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  #1 (permalink)  
Alt 20.10.2007, 22:27
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Standard Kaffeezubereitung mit Mineralwasser?

Hallo,

ich habe mal eine Frage, und zwar, kann man einen Kaffee in einer Filterkaffeemaschine auch mit einem stillen Mineralwasser statt mit Leitungswasser zubereiten?

Ich würd nämlich gern Mineralwasser verwenden, da ich in einer Altbau-Wohnung wohne und es daher sein kann, dass noch alte bzw. beschädigte Wasserleitungen vorhanden sind und deshalb das Leitungswasser durch verschiedene Stoffe (zb Blei, Kupfer, Eisen usw.) verunreinigt sein könnte. Und so ein verunreinigtes Leitungswasser möchte ich nicht unbedingt trinken.

Daher habe ich mir gedacht, ich könnte für die Zubereitung von Kaffee ja auch ein stilles Mineralwasser verwenden oder? Ist ja im Prinzip dasselbe wie Leitungswasser, nur halt mit mehr Mineralstoffen angereichert. Also kann man theoretisch stilles Mineralwasser dafür nehmen? Oder gibt's da irgendwelche Nachteile, zb die Qualität des Kaffees ist nicht so gut, oder die Kaffeemaschine wird beschädigt usw.?

Weiß zu diesem Thema irgendjemand etwas und könnte mir weiterhelfen? Würde mich sehr freuen

Lg
berti
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  #2 (permalink)  
Alt 20.10.2007, 22:58
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Standard AW: Kaffeezubereitung mit Mineralwasser?

einige hier füllen ihre espressomaschinen mit flaschenwasser. allerdings muss man ein wenig darauf achten, welches man nimmt. ganz abgesehen von der verkalkungsproblematik beeinflusst der härtegrad auch den geschmack. am besten schmecken im espresso etwa 7°dGH, ich, denke, beim filterkaffee ist es ähnlich. das meistgenutzte flaschenwasser hier ist, wenn ich mich recht erinnere, volvic, kann mich aber auch täuschen. einfach mal ausprobieren....
gruß, max
ps: die härte misst man am leichtesten mit einem kleinen titrierset aus dem aquarienhandel. man füllt einfach das messbecherchen mit dem zu untersuchenden wasser und zählt dann die tropfen der analyseflüssigkeit, die man hinzutropfen muss, bis die farbe umschlägt. die zahl ist dann gleichzeitig die härte in °dH. kostet nur ein paar euro
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astoria jun1, sm90, rocky d, eureka giotto "s.d.", rancilio md50, mahlkönig brasilia, krups t8, aeropress, karlsbader, alfredo 9016 (v1.0), delonghi ick 5000
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  #3 (permalink)  
Alt 21.10.2007, 16:12
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Standard AW: Kaffeezubereitung mit Mineralwasser?

Danke für deine Antwort.
Also ich denke, bei einem Mineralwasser ist die Verkalkungsproblematik geringer als bei Leitungswasser oder? Denn soviel ich weiß hat Mineralwasser ja weniger Kalk als Leitungswasser oder irre ich mich da?

Meine Befürchtungen gehen eher in die Richtung, dass die Kaffeemaschine bei Verwendung von Mineralwasser beschädigt werden könnte. Habe davon auch schon einige Male im Internet gelesen. Stimmt denn das oder ist das Quatsch?

Ansonsten könnte ich mir nur noch vorstellen, dass die gelösten Mineralstoffe im Mineralwasser eventuell den Geschmack des Kaffees beeinflussen, oder was meint ihr?

lg
berti
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  #4 (permalink)  
Alt 21.10.2007, 16:28
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Standard AW: Kaffeezubereitung mit Mineralwasser?

Zitat:
Denn soviel ich weiß hat Mineralwasser ja weniger Kalk als Leitungswasser oder irre ich mich da?
Ja, Du irrst dich. Ob ein Mineralwasser weniger Kalk als Leitungswasser enthält, kommt sowohl auf das Mineralwasser als auch auf das Leitungswasser an. In Gegenden, in denen das Leitungswasser eher Flüssigkalk gleicht (München z.B.) sieht es anders aus als hier in Wolfsburg mit sehr weichem Wasser.

Wenn Du dem Leitungswasser nicht traust, weil Du vergammelte Rohre usw. befürchtest, dann hast Du insofern ein Problem, weil Du dann damit ja auch nicht kochen dürftest. Denn Spaghetti oder Reis nehmen ja beim Kochen auch das Leitungswasser auf.

Dann solltest Du das mal analysieren lassen.

Martin
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  #5 (permalink)  
Alt 21.10.2007, 18:31
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Standard AW: Kaffeezubereitung mit Mineralwasser?

es gibt durchaus mineralwasser, das über 25°dGH hat. nur wenige haben unter 6 und einige schmecken auch noch putzich. solange du kein sprudelwasser benutzt, kann der maschine nichts passieren, außer dem kalk natürlich.
ich würde mir einfach mal ein paar flaschen kaufen, mit den test-tröpfchen messen und eine kleine cupping-testreihe machen. einfach je eine portion kaffeepulver in eine große tasse/schale und dann heißes wasser darauf. am besten mit einem thermometer gemessen, damit die temperatur den geschmack nicht beeinflusst (etwa 94°c). immer nach der gleichen ziehzeit probieren. viel spaß
gruß, max
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  #6 (permalink)  
Alt 21.10.2007, 19:13
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Standard AW: Kaffeezubereitung mit Mineralwasser?

wow, das ist ja echt eine wissenschaft für sich, das zubereiten von kaffee sind echt viele sachen, auf die man aufpassen muss bzw. sollte...

und ich dachte immer, mineralwasser ist auf jeden fall besser als leitungswasser, weil es ja meiner meinung nach "reiner" sein sollte als das leitungswasser.

aber wenn ich die kaffeemaschine mit stillem mineralwasser nicht beschädigen kann, dann werde ich dieses wasser wahrscheinlich verwenden. falls der geschmack des kaffees dann ein bisschen anders ist mit mineralwasser, dann macht mir das nichts, wichtig ist mir ja nur, dass an der kaffeemaschine nichts kaputt wird.
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  #7 (permalink)  
Alt 21.10.2007, 19:40
BWB BWB ist offline
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Standard AW: Kaffeezubereitung mit Mineralwasser?

Hallo Berti
ich hatte (habe) bei meinem Leitungswasser die gleichen Bedenken wie Du. Seit vielen Jahren verwende ich in meiner Küche nur noch Wasser aus einer einfachen Anlage zur Umkehrosmose. Spart das schleppen von Wasserkisten und ist schnell rentabel. Alle "Unken" welche von fehlenden Mineralien (Giftstoffe aller Art fehlen auch) in diesem Wasser sprechen, liegen daneben. Nur organische Mineralien werden verstoffwechselt und die hole ich mir aus Obst und Gemüse. Den Geschmack meines Kaffee (ob aufgegossen oder als Espresso) bekomme ich nicht aus den Ablagerungen des Leitungsnetz (Kuhmist schmeckt gut. Millionen von Fliegen können nicht irren !), sondern aus gutem Kaffeepulver und der Art der Zubereitung
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  #8 (permalink)  
Alt 22.10.2007, 11:26
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Standard AW: Kaffeezubereitung mit Mineralwasser?

Zitat:
Zitat von berti Beitrag anzeigen
wow, das ist ja echt eine wissenschaft für sich, das zubereiten von kaffee sind echt viele sachen, auf die man aufpassen muss bzw. sollte...

und ich dachte immer, mineralwasser ist auf jeden fall besser als leitungswasser, weil es ja meiner meinung nach "reiner" sein sollte als das leitungswasser.

aber wenn ich die kaffeemaschine mit stillem mineralwasser nicht beschädigen kann, dann werde ich dieses wasser wahrscheinlich verwenden. falls der geschmack des kaffees dann ein bisschen anders ist mit mineralwasser, dann macht mir das nichts, wichtig ist mir ja nur, dass an der kaffeemaschine nichts kaputt wird.
Mineralwasser ist mitnichten immer besser als Leitungswasser - letzteres unterliegt als Lebensmittel einer deutlich schärferen und regelmäßigen Kontrolle durch die Behörden. Diese können allerdings nicht Deine Leitungen, oder besser: die in Deinem Haus..., kontrollieren. Also am besten tatsächlich anhand der Streifen testen und letztendlich den Geschmack entscheiden lassen...
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  #9 (permalink)  
Alt 22.10.2007, 17:44
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Standard AW: Kaffeezubereitung mit Mineralwasser?

hallo Valentino,

wa meinst du mit den "Streifen messen"? Meinst du damit, ich soll das Leitungswasser auf seine Inhaltsstoffe untersuchen lassen?
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  #10 (permalink)  
Alt 23.10.2007, 09:49
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Standard AW: Kaffeezubereitung mit Mineralwasser?

Moin,
Zitat:
Zitat von Valentino Beitrag anzeigen
Mineralwasser ist mitnichten immer besser als Leitungswasser - letzteres unterliegt als Lebensmittel einer deutlich schärferen und regelmäßigen Kontrolle durch die Behörden.
das kann in der Form nicht stimmen. Auf der einen Seite möchte ich die Mineralwasserbude sehen, wo 24/7 jemand von der Behörde neben der Abfüllanlage steht und kontrolliert. Und auf der anderen Seite wird das Trinkwasser in den Wasserwerken permanent überwacht. Es gibt sogar in den meisten Wasserwerken Aquarien mit "Testfischen" (z.B. Forellen), die schon bei kleinsten Verunreinigungen "bauchoben" schwimmen und somit quasi das Wasser permanent für uns testen.

Was die Bleirohre angeht: Ich habe hier grad eine Untersuchung von 2001 zu liegen, demnach überschritten damals 1,3% aller Proben aus 2000 ausgesuchten Haushalten den gesetzlichen Grenzwert. Im "Westen" war der Prozentsatz leicht höher, im "Osten" lag er bei 0. (in Worten: "null") Auf der anderen Seite liest man dagegen immer wieder von verunreinigten recycleten Plastikflaschen, Weichmachern im Wasser usw., das scheint auch alles nicht gerade selten zu sein.

Letztendlich sollte man also einfach die Werte des eigenen Wasserversorgers erfragen, vielleicht (v.a. bei Altbebauung) mal den Vermieter oder Hauswart fragen was für Rohre das Haus hat oder ggf. die paar Euro investieren um das Leitungswasser aus dem eigenen Hahn mal testen zu lassen. Schmeckt es dann auch noch einigermaßen, ist Wasserkistenschleppen eigentlich unnötig. Und der Umwelt tut man auch noch was Gutes, schließlich ist es aus der Auvergne (Volvic) z.B. nach Berlin auch gut 1500 km weit, das muss das Wasser per LKW erstmal zurücklegen...

Und... bei allem Nespresso-Bashing hier: Auf der einen Seite wird immer über Nestle hergezogen, auf der anderen betreiben dann alle ihre Maschinen mit Danone-Wasser (Volvic)...

Koffeinhaltige Grüße
Danielp
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