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  1. #1
    Nightstalker ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Filterkaffee - Grundsätzliche Fragen zur Zubereitung usw.

    Hallo,

    da meine Espressomaschinen z.Z. auf den Transport warten und daher trocken gelegt sind hab ich mich kurzerhand entschlossen auf Filterkaffee umzusteigen. Um meinen Gaumen zu schonen habe ich mir erstmal einen Goldfilter zugelegt und mahle weiterhin meinen eigenen Kaffee den ich nun auch für den Filter selbst rösten werde/möchte.

    Nun aber ein paar Fragen zum Thema:

    1. Wie wirkt sich Temperatur (Brühtemp) beim Filterkaffee aus, welche Temp. ist "richtig".
    2. Wie ist das Zusammenspiel von Mahlgrad und Brühtemp, gibt es eines?
    3. Welche geschmacklichen Neauncen ergeben sich aus gröberem oder feinerem Mahlgrad?
    4. Wie sollte eine Röstung für Filterkaffee aussehen und welche Geschmacklichen Neauncen lassen sich beim Rösten (wie) betonen?

    Vermutlich kenne ich die meisten Antworten schon jedoch habe ich mich mit Filterkaffee bisher garnicht auseinandergesetzt und darum möchte ich mir die Antworten von den erfahrenen Usern sozusagen bestätigen lassen.

    Bisher habe ich aus der Laune heraus eine Portion Harar Longberry und eine Portion Limu Mokka für meine Filterexperimente geröstet und auch schon probiert. Beide schmecken weder sauer noch bitter aber zeigen auch sonst wenig "Charakter", entweder ist die Röstung zu dunkel oder es liegt an Mahlgrad oder Temp? Ich werde aber vermutlich nicht weite kommen wenn ich jetzt wahllos rumprobiere vielleicht helfen mir die Antworten die richtige Richtung zu finden.

    Wer sonst noch relevante Tipps hat bitte sich nicht zurück zu halten.

    Danke!
    Maschine 1: Arte di Vittoria - Junior Plus Levetta
    Maschine 2: Nuova Simonelli Personal 1
    Mühle: Mazzer Mini E/B
    Röster: Gene Café CBR101 230V

    Rasenmäher zweckentfremdet ...

  2. #2
    schnick.schnack ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Filterkaffee - Grundsätzliche Fragen zur Zubereitung usw.

    Hallo Nighty,

    alle Fragen kann ich Dir leider auch nicht beantworten. Ich bringe öfter mal eine eigene Röstung auf die Arbeit mit, da verwenden wir eine French Press. Ich röste eine ähnliche Temperaturkurve wie für Espresso, nur etwas steiler (einen Tick aggressiver, aber nicht deutlich). Den ersten Crack nehme ich voll mit und röste den noch kurz aus, höre dann aber recht zügig auf (30 Sek-1 Min, Ende so bei 11-13 Min). Das Ergebnis ist eine viel hellere Röstung als ich sie von Supermarkt/Boardröstern her kenne.

    Ich lasse das Wasser aufkochen, gebe einen Schuss kaltes Wasser rein und brühe mit dem Wasser, dass nun irgendwo bei 90°C sein wird auf und lasse ein paar Minuten ziehen.

    Wenn man zu heiss aufbrüht wirds bitter (der Kaffee verbrennt auch hier), wenn man zu fein mahlt wirds bitter, wenn man zu grob mahlt wirds flach, wenn man zu kalt brüht sauer.

    Zu geschmacklichen Nuancen kann ich hier nicht viel sagen, da ich ehrlich gesagt noch gar nicht so sehr drauf geachtet habe. Ich finde den Kaffee recht lecker.

    Ich finde, dass vor allem Süd- und Mittelamerikaner sowie Kenianer tolle Filterkaffees sind. Äthiopier und Asiaten sind mMn eher für Esrpesso geeignet.

    Robustamischungen, die ich als Espresso sehr schätze, sind übrigens furchtbar als Filterkaffee.

    lg,
    s.

  3. #3
    DL1LBN ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Filterkaffee - Grundsätzliche Fragen zur Zubereitung usw.

    Hi Nighty
    Wenn es bei uns zuhause Filterkaffe gibt, dann nach folgendem Ritual.
    Kanne vorgewärmt, Filter drauf und dann fertig gemahlenen Ba..ance hinein (Meine Frau hat da die Einkaufshoheit und der schmeckt ihr nun mal am Besten). Wasserkocher an, wenn fertig einen Moment abkühlenlassen, wenns noch brodelt, verbrennt der Kaffee. Dann wird mit einem kleinen Schluck vorgebrüht. Wasserkocher nicht wieder einschalten. Wenn der Kaffee gut durchfeuchtet ist, zügig aufgießen, am Besten ohne Trockenfallen im Filter in einem Rutsch durchlaufen lassen. Wohl bekomms!
    Schmeckt uns auf jeden Fall immer erheblich besser als alles was die Filterkaffeemaschinen so zustandebringen. Unterschied zwischen Gold- und Papierfilter ist m.E. unerheblich.
    Gruß
    Christoph

    Futurmat Milady; Mini Mazzer E; http://up.picr.de/3585568.jpg = Wellnessinsel
    Quickmill 08835 im Büro, Uralte Baby Gaggia wartet auf Reanimation im Keller, Bialetti Elettrica (230/120V und 12V) Reiseset mit Zassenhaus Heidelberg.
    Schleichwerbung für guten Zweck:www.raddampfer-kaiser-wilhelm.de ist ein ehrenamtlich betriebener Museumsdampfer BJ 1900
    (da könnt Ihr mich sehen(siehe Schiff sucht Mannschaft/Heizraum), ich bin der, der im Kessel liegt und aus dem Mannloch guckt)

  4. #4
    Nightstalker ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Filterkaffee - Grundsätzliche Fragen zur Zubereitung usw.

    HI!

    Dann scheint mein 1. Problem wohl der Mahlgrad zu sein, ich denke der ist noch zu grob, habs gut gemeint und hab die Mühle gleich mal auf "Streusand" gestellt
    Sauer/Bitter ist er wie gesagt garnicht, schmeckt richtig nach firschem Kaffee aber hat eben garkeinen Charakter (also FLACH).

    Mein 2. Problem wird dann die Sorte ansich sein, ich hab die beiden Batches geröstet weil das jeweils Reste waren die ich ohnehin verbrauchen wollte, mal sehen was ich vielleicht noch rausholen kann.

    Naja und dann wär da noch das Rösten, ich fürchte ich bin etwas übers Ziel hinaus, die Bohnen sind doch recht dunkel, ich werde versuchen ein Foto vom Limu Mokka zu posten, wahr wohl aus der Gewohnheit raus einfach zu lang, wenn ich hald auch sonst nur Espresso röste


    Tja danke für die Tipps, ich werd mich damit heute mal damit befassen und sehen ob ich noch was hin bekomme.


    Zitat Zitat von DL1LBN Beitrag anzeigen
    Hi Nighty
    Wenn es bei uns zuhause Filterkaffe gibt, dann nach folgendem Ritual.
    Kanne vorgewärmt, Filter drauf und dann fertig gemahlenen Ba..ance hinein (Meine Frau hat da die Einkaufshoheit und der schmeckt ihr nun mal am Besten). Wasserkocher an, wenn fertig einen Moment abkühlenlassen, wenns noch brodelt, verbrennt der Kaffee. Dann wird mit einem kleinen Schluck vorgebrüht. Wasserkocher nicht wieder einschalten. Wenn der Kaffee gut durchfeuchtet ist, zügig aufgießen, am Besten ohne Trockenfallen im Filter in einem Rutsch durchlaufen lassen. Wohl bekomms!
    Schmeckt uns auf jeden Fall immer erheblich besser als alles was die Filterkaffeemaschinen so zustandebringen. Unterschied zwischen Gold- und Papierfilter ist m.E. unerheblich.
    Auch für deine Tipps sag ich danke! Wasserkocher hab ich noch keinen kommt aber in der neuen Wohnung natürlich. Der Tipp mit dem Brühen ist auf jedenfalls notiert, ich habe es ähnlich gemacht allerdings hab ich doch immer ein wenig gewartet bis ich weitergegossen habe.

    Den Goldfilter hab ich aus 2. Gründen genommen, 1. weil widerverwendbar und 2. weil ich mal einen Papierfilter vor dem brühen ausgewaschen hab und doch einen deutlichen Unterschied festgestellt habe. Naja so oder so, jetzt ist er hald da und soll auch seine Berechtigung haben Brauch ich mir wenigstens nicht den Kopf über Filtertüten zerbrechen!
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  5. #5
    schnick.schnack ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Filterkaffee - Grundsätzliche Fragen zur Zubereitung usw.

    Säuren tun einem Filterkaffee mMn gut. Wahrscheinlich hast Du beim Rösten genau den Punkt getroffen, an dem die Säuren "eliminiert" werden und der Körper noch nicht hinreichend ausgebildet ist. Man muss sich wirklich zwingen früher aufzuhören.

  6. #6
    Nightstalker ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Filterkaffee - Grundsätzliche Fragen zur Zubereitung usw.

    Das liegt sicher auch ein bisschen daran dass ich beim Harar den 1. Crack kaum hören konnte bzw. nicht hören konnte. Beim Limu wars besser, den werd ich heut mal probieren, vielleicht ist mir der besser geglückt.

    Hast du vielleicht ein Bild von einer Filterröstung nur so als Vergleich damit ich seh wie weit daneben ich bin?
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  7. #7
    schnick.schnack ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Filterkaffee - Grundsätzliche Fragen zur Zubereitung usw.

    Tut mir leid, ich habe leider kein Foto. Hör einfach mal kurz nach dem ersten Crack auf, egal wie hell die Bohnen sind. Zumindest hast Du dann ein völlig anderes Spektrum. Ob es dann für den Kaffee passt, muss man halt rausfinden
    laut Fricke müsste es ein City sein.

    lg,
    s.

  8. #8
    Nightstalker ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Filterkaffee - Grundsätzliche Fragen zur Zubereitung usw.

    Wird wohl so sein, interessant ist die Erläuterung auf der nächsten Seite, mit Fotos... also meine Bohnen sehen beim 1. Crack ganz anders aus... hm.
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  9. #9
    Valentino ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Filterkaffee - Grundsätzliche Fragen zur Zubereitung usw.

    Hi,

    Zitat Zitat von Nightstalker Beitrag anzeigen
    HI!

    ...und 2. weil ich mal einen Papierfilter vor dem brühen ausgewaschen hab und doch einen deutlichen Unterschied festgestellt habe....
    wie geht das denn?
    @home: BFC ELA - Mazzer Mini E, Quamar 80E - Fausto Napoli
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    Eureka MCI/T-M - Fausto Monaco
    @überall: AeroPress / Hario Skerton
    Porzellan-Handfilter / Preßstempel - Solis - derzeit Nix

  10. #10
    meister eder ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Filterkaffee - Grundsätzliche Fragen zur Zubereitung usw.

    unter den wasserhahn und spülen, am besten im halter, wie denn sonst? hab ich auch mal gemacht, aber bei der t8 nicht mehr, weil die viel kleinere filter(blätter!) hat, bei denen das mE kaum auffällt.
    gruß, max
    KaffeeWiki.de: Einsteigerartikel Abkürzungen
    astoria jun1, sm90, rocky d, eureka giotto "s.d.", rancilio md50, mahlkönig brasilia, krups t8, aeropress, karlsbader, alfredo 9016 (v1.0), delonghi ick 5000
    z.Zt. i.d.M.: quijote oh, harvey! espresso, quijote zamora filter

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