Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. #1
    thurston ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Wiener Melange, aber wie?

    Wie macht man Wiener Melange?
    Oder ist es letztlich doch dasselbe wie ein Cappuccino?
    Muß man zwingend spezielle Kaffeeröstungen verwenden?
    Gelten für die Kaffeebasis dieselben Parameter wie beim Espresso (25sec usw)?

    Fragen über Fragen.
    Antworten erwarte ich nach meiner google-Suche, die nur Tests diverser WienerMelangeFertigpulver (super Geschmack! Wie in Wien! *jubel*) erbracht hat, hier im Kaffeenetz.
    Enttäuscht mich bitte nicht!
    Quickmill 0835; Ascaso I-2; Eureka MCI
    z. Zt. Espresso vom Bonner Espresso-Studio "Calssico" und
    Espresso "Lapidea" von einer Rösterei aus Mayen

  2. #2
    old harry ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Wiener Melange, aber wie?

    schon mal wikipedia befragt?

    Die Melange oder auch Wiener Melange (von französisch melanger 'mischen') ist eine Wiener Kaffeespezialität. Die Wiener Melange besteht aus Kaffee, Milch und aufgeschäumter Milch sowie Kakaopulver und hat große Ähnlichkeit mit dem Cappuccino. Allerdings wird sie meist mit etwas milderem Kaffee zubereitet und es werden bevorzugt kandierte Kaffeebohnen verwendet.

    Wer statt der Milch lieber Schlagobers haben möchte, bestellt einen Franziskaner.

    In einigen Wiener Kaffeehäusern bekommt man jedoch beim Bestellen eines Cappuccinos oder einer Wiener Melange, Touristen-gerecht, Kaffee mit Schlagobers (Schlagsahne) serviert. Im Falle der Melange kann dies durchaus auch starker Filterkaffee sein. Ebenso kann auch ein Mokka ein starker Filterkaffee sein.

    Im „Wiener Kaffee-ABC“ ist eine Melange wie folgt definiert: Ein Mokka, etwas verlängert mit warmer Milch versetzt und Milchschaumhaube; in großer Schale serviert.

  3. #3
    florestan ist offline Benutzer
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    Standard AW: Wiener Melange, aber wie?

    Also das mit den kandierten Bohnen ist mir in Österreich noch nie untergekommen.
    Ansonsten würde ich für eine Melange einfach einen espresso lungo machen, heiße Milch mit oder ohne Schaum dazu. Es gibt "Wiener Röstungen", die sind etwas heller als Espresso, man kann aber auch gut einen Arabica (z.B. der von Langen) dafür nehmen. Von der Firma "Sonnentor" gibt es eine "Melange"-Mischung, die ist ganz gut, ich glaube, die lassen beim Sacher rösten. Ansonsten sehr empfehlenswert: Naber Kaffee, Wien.
    Domobar, Eureka MCI/Timer

  4. #4
    thurston ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Wiener Melange, aber wie?

    obige Definition hatte ich auch gefunden.
    Aber das mit den karamellisierten Bohnen schien mir falsch zu sein.
    Daher meine Anfrage hier.
    Quickmill 0835; Ascaso I-2; Eureka MCI
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    Espresso "Lapidea" von einer Rösterei aus Mayen

  5. #5
    plempel ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Wiener Melange, aber wie?

    Das kann ja nicht sooo schwer sein:

    YouTube - Making Wiener Melange, The sys admin drink

    Mmmh, lecker, Prost!

    Gruss
    Plempel
    Oscarchen & Macinacaffe Lux :: Schneid Pinoro & Costa Rica :: DeLonghi EAM 3000

  6. #6
    KardinalWest ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Wiener Melange, aber wie?

    Ist ja wiederlich.... Im Namen aller Österreicher/innen:

    EINSPRUCH!

    gruß - Tom

  7. #7
    Joseph Kyselak ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Wiener Melange, aber wie?

    Das ist hier zwar schon ein alter Beitrag, aber irgendwie fehlt hier doch eine endgültig erläuternde Antwort und nebenbei ist leider auch schon in einigen "Lokalitäten" meiner Heimatstadt aus touristischen Gründen auch der Unterschied zwischen einer Melange und einem Cappuccino untergegangen... (im Rest Österreichs/Tourismusgebiet so oder so... - da wird dann der Unterschied durch eine Schlagobershaube (Sahnehaube) erläutert - Das ist dann der sogenannte "Untergang des Abendlandes...") Denn eine Melange mit Schlagobers (Sahne) statt der Milchschaumhaube heißt in Wien "Franziskaner" wie oben schon geschrieben wurde

    Also wie wird eine Schale Melange" nun "fabriziert":
    Am Anfang aber ein Hinweis am Rande, nach dem bekannten Schriftsteller Friedrich Torberg: "Als oberstes Größenmaß gilt die Teeschale, die wenn sie tatsächlich Tee enthält, nicht Teeschale heißt, sondern eine Schale Tee - unter Tasse versteht man in Wien die Untertasse."
    Grundsätzlich ist eine Melange ein Mokka (KEIN Espresso! Wobei der Mokka früher auf die Wiener oder Karlsbader Art zubereitet wurde -> Karlsbader Kanne. Auch handelt es sich NICHT um kandierte Kaffeebohnen!) der ein wenig mit Wasser verlängert wird und dann mit heißer Milch zu gleichen Teilen versetzt wird und dem dann eine Milchschaumhaube "aufgesetzt" wird... Das ganz wird dann als (Schale) Melange serviert.
    Doch will ich hier wieder F. Torberg zu Wort kommen lassen um die leider schon untergegange ehemalig Wiener Kaffehauskultur im Bezug auf das Mischverhältnis ein wenig zu erläutern: ...je nach Neigung und Sekkatur des Gastes, und gewöhnlich dirch ein an die Bestellung zugehängtes "mehr licht" oder "mehr dunkel" angedeutet. Ein Perfektionist unter den einstigen Kellnern des Cafe Herrenhof (ein leider schon seit 1961 geschlossenes Wiener Kaffeehaus) trug ständig eine Lackierer-Farbskala mit zwanzig numerierten Schattierungen von Braunbei sich und hatte den erfolgreichen Ehrgeiz, seinen Stammgästen den Kaffee genau in der gewünschten Farbtönung zu servieren...

    Wenn aber man dazu noch in der Wikipedia jedoch lesen muss, daß noch Kakaopulver über die Melange gestreut wird... bekommt man Tränen in den Augen - das ist im Original nicht so - wiederum etwas, daß erst in "neuen Zeiten" an einigen Stellen so praktiziert wird.

    Nebenbei gibt es noch die "Kaisermelange", aber das ist eine andere Geschichte...

    Gruss

    Kyselak

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