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  1. #1
    Kaffee-Paul ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Mühle einstellen: immer bis es kreischt?

    Hallo,

    nach der Aufrüstung kommt das Justieren....

    Generell wird empfohlen, den Mahlgrad, also den Abstand der Mahlscheiben, einzustellen, während diese rotieren. Das habe ich jetzt auch getan- und zunächst einen kleinen Schock bekommen - das Geräusch, das dabei entsteht ist ja wirklich höllisch. Ich gehe zwar natürlich davon aus, daß es nur die geschliffenen Ränder der Mahlscheiben sind, die sich da berühren (und nicht etwa die Mahlzähne..... oder?), aber gibt es nicht eine etwas elegantere Alternative zum EInstellen der Mühle? Man könnte ja z.B. das Gewinde bei ausgeschaltetem Motor (und natürlich leerer Mahlkammer) soweit reinschrauben, bis es nicht mehr weitergeht- das müsste doch eigentlich der Punkt sein, an dem die Mahlscheiben sich berühren. Warum aber wird das so nicht empfohlen?

    Gruß

    Paul
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  2. #2
    koffeinschock ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Mühle einstellen: immer bis es kreischt?

    warum willst du den minimalen mahlgrad einstellen? üblicherweise wird der mahlgrad nur in winzigen schritten verstellt. die empfehlung die mühle nur in betrieb zu verstellen, rührt daher, daß im normalfall bohnen in der mühle sind und du druck ausübst: die mühle könnte blockieren. die mühle im leerlauf einzustellen bringts übrigens auch nicht: die bohnen drücken die mahlscheiben minimal auseinander - der mahlgrad ist gröber, als eingestellt.
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  3. #3
    Kaffee-Paul ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Mühle einstellen: immer bis es kreischt?

    Hallo,

    Zitat Zitat von koffeinschock Beitrag anzeigen
    warum willst du den minimalen mahlgrad einstellen? üblicherweise wird der mahlgrad nur in winzigen schritten verstellt.
    Um mich von dort ggf. zu entfernen
    Im Ernst: das habe ich so (hier im Forum?) gelesen. Macht ja auch Sinn: Ich habe einen Fixpunkt (feinstmöglicher Mahlgrad) und schaue dann, ob gröber gemahlen werden kann- und das mache ich dann in den winzigen Schritten.


    Zitat Zitat von koffeinschock Beitrag anzeigen
    die empfehlung die mühle nur in betrieb zu verstellen, rührt daher, daß im normalfall bohnen in der mühle sind und du druck ausübst: die mühle könnte blockieren.
    Das ist IMHO nicht richtig (bzw. war auch Teil der Frage; widerspricht jedenfalls z.B. den Herstellerangaben im Manual): Falls Bohnen in der Mühle sind, sollen die erstmal raus aus der Mahlkammer. Dafür haben einige Mühlen auch einen Schieber zwischen Bohnenbehälter und Mahlkammer- schiebt man den zu und mahlt, ist die Kammer danach leer. Dann soll, so andere Meinungen, mit der Einstellung bei sozusagen "Mahlgrad Null" begonnen werden.


    Zitat Zitat von koffeinschock Beitrag anzeigen
    die mühle im leerlauf einzustellen bringts übrigens auch nicht: die bohnen drücken die mahlscheiben minimal auseinander - der mahlgrad ist gröber, als eingestellt.
    Naja, aber das werdee ich ja nie verhindern können, egal mit welcher Methode ich den Mahlgrad eingestellt habe. Vielleicht wäre es möglich, das Feingewinde (dann aber wohl mit einer großen Rohrzange!) in diesem Zustand noch weiter zuzudrehen- in der Folge würde die Mühle dann aber wohl blockieren und der thermische Regler die frustranen Bemühungen des Motors beenden

    Ach ja, jetzt weiß ich wieder wo's (unter anderem) stand- hier: Espresso für Einsteiger - KaffeeWiki
    (unter "Wie finde ich den richtigen Mahlgrad")


    Gruß

    Paul
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  4. #4
    meister eder ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Mühle einstellen: immer bis es kreischt?

    hallo paul, ein frohes neues wünsch ich dir!
    ja, der abschnitt im wiki bezieht sich eigentlich nur auf die ersteinstellung der mühle. das machst du einmal, markierst dir den feinsten punkt und fängst so an. dann stellst du soweit gröber, bis es passt. am besten machst du dir da noch ne markierung. für die nächste sorte gehst du dann von der einstellung der letzten aus und dann in kleinen schritten in die benötigte richtung. nur in richtung fein musst du bei jedem verstellen den motor anstellen. ich stelle meistens eine raste feiner und lasse dann kurz den motor drehen.
    feiner als den schleifpunkt muss du mit frischen bohnen eigentlich keine große mühle einstellen, ich bin meistens etwa 15-20° auf dem kranz davon weg.
    gruß, max
    KaffeeWiki.de: Einsteigerartikel Abkürzungen
    astoria jun1, sm90, rocky d, eureka giotto "s.d.", rancilio md50, mahlkönig brasilia, krups t8, aeropress, karlsbader, alfredo 9016 (v1.0), delonghi ick 5000
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  5. #5
    Kaffee-Paul ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Mühle einstellen: immer bis es kreischt?

    Hallo Max,

    auch Dir ein schönes neues Jahr!

    Zitat Zitat von meister eder Beitrag anzeigen
    ja, der abschnitt im wiki bezieht sich eigentlich nur auf die ersteinstellung der mühle. das machst du einmal, markierst dir den feinsten punkt und fängst so an.
    OK, zum Glück ist bei mir eine Skala mit Ziffern drauf. Ich frage mich aber, warum die Mahlscheiben überhaupt rotieren sollen.

    Zitat Zitat von meister eder Beitrag anzeigen
    dann stellst du soweit gröber, bis es passt. am besten machst du dir da noch ne markierung. für die nächste sorte gehst du dann von der einstellung der letzten aus und dann in kleinen schritten in die benötigte richtung.
    Gut, das leuchtet ein.


    Zitat Zitat von meister eder Beitrag anzeigen
    nur in richtung fein musst du bei jedem verstellen den motor anstellen. ich stelle meistens eine raste feiner und lasse dann kurz den motor drehen.
    Warum ist das so?


    Zitat Zitat von meister eder Beitrag anzeigen
    feiner als den schleifpunkt muss du mit frischen bohnen eigentlich keine große mühle einstellen, ich bin meistens etwa 15-20° auf dem kranz davon weg.
    Ich habe mir das zunächst so vorgestellt, daß es feiner als bis zum Schleifpunkt nicht geht- nach dem, was Du schreibst ist es aber wohl nicht so. Außerdem habe ich jetzt festgestellt, daß ich den Mahlkranz (nach einigen Mahlungen) über den Schleifpunkt (Richtung fein) zurückdrehen kann. Das Ganze ist für mich nun rätselhafter als zuvor ...

    Beim Sinnieren über die Feinheit der Mahlgradstufen ist mir eingefallen, daß man ja eigentlich den Steigungsgrad des Mahlkranzgewindes mit beachten muß. Gibt es da unterschiede oder sind das alles die gleichen Feingewinde (Steigungsgrad, nicht Durchmesser)?


    Gruß

    Paul
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  6. #6
    meister eder ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Mühle einstellen: immer bis es kreischt?

    guck mal in die signatur von gunnar, da steht ein link zu den rasterungen diverser mühlen, mitsamt gewindesteigung, rastenanzahl und der daraus errechneten spaltdifferenz pro raste. sogar der anstellwinkel ist bei konischen mühlen mit eingerechnet.
    wenn du stehende mahlscheiben zusammendrehst, bleiben dabei die bohnen dazwischen stecken. wenn du mehrere stufen auf einmal zusammendrehst, beschädigst du uu dabei das mahlwerk oder die lager vom motor. oder der motor läuft so schwer an, dass dir die sicherung oder eine wicklung durchbrennt. nur wenn der motor läuft, kann der enstehende druck abgebaut werden.
    wenn du die scheiben bis zum schleifpunkt zusammendrehst und erst danach bohnen einfüllst, drücken die bohnen die scheiben noch ein wenig auseinander. dadurch kann man die scheiben noch ein wenig weiter zusammendrehen, allerdings nur mit großer vorsicht....
    spätestens wenn dabei kaum noch pulver rauskommt, sollte man wieder gröber stellen.
    gruß, max
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  7. #7
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    Standard AW: Mühle einstellen: immer bis es kreischt?

    Zitat Zitat von Kaffee-Paul Beitrag anzeigen

    Das ist IMHO nicht richtig (bzw. war auch Teil der Frage; widerspricht jedenfalls z.B. den Herstellerangaben im Manual): Falls Bohnen in der Mühle sind, sollen die erstmal raus aus der Mahlkammer. Dafür haben einige Mühlen auch einen Schieber zwischen Bohnenbehälter und Mahlkammer- schiebt man den zu und mahlt, ist die Kammer danach leer. Dann soll, so andere Meinungen, mit der Einstellung bei sozusagen "Mahlgrad Null" begonnen werden.
    wieso widerspricht das den angaben im manual? in jeder mir bekannten anleitung für mühlen steht drin, daß man nicht feiner einstellen soll, ohne daß die mühle läuft.
    trotz allem bist du üblicherweise verhältnismäßig weit vom endanschlag weg.
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  8. #8
    Kaffee-Paul ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Mühle einstellen: immer bis es kreischt?

    Hallo,

    Zitat Zitat von meister eder Beitrag anzeigen
    guck mal in die signatur von gunnar, da steht ein link zu den rasterungen diverser mühlen, mitsamt gewindesteigung, rastenanzahl und der daraus errechneten spaltdifferenz pro raste. sogar der anstellwinkel ist bei konischen mühlen mit eingerechnet.
    Das ist ja wirklich genial! Zum Glück hat Gunnar diesen Schatz mittels Signatur gerettet....- ich fänd's prima, wenn das noch irgendwie ins Wiki kommen könnte.


    Zitat Zitat von meister eder Beitrag anzeigen
    wenn du die scheiben bis zum schleifpunkt zusammendrehst und erst danach bohnen einfüllst, drücken die bohnen die scheiben noch ein wenig auseinander. dadurch kann man die scheiben noch ein wenig weiter zusammendrehen, allerdings nur mit großer vorsicht....
    OK, es scheint sogar so, als würden die Mahlscheiben nach Einfüllen der Bohnen und anschließendem Leermahlen auseinandergedrückt bleiben. Das habe ich heute festgestellt. Ich konnte den Mahlkranz bis zum Erreichen des Schleifpunktes noch einige Markierungen weiter zudrehen als es beim ersten Mal möglich war. Vielleicht müssen sich dei Mahlscheiben erstmal "setzen"? Nur wie lange dauert dieser Vorgang? Ich bin mal gespannt wie es aussieht, wenn ich den jetzigen Inhalt des Bohnenbehälters weggetrunken habe. Ist das normal? Die Mühle von der ich momentan spreche ist übrigens die Obel "Junior" (schön leise, gefällt mir auch optisch recht gut).

    Zitat Zitat von meister eder Beitrag anzeigen
    spätestens wenn dabei kaum noch pulver rauskommt, sollte man wieder gröber stellen.
    Hatte es heute zunächst so extrem fein eingestellt, daß praktisch nichts mehr herauskam...

    Kurz nochmal zum Verständnis: Das Einstellen mit rotierenden Mahlscheiben hat den Sinn, daß keine Bohne das Mahlwerk blockieren kann. Wenn ich mir aber sicher bin, daß keine Bohne drin ist (z.B. bei einer ganz neuen Mühle), dann müsste es doch auch möglich sein den Mahlkranz soweit zuzudrehen, bis es nicht mehr weitergeht- gestoppt durch dei Mahlscheiben, oder? Dabei hätten sich dei Mahlscheiben aber wahrscheinlich noch etwas mehr genähert als wäre man bis zum Schleifpunkt gegangen, denn das Schleifgeräusch entsteht ja beim ersten Kontakt der Mahlscheiben- und der dürfte durch kleine Ungenauigkeiten der Scheiben, der Motorwelle, etc. früher liegen. Praktischen Bezug hat dieser technische Aspekt aber offenbar eh nicht, denn die erste verwendbare Mahlgradeinstellung ist natürlich einige Grad weiter Richtung "grob".

    Wie es aber aussieht, s.o., muß man anfangs mehrmals den "Nullpunkt" oder "Schleifpunkt" suchen, da die Bohnen die Scheiben wohl (anfangs) bleibend auseinanderdrücken.

    Zitat Zitat von koffeinschock Beitrag anzeigen
    wieso widerspricht das den angaben im manual? in jeder mir bekannten anleitung für mühlen steht drin, daß man nicht feiner einstellen soll, ohne daß die mühle läuft.
    trotz allem bist du üblicherweise verhältnismäßig weit vom endanschlag weg.
    Nee, ich glaube, ich habe da zuviele Ursachen und Wirkungen auf einmal gesehen... Kurz: ein Mißverständnis


    Gruß

    Paul
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  9. #9
    meister eder ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Mühle einstellen: immer bis es kreischt?

    nein, die scheiben sollten eigentlich nicht dauerhaft auseinandergedrückt bleiben. das wär dann wohl schon ein lagerschaden ....
    aber neue scheiben müssen immer erstmal eingemahlen werden, dabei verschwinden zb kleine grate oder was auch immer, jedenfalls nimmt die qualität des mahlguts nach den ersten kilos deutlich zu, auch die mahlgradeinstellung ändert sich eine weile lang. meine scheiben sind irgendwie auch schneller geworden.
    kann schon sein, dass vor dem einmahlen der schleifpunkt auch eher kommt.
    auch bei einer komplett leeren mühle würde ich den kranz die letzten umdrehungen nur mit laufendem motor reindrehen, also auch beim suchen des schleifpunktes. aus dem einfachen grund, dass man so nicht über den schleifpunkt hinausdrehen, sich dabei die lager beschädigen oder aus versehen die mühle anschalten und dabei zerstören kann. merke: im stillstand lassen sich die scheiben weiter als bis zum schleifpunkt zusammendrehen, bis man deutlichen widerstand spürt. du kannst natürlich die untere scheibe dabei beobachten und aufhören, sobald sie sich bewegt oder immer mal an ihr drehen, um zu sehen, ob sie noch frei ist.
    gruß, max
    ps: hm, das erinnert mich an meine rohloff-nabe, von der ich auch auf den ersten 1000km dachte, ich hätte nen haufen kohle in den sand gesetzt. jetzt schnurrt sie wie ein kätzchen...
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    Standard AW: Mühle einstellen: immer bis es kreischt?

    Hallo Max,

    wie ich das liebe: Problem bis in die letzte Verzweigung geklärt!

    Und, an dieser Stelle ruhig mal OT:

    Zitat Zitat von meister eder Beitrag anzeigen
    ps: hm, das erinnert mich an meine rohloff-nabe, von der ich auch auf den ersten 1000km dachte, ich hätte nen haufen kohle in den sand gesetzt. jetzt schnurrt sie wie ein kätzchen...
    Jaaaa....... *schmelzdahin* Die Rohloff steht bei mir auch noch auf der Agenda . Und bei diesem Meisterstück ist es wirklich bekannt: je länger sie läuft umso besser wird sie!


    Gruß

    Paul
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