Ergebnis 1 bis 10 von 10
  1. #1
    danielp ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Neue Erkenntnisse eines "alten Hasen": Pulvermenge

    Moin,

    ha, wer hätte gedacht, dass man nach einigen Jahren ST noch mal so ein grundlegendes Aha-Erlebnis hat. Angeregt durch den Bordtreff habe ich mir mit "jens-berlin" zusammen 2 Feinwaagen für je 10,- EUR bestellt. In Vorfreude auf die Waage habe ich schon mal etwas mit der Pulvermenge gespielt und diese erheblich reduziert. Die Shots wurden schon etwas besser, aber ich dachte mir, jetzt würde ich nunmehr viel zu wenig Pulver nehmen...

    Weit gefehlt: Die Waage war angekommen und ich maß meine als viel zu gering eingeschätzte Pulvermenge:
    8,7 Gramm!!!

    Mahlgrad rauf, Menge runter, bißchen am Tampern feilen - und siehe da, was noch alles aus diesem Kaffee herauszuholen ist... nicht schlecht!

    Also, man glaubt es nicht, aber die gemahlene Kaffeemenge mal nachzuwiegen kann offenbar doch zu ganz neuen Erkenntnissen und mehr Geschmack führen...

    Koffeinhaltige Grüße
    Danielp
    B.F.C. ELA | Mazzer Mini E A | Rossi RR45 | French Press
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  2. #2
    gunnar0815 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Neue Erkenntnisse eines "alten Hasen": Pulvermenge

    Kann die Leute auch nicht verstehen die immer Überdosieren.
    Mach normalerweise 7 g und gleiche den Mahlgrad der Mühle mit -+ 0,5 g aus(1/2 bis ¾ Raster).
    Fast 9 g wäre mir auch schon zu viel. Grade die feinen Unterschiede gehen dann verloren.
    Wenn es zum Kaffee passt hab ich auch kein Problem damit nur 5 oder 6 g zu nehmen.
    Je weniger Kaffee du nimmst desto genauer muss man Arbeiten.
    Gunnar
    Carimali UNO E+ Preinfusions über Magnetventil + Mühlen= Elektra Nino + Mazzer Stark
    Büro: Nuova Simonelli MAC, Mühle Isomac Macinacaffe Stufenlos
    Röster:Genecafe CBR101+ Dimmer(Showtec Single MKII)
    Links:Sammlung technischer Daten aller Mühlen - Bezug aufteilen sollte jeder mal machen
    Preinfusion für Tank Maschinen
    Rossi RR 45 auf 80 Mahlkranz umbauen

  3. #3
    DonPhilippe ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Neue Erkenntnisse eines "alten Hasen": Pulvermenge

    Hm. Gerade beim 1er Sieb meiner Uno hab ich aber extrem Probleme mit wenig Pulver.
    Sobald ich da etwas unter die Norm komme, lässt sich der Kaffee durch das sich verjüngende Sieb nicht mehr andrücken.
    DallaCorte Mini | Carimali UNO E | Mazzer Mini Manuale | Gene Cafe CBR 101

    drink more coffee... so you can dream faster!

  4. #4
    ergojuer ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Neue Erkenntnisse eines "alten Hasen": Pulvermenge

    Da kann ich DonPhillipe nur zustimmen. Im Carimali 7 Gr Sieb kommt mit 7Gr nichts anderes als ein matschiger Puck zu Stande.
    Kürzlich habe ich mir nun ein Cimbali 6Gr Sieb von Openup besorgt. Damit geht es besser, aber auch hier müssen es schon 8Gr sein um den Puck nicht zu zerschießen.

    Gunnar, ich schätz mal, das du das LM-Einer nimmst oder?
    Carimali-Uno mit Gastroback advanced pro/ Graef ES90 mit Pavoni Jolly/ Graef CM90 und Casadio Istantaneo in Reserve
    "Gaggia-Powerentkalkung" und wie es funktioniert
    http://img172.imageshack.us/img172/8302/0634030on9.jpg

  5. #5
    nobbi-4711 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Neue Erkenntnisse eines "alten Hasen": Pulvermenge

    Ich hab die Erfahrung gemacht, dass vor allem die Bitterkeit (die mancher ja sooo arg dem Brühdruck zuschreibt) sehr zurückgeht, wenn man mal die Pulvermenge ein gutes Stück zurücksetzt. Allerdings sind dann halt die Diskussionen um Blondphase etc schon wieder müßig, denn ohne Blondphase kriegt man dann einfach keine espressotaugliche Menge in der Tasse mehr zustande...

    Greetings \\//

    Marcus
    Seit Jahren die erste Dallacorte Mini EX4 -> also Vorsicht, subjektiv

    Gehabt und wieder los: Marzocco GS3, PID-Silvia, Carimali UNO E, Bezzera 99 (brühdruckgetunt), Hebelchen-Pavoni

  6. #6
    Bubikopf ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Neue Erkenntnisse eines "alten Hasen": Pulvermenge

    Während ein viel zu hoher Brühdruck ( und bei korrekter Flussmenge dadurch zu feiner Mahlgrad ) zu einer Überextraktion vor allem der bitteren Komponenten führt, führt die Überfüllung der Siebe ( bei gleichzeitig groberem Mahlgrad ) zu einer Unterextraktion, dies führt zu einer stärkeren Betonung der sauren und bitteren Bestandteile, die Mitteltöne fallen etwas zurück ( vereinfacht ausgedrückt ). Eine kurze Blondphase kann einen Espresso geschmacklich bereichern.
    Gruss Roger

  7. #7
    nobbi-4711 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Neue Erkenntnisse eines "alten Hasen": Pulvermenge

    Zitat Zitat von Bubikopf Beitrag anzeigen
    dies führt zu einer stärkeren Betonung der sauren und bitteren Bestandteile
    Das stimmt, aber die sauren Bestandteile kann ich bei meinem Maschinchen eigentlich immer recht schnell wegmanipulieren

    Greetings \\//

    Marcus
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    Gehabt und wieder los: Marzocco GS3, PID-Silvia, Carimali UNO E, Bezzera 99 (brühdruckgetunt), Hebelchen-Pavoni

  8. #8
    Bubikopf ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Neue Erkenntnisse eines "alten Hasen": Pulvermenge

    Klar, Du drehst an deiner DC einfach die Temperatur hoch. Damit beseitigst Du aber nicht die Fehldosierung sondern kompensierst den Fehler durch einen weiteren.
    Gruss Roger
    P.S.: Entscheidend ist in der Tasse !

  9. #9
    KingCole ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Neue Erkenntnisse eines "alten Hasen": Pulvermenge

    Die Erfahrung, dass der Bitterton mit geringerer Menge zurückgeht, habe ich auch gemacht. Allerdings fehlt bei 6,5 Gramm manchmal das "Volumen", manche werden aber "Integrierter", d.h. keine Komponente ist dominant im Vergleich zu Mengen mit mehr als 7,5 Gramm.

    Es funktioniert bei manchen etwa 8 Gramm zu nehmen, grob zu mahlen und dann ordentlich zu tampen. Die Mahlung darf so grob sein, dass nach 20 Sek bereits 25 ml erreicht sind. Letztlich ist das eine Ristretto Variation. Meist bleibt bis dahin die Blondphase aus. Allerdings holt man damit nicht die letzten Nuancen aus dem Kaffe raus, aber es sind auch wenig dabei, die daneben gehen.

    Generell gibt es bei manchen Kaffees mehrere "Sweet Spots" (aeh, "Treffpunkte"), die alleine durch Variation von Menge und Mahlgrad erreicht werden können.


    Gruss, Alexander
    Geändert von KingCole (07.09.2007 um 12:52 Uhr) Grund: Ich editier halt nun mal für mein Leben gerne.
    Gaggia Paros: Auf meiner Crema kann man Schlittschuhe laufen, gut, in diesen raren, glücklichen Momenten jedenfalls.
    ----
    Derzeit: Omcafe "Perla"; Olivier "No. 4"; HitList: No. 4; Manaresi 90/10; Omcafe Extrabon

  10. #10
    Dirk2/3 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Neue Erkenntnisse eines "alten Hasen": Pulvermenge

    Hallo,
    im Moment habe ich einen Espresso einer ganz neuen kleinen italienischen Rösterrei, Namen habe ich momentan nicht parat, irgendwas mit Espresso Italiano Crema.
    Extrem dunkel geröstet, vermutlich 80/20. Günstig und ordendliches Bohnenbild, herrlicher Duft, ein feines Zeug.

    Am Anfang habe ich die 7 Gramm Menge probiert und es ging ohne grausames Channelling und eklig saurem Geschmack überhaupt nichts. Mit und ohne Preinfusion probiert.
    Erst nach vielen Versuchen habe ich am Ende die Menge stark erhöht und den Mahlgrad
    vergröbert. Gleichzeitig konnte ich die Temperatur runterdrehen.
    Preinfusion 10 Sekunden. Chanelling jetzt nahezu weg und sattes Cremabild und schöne Streifen.
    Wenn das super aussieht beim Bezug, stimmt meist der Rest(meine Erfahrung).
    Jetzt ist der Espresso Schokoladig und etwas stark (kein Wunder).
    Bitternis und Säure relativ ausgewogen. Irgendwas wie 80% Schokolade.
    Aber als Cappu durchaus lecker und durchsetzungsfähig.
    Anders ging es nicht und schmeckte nicht. Im 1er wie im 2er Sieb.
    Ob die Bohnen zu frisch sind, ist frisch von der Rösterei, was ein Grund sein könnte.
    Auf jeden Fall ist die Menge und Mahlgrad extrem wichtig neben Temperatur und Brühdruck.
    Ich könnte mir vorstellen, das die Hersteller nur Hebelmaschinen benutzen, da sollte der Espresso dann richtig funktionieren aufgrund der unterschiedlichen Druckvorgänge.
    (Nur eine Theorie). dann sollte die Säure zurücktreten und die Temperatur kann noch niedriger sein, was dem Geschmack zuträglich ist.
    Es ist m.E. falsch auf 7 gramm zu beharren und solange fein zu drehen, bis die Durchlaufmenge passt.
    Es gibt Sorten, die auf meiner Maschine einfach nicht funzen, ist halt so.
    Bei Nr.1 hatte ich ähnliche Probleme.
    Der Brühdruck an meiner Kiste ist ca. 9.0 bar. Daran werde ich nicht auch noch rumschrauben.
    Dann lieber geeigneten Kaffee nehmen, gibt ja genügend Auswahl.

    Gruß
    Nuova Simonelli Mac Digit 1, Casadio Istantaneo
    Sorry für eventuelle Schreibfehler...

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