Hallo,
ich 'arbeite' mich gerade ins Thema Espresso-Zubereitung und habe eine grundsätzliche Frage zum Brühdruck.
Dazu folgendes Bild:
links: Der Einfachheit halber nehmen wir an das Manometer zeige 12 bar und es gebe Leitungsverluste bis zum Pulver von 1 bar. Ausserdem nehmen wir an, der Strömungswiderstand des Siebes ließe sich verstellen.
Dann gibt es 2 Szenarien:
Situation 1:
Das Sieb habe einen hohen Widerstand, dort werden 11 bar abgebaut. Das Pulver ist locker, kaum Druckverlust, aber gleichmäßig 11 bar anliegend.
Situation II:
Das Pulver ist gepresst, es reduziert den Druck von 11 auf 1 bar. Druckverlust am Sieb 1 bar.
In Situation II ist das Pulver (von oben nach unten) einem Druckgradienten ausgesetzt, in Situation I herrscht nahezu überall der gleiche Druck.
Ich würde denken, daß Situation I besser geeignet ist, um gleichmäßig die Aromen aus dem Kaffee zu lösen. In II wird das Pulver oben ja viel stärker extrahiert als das untere.
Außerdem ließe I eine weitere Freiheit mit dem Mahlgrad zu: man könnte gleichen Extraktionsdruck und Fließgeschwindigkeit mit verschiedenen Mahlstufen realisieren.
Real wird II verwendet. Weil es zum besseren Aroma führt, oder ist das einfach eine Frage der technischen Machbarkeit? Zumindest die Crema dürfte in I nicht der gewohnten Qualität entsprechen.
Was sagen die Experten dazu?
Danke
Alex


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