Hallo, zusammen,
im threat über das tampern kam die frage nach der funktionsweise des brühkopfes oder von zweikreisern allgemeiner auf.
nun habe ich meine maschine BFC junior levetta genauer untersucht und einige temperaturen gemessen.
aufgrund des drucks von 1bar im kessel hat das wasser dort eine temperatur von 120°C, mithin auch das sich im hx befindliche wasser. dieses zirkuliert durch etwas dickere rohre zum oberen teil des brühkopfes, erwärmt diesen und strömt zum hx zurück. durch wärmeleitung erwärmt sich der kopf und gibt die wärme schließlich an die umgebung ab. vom oberen teil des kopfes bis zum rand des siebträgers fällt die temperatur ab. ( E61 Group Espresso Machine: Detailed Interior Schematics - Espresso Machines • Home-Barista.com)
nach abschluss der aufheizphase ist dieses temperaturgefälle konstant.
nach entfernen der schraube auf der "nase" des kopfes, habe ich die temeratur in dessen innern gemessen. 73°C waren es bei mir.
nun habe ich den bezug gestartet. wie zu erwarten, erhöhte sich die temperatur auf bis zu 85°C um dananch deutlich wieder abzufallen auf 80 und dann 75° bei insgesamt geförderten 200ml. im vorgeheizten becher kam das wasser dann noch auf 74°.
die von mir zuerst vermuteten mehr als 94° konnte ich nicht messen. offenssichtlich nimmt der massive brühkopf sehr viel wärme auf und senkt so die temperatur des wassers.
einen leerbezug vor dem zapfen halte ich deshalb auch bei meiner maschine für überflüssig, da 1. der kopf die temperatur senkt und 2. ein bezug nicht ausreicht, um "frischwasser" durch den hx bis zum sieb zu befördern. konstruktiv ist also eine solche maschine für den direkten intermittierenden bezug von einigen tassen, nicht aber für den gastrobetrieb ausgelegt. dort muss der kopf mit deutlich höherer leistung beheizt werden und natürlich der dampf im separaten boiler erzeugt werden.
soweit erstmal, hans


LinkBack URL
About LinkBacks
Zitieren


Lesezeichen