter

  5. #5
    Bernd Barista ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Anfängerfragen zur Isomac Venus / Systemdruck und Manometer...

    Hallo Kai,

    ich bin seit einer Woche auch Besitzer einer Isomac Venus. Meine Maschine zeigt genau das gleiche Verhalten.
    Bei einem Druck von 9 bar läuft das Wasser in ca. 10 Sekunden durch und der espresso schmeckt schon sehr gut mit ordentlicher Crema. Wenn ich dann feiner mahle dauert der Bezug ca. 18 Sekunde bei einem Druck von ca. 12-13 bar (laut Maschinen Manometer, dass laut Isomac sehr ungenau sein soll). Der Espresso schmeckt in dieser Konfiguration sensationell gut.
    Ich benutze das La Marzocco Einersieb.
    Das Druckverhalten der Maschine beim Aufheizen sieht genau so aus wie bei Dir, der Druck baut sich jedoch schlagartig ab, wenn man kurz das Dampfventil öffnet.

    Geht Dein Manometer im Drucklosen Zustand, wenn die Maschine wieder kalt ist, ganz auf Nullposition zurück, oder bleibt es bei ca. 0.2 bar stehen?

    Viele Spaß noch beim Kaffeetrinken,

    Thorsten

  6. #6
    Bubikopf ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Anfängerfragen zur Isomac Venus / Systemdruck und Manometer...

    Die Venus ist ein Einkreiser, der Kesseldruck entspricht dem Brühdruck ( bei Bezug und geöffnetem MV ). Das Expansionsventil befindet sich im Heisswasserbereich in dem T-Stück des Dampfventils, ist daher zur Begrenzung des Brühdrucks auf 9 Bar nicht geeignet ( und ist auf ca 13 Bar eingestellt ). Das Manometer geht nicht wesentlich falsch ( auf keinen Fall um 3 Bar ), die 3 Bar Differenz bezieht sich auf Maschinen mit Brühgruppenventil, das hat die Venus aber nicht ( MV ). Wird das Wasser im Kessel aufgeheizt, dehnt es sich aus und der Druck steigt bis zum Auslösen des Expansionsventils ( 13 Bar ). Wird zu grob gemahlen, wird der Brühdruck vom Widerstand des Kaffeepucks bestimmt und die Flussmenge ist ( nach Pumpenkennlinie ) zu hoch, bei 9 Bar läuft dann eben ein Espressotässchen in 10 sek voll ( 4-5ml/Sek ). Da schmeckt ein mit 12-13 Bar aber korrekter Flussrate ( 2ml/ Sek beim Doppio ) gezogener Espresso schon deutlich besser. Um den Brühdruck bei der Venus einzustellen benötigt man ein Überdruckventil im Kaltwasserbereich, also zwischen Pumpe und Kessel. Das Überdruckventil der Zaffiro wäre da evtl. eine leicht zu montierende Möglichkeit ( mitsamt dem Pumpenentlüftungsventil, siehe Zeichnung bei Espresso Perfetto/Reparaturen/Zaffiro.PDF ), einfach Schlauch von der Pumpe abnehmen, an der Stelle das Ventil anschrauben, Schlauch auf den verschraubbaren Anschluss des OPV, auf die Schlauchtülle einen Silikonschlauch zum Tank aufstecken, fertig. Ist einstellbar. Dann ist die Venus im Prinzip gleichwertig zu einer Silvia ( und der Espresso wird nochmals besser ).
    Gruss Roger

  7. #7
    Bernd Barista ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Anfängerfragen zur Isomac Venus / Systemdruck und Manometer...

    Hallo Bubikopf,

    das kling alles richtig. Ist für den Geschmack des Espressos nicht ausschließlich die korrkete Temperatur und die Fliessgeschwindigkeit des Wassers verantwortlich (es sei denn es kommt zum "Channeling"). Beim Channeling wird nur noch ein kleiner Teil des Kaffeemehls extrahiert, aber das Einsetzen des Channeling müsste an der erhöhten Fliessgeschwindigkeit des Wassers und einem deutlichen Druckverlust erkennbar sein. Kommt es nicht zum Channeling und stimmt die Durchlaufzeit, dürfte der Druck keine Rolle mehr spielen, er ist ja nur notwendig um die Durchlaufzeit einzuhalten, bzw. ergibt sich, weil das Kaffeemehl dem Wasser einen Widerstand entgegensetzt.
    So weit ich weiß hat nur die neueste Version der Silvia ein einstellbares OPV (soll ab Werk auf ca. 9 bat eingestellt sein). Die alte Version der Silvia soll ein OPV besitzen (nicht einstellbar), welches bei ca. 13 bar öffnet. Schmeckt denn der Espresso aus der neuen Silvia jetzt deutlich besser, als aus der alten Version?
    Das heißt aber doch auch, dass ich in jedem Fall noch den passenden Mahlgrad und Tamperdruck benötige und ohne auf 9 bar eingestelltes OPV keinen vernünftigen Espresso brühen kann (oder ich habe eine Pumpe, die bei 9 bar genau die richtige Kennlinie hat (haben die Ulka-Pumpen aber eben nicht). Da scheinbar viele hochwertige Espressomaschinen das OPV auf 13 bar eingestellt haben (ab Werk), ist es auch mit diesen Maschinen ohne Justage des OPV nicht möglich einen guten Espresso zu brauen (zumindest ginge es noch wesentlich besser). Oder wird es mit 9 bar einfach nur einfacher das Channeling zu verhindern. Ich bilde mir nämlich ein, bei meinen 13 bar und 25 Sekunden Durchlaufzeit kein Channeling beobachtet zu haben.
    Hat die dunkle Crema auch etwas mit den 9 bar zu tun?
    Ich habe vor kurzem in einer Autobahn Raststätte auf einer Gastromaschine einen Espresso bekommen, der in 10 Sekunden durchlief und meiner Erfahrung nach perfekt war (mit dunkler und ausreichend Crema). So dunkel war die Crema bei mir allerdings noch nie, wobei die Crema schon deutlich dunkler ist, als auf meiner alten AEG EA 100 Crema (bei gleicher Espressosorte Segafredo Intermezzo). Oder liegt die Farbe der Crema auch an der Espressosorte?

    Hast Du deine Venus mit dem OPV modifiziert? Wie war das Ergebnis?

    Gruss Thorsten

  8. #8
    Bubikopf ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Anfängerfragen zur Isomac Venus / Systemdruck und Manometer...

    Hallo Thorsten!
    Ich habe vor kurzem in einer Autobahn Raststätte auf einer Gastromaschine einen Espresso bekommen, der in 10 Sekunden durchlief und meiner Erfahrung nach perfekt war (mit dunkler und ausreichend Crema).
    Ohne dir zu nahe treten zu wollen ( oder heißt das dich? ), das spricht nicht für die Qualität deiner Erfahrungen.
    Wenn die Pumpe ( Ulka e5 ) einen Doppio mit 2ml /sek beliefert und kein Wasser über ein OPV abgeleitet wird, bedeutet das etwa 13 Bar. Um 13 Bar aufbauen zu können, musst Du aber schon einen sehr hohen Puckwiderstand durch sehr ( viel zu ) feine Mahlung erzeugen. Die feine Mahlung und der hohe Druck führen dann beide zusammen zu einer Überextraktion und so zu einem bitteren Geschmack. Dem einen oder anderen mag das gefallen ( vielleicht auch mangels Vergleich ), die eine oder andere Kaffeesorte kann auch ein wenig mehr Druck vertragen, mit korrekt eingestelltem Brühdruck ist das Handling einfacher und der Espresso definitiv besser. Es geht hier um eine Optimierung, man kann sich auch mit weniger zufrieden geben.
    dürfte der Druck keine Rolle mehr spielen
    Versuch es doch mal drucklos, mit Aufbrühen, dann wirst Du erkennen, was der Druck für einen Einfluss hat ( zu wenig genauso wie zuviel ). Die 9 Bar sind kein Gesetz, sie haben sich im Laufe der Zeit ( und Maschinenentwicklung ) als ideal für diese Zubereitungsmethode ( Druckextraktion ) herauskristallisiert.
    Gruss Roger

  9. #9
    Bernd Barista ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Anfängerfragen zur Isomac Venus / Systemdruck und Manometer...

    Hallo Roger,

    mit dem Espresso aus der Raststätte meinte ich nur, dass ich erstaunt war, dass ein 10 Sekunden Espresso auch ganz gut schmecken kann.
    Der Espresso aus meiner Maschine schmeckt sehr gut. Ich möchte aber das Optimum an Geschmack bekommen. Dazu muss man natürlich erstmal feststellen, was alles so geht.
    Auch der Espresso auf der BFC Pulsante bei meinem Espressomaschinen Händler war in 10 Sekunden durchgerauscht und schmeckte dafür ziemlich gut. Wenn der bei mir in 10 Sekunden durchrauscht, schmeckt er zwar, ist aber leicht unterextrahiert.
    Weiterhin ist meine Crema goldig braun, mit leichten Streifen drin, die auf den Gastromaschinen waren aber deutlich dunkler.
    Wenn ich den Druck am Extraktionsventil der Venus einstellen könnte, würde ich ihn auf 9 bar justieren, das ist schon klar. Da die Maschine erst eine Woche alt ist, möchte ich aber nicht die Garatie durch eigene Modifikationen verlieren(das Ventil der Venus ist ja eher ungeeignet die 9 bar einzustellen). Schon gar nicht, wenn sich am Ende rausstellt, dass sich das Ganze quasi nicht gelohnt hat.
    Welche Maschine benutzt du? Ich habe die Venus der Silvia hauptsächlich aus optischen Gründen vorgezogen, außerdem hat sie mit 400ml den größeren Boiler und dürfte daher temperaturstabiler sein. Bis auf das OPV sah ich keine Nachteile gegenüber der Silvia, außerdem meinte mein Espressomaschinen Händler, der Brühdruck müsste sowieso über das Kaffeemehl eingestellt werden.
    Ist es wirklich so, dass viele Hersteller die OPVs bei 13 justieren? Diese Maschinen sind in der Espressoqualität dann doch auch begrenzt, oder?

    Gruß,

    Thorsten

  10. #10
    Bubikopf ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Anfängerfragen zur Isomac Venus / Systemdruck und Manometer...

    dass ich erstaunt war, dass ein 10 Sekunden Espresso auch ganz gut schmecken kann.
    Das hört sich schon anders an.
    Auch der Espresso auf der BFC Pulsante bei meinem Espressomaschinen Händler war in 10 Sekunden durchgerauscht
    außerdem meinte mein Espressomaschinen Händler, der Brühdruck müsste sowieso über das Kaffeemehl eingestellt werden.
    Und das spricht beides nicht für deinen Espressomaschinenhändler!
    Bis auf das OPV sah ich keine Nachteile gegenüber der Silvia,
    Das ist im Prinzip auch richtig.
    Ist es wirklich so, dass viele Hersteller die OPVs bei 13 justieren?
    Im Haushaltsbereich ist das wohl so, in der Gastronomie wird in der Regel schon mit 9 Bar gearbeitet.
    Gruss Roger

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