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  #21 (permalink)  
Alt 29.11.2007, 21:41
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Standard AW: Den Bezug "Abschneiden"

Naja, aber dann konntest auch mit dem nicht geeigneten Test feststellen, dass es Sorten gibt die immer "geil" schmecken ... das sollte das Ziel sein - Aber wird dann nicht das Ganze Leben einfach zu harmonisch ... habe nur mal laut gedacht ...

Gruß,
Jens
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  #22 (permalink)  
Alt 29.11.2007, 22:04
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Standard AW: Den Bezug "Abschneiden"

In mehrere Tassen aufteilen ist viel zu umständlich.
Ich hab das früher mal mit einem kleinen Löffel gemacht, um festzustellen, ab wann der Bezug zu stoppen ist. Einfach alle paar Sekunden ein Probe gezogen und gekostet. Wenn man die Bitternoten bzw. Blondphase weglässt wird zu langweilig finde ich. Aber das ist Geschmackssache.
Fröhliches Fraktionieren wünsch ich noch.
Grüße, Metin.
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  #23 (permalink)  
Alt 29.11.2007, 22:23
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Standard AW: Den Bezug "Abschneiden"

@NebuK Denke wenn die ersten Tropfen halbwegs genießbar sind bekommst du einen wirklich guten Bezug. Wenn nicht ist auch das Ergebnis nachher in der Tassen nur suboptimal.
Fehler wirken sich wohl in den ersten Sek. extrem aus. Der nachlaufende Kaffee kann diese dann nur noch überdecken oder „verwässern“.
Ist eine gute Möglichkeit Fehler Geschmacklich verstärkt dazustellen.
Gunnar
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  #24 (permalink)  
Alt 01.12.2007, 22:57
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Standard AW: Den Bezug "Abschneiden"

Moin,

bislang hatte ich nie die Lust verspürt, fünf verschiedene Tassen mit je zwei Tropfen zu füllen und anschließend mit dem Löffel auszukratzen -- aber wenn man nen Doppio durchlaufen läßt und dabei den Tipp von beginner beherzigend die eine Seite des Doppelauslaufs löffelweise während der Extraktion probiert, ist das ne simple und vor allem lehrreiche Aktion. Und hat man zunächst nur phasenweise probiert, so kann man danach noch die Tasse mit der anderen Hälfte leeren, um auch den Gesamtgeschmack abschließend im Mund zu haben.

Leider war meine Erkenntnis jedoch gerade nicht so gewaltig, da ich mit dem Manaresi Rosso ein ohnehin total säurearmes Böhnchen in der Mühle habe und lediglich eine Entwicklung von extrem intensiv/herb zu neutral erkennen konnte.

Vielleicht erschien mir die erste Phase jedoch auch heftiger als sie wirklich war, da ich es nicht gewohnt bin, ohne Zucker zu trinken... Ab der dreißigsten Sekunde war der Kaffee zwar immer noch recht körperreich und kein Stück blond, schmeckte aber bemerkenswert farblos. Hätte ich so nicht für möglich gehalten.

Bin schon gespannt, was das Spielchen demnächst bei anderen Sorten zu zeigen vermag.

Viele Grüße
Martin
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  #25 (permalink)  
Alt 03.12.2007, 21:47
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Standard AW: Den Bezug "Abschneiden"

Gute Idee mit dem parallelen Bezug und gleichzeitigen Test. Interessant ist ja eigentlich auch nur die erste und letzte Phase
Gunnar
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  #26 (permalink)  
Alt 17.12.2007, 18:09
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Standard AW: Den Bezug "Abschneiden"

Das rumprobieren mit den hier gewonnenen Erkenntnissen hat mir bisher zu zwei "Bezugskniffen" verholfen, die mir wahrlich eine neue Ebene offenbart hat. Im Detail recht unspektakulaer, naemlich beim Nicaragua blos kein bisschen Blond reinlaufen lassen, beim Malabar dagegen blos den Anfang (ca. 5sec langsames Tropfen bei mir, ich nehm ab da wo das Schwaenzchen durchgehend wird) weglassen, und gut und gerne n Schuss Blond dazu.

Zeigt meiner Meinung (die allerdings nochnicht fertig ausgebildet ist ;P) bei jedem der beiden Bohnen etwas mehr von den "Eigengeschmaeckern" auf.

Gruesse
- Dario
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  #27 (permalink)  
Alt 19.01.2009, 20:51
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Standard AW: Den Bezug "Abschneiden"

Ich bin auf diesen alten Thread gestoßen und meine, er wäre es wert, dass man ihn wieder hervor holt, bevor man ein neues Thema mit altem Inhalt startet.

Ich habe heute auch mal einen Doppio, Langen Classico, auf meiner CC in 5 Einzeltassen laufen lassen, alle 5 Sekunden Wechsel bis 25s. Ohne Preinfusion.

Ich denke, für den Test ist der Langen Classico ideal, weil ich meine, dass er geschmacklich in der Mitte liegt, weder bitter noch säurebetont.

Ich habe dabei ganz ähnliche Ergebnisse erzielt wie Gunnar (S.2 dieses Threads), sehr aufschlussreich waren für mich die ersten Sekunden und die letzten (-25s).

Das Zeug aus der ersten Tasse (0-5s) war tatsächlich kaum trinkbar. Man kann es kaum im Mund behalten, scharf, extrem bitter, ja wie Gunnar bemerkt, beißend.

Dieser Eindruck schwächt sich in der zweiten Tasse etwas ab, es wird einigermaßen trinkbar, bittere Aromen sind aber immer noch stark präsent.

Ab 10s wird es dann annehmbar, ab 15s ist die Bittere fast verschwunden, ab 20 s wird's recht neutral, nicht bitter und auch nicht sauer, eher dünn, die Farbe blond!

Ich versuche ebenfalls einige Schlüsse aus dem Versuch zu ziehen, man möge mich korrigieren, wenn diese Ansichten auf Ablehnung stoßen:

-In den ersten Sekunden entscheidet sich die Qualität des Espressos. Hier werden derartig viele Aromen extrahiert, dass die darauffolgenden Phasen das Gesamtergebnis kaum mehr beeinflussen können.

-Die letzte Phase, wo der Strahl blondiert, konnte (in meinem Fall) das Ergebnis sicher nicht stark beeinflussen. Hier stimme ich ebenfalls Gunnar zu: Ab hier wird der Espresso in der Hauptsache 'verdünnt'.
Dass es quasi 'Lehrmeinung' ist, dass beim Blondieren der Bezug unmittelbar abzubrechen sei, hat vielleicht einen anderen Grund:

So deutet frühzeitiges Blondieren möglicherweise auf eine starke Überextraktion zu Beginn des Bezuges hin. Der Bittere Ton kommt daher nicht aus der ersten letzten, 'blondierten' Phase, sondern aus der ersten!

-Die Temperaturstabilität einer Maschine während des Bezuges ist wohl weniger kritisch zu sehen, wie mancher glauben mag. Ab etwa 15s ist aus dem Kaffee nicht mehr viel herauszuholen. Wenn hier die Brühtemperatur etwas abfällt, dürfte dies das Gesamtergebnis kaum mehr stark beeinflussen.

-Etwaige Dampfbildung im Kessel (nach längerem Leerlauf) hat deswegen starken Einfluss auf die Qualität des Espressos, weil der Dampf in der ersten Phase des Bezugs auf den Kaffee trifft, wo die Extraktion am höchsten ist.

Wie denkt Ihr dazu?

Gruß

Michl

Ps. Der gleiche Espresso, aus dem Doppelauslauf auf zwei Tassen verteilt, war übrigens vorzüglich. Man mag es nach diesem Versuch kaum glauben.
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  #28 (permalink)  
Alt 20.01.2009, 21:21
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Standard AW: Den Bezug "Abschneiden"

Sollte eigentlich jeder mal versuchen. Verstehe gar nicht warum es nur so wenige machen.
@Michl LA denke bei einem richtig guten Bezug wo wirklich alles stimmt mit Preinfusion kannst du wohl die ersten Tropfen sogar trinken. Einer der etwas daneben liegt haut dir die Geschmacksnerven von der Zunge.
Gunnar
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  #29 (permalink)  
Alt 20.03.2009, 20:09
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Standard AW: Den Bezug "Abschneiden"

Werde ich heute noch probieren.

Wird das Ergebnis nicht verändern - aber ist beim Probieren eine andere Reihenfolge vielleicht ratsamer?!
Macht es nicht vielleicht eher Sinn beim Trinken/Probieren bei der letzten Tasse des Bezugs anzufangen? Bei einer Weinprobe startet man ja auch nicht mit dem kräftigsten Wein... ...oder ist das jetzt n bisl kleinkariert, da es ja nur um die Hauptcharakteristika des jeweiligen Bezugszeitraumes geht?

Egal...ich bin gespannt und frag mich warum ich das bisher noch nicht ausprobiert habe! Melde mich später mit dem Ergebnis...
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  #30 (permalink)  
Alt 20.03.2009, 20:14
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Standard AW: Den Bezug "Abschneiden"

Gute Idee, denn nach dem Verkosten des ersten Abschnitts sind die Geschmacksnerven bereits betäubt.

Gruß

Michl
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