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  1. #1
    tilli ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Großer Brühboiler

    Hallo liebe Kaffee-Netzler,

    da ich derzeit für meine Maschinennachfolge zwischen zwei (evtl. drei) Dualboilern (Kaffee-Netz wirkt...) schwanke, würde ich mir gerne mal Meinungen hören zu:

    Großer Brühboiler, ja oder nein? (Wahrscheinlich wissen einige jetzt schon, um welche Maschine es geht).

    Mir fällt kein wirklicher Vorteil eines großen Brühboilers ein. Ob zwei parallel gezogene Caffe Creme im großen Becher von Temperaturstabilität profitieren, weiß ich nicht.

    Nachteile:
    - Mehr Wasser = Längere Aufheizzeit
    - Höhere Umschlagszeit des Boilerinhalts = höheres Kalkrisiko (?)
    - generell mehr Abwärme = höhere Stromkosten

    Ihr dürft die Liste gerne erweitern, oder auch den positiven Punkten etwas hinzufügen.

    Was mich am ehesten stört wäre die lange Verweilzeit des selben Wassers im Boiler. Ob es schlimm ist, kann ich nicht sagen, aber um die Frage dreht es sich bei mir ein wenig (derzeit tausche ich den Tank meiner Saeco Aroma etwa 1 mal pro Woche). Denn wenn dieses keinen wirklichen Nachteil darstellt, fahr ich mit der Maschine mit großem Brühboiler aufgrund anderer Vorteile besser.

    Vielen Dank schonmal für eure Meinung und schönen Gruß vom
    Tilli

  2. #2
    derBruno ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Großer Brühboiler

    evtl. bestize ich einer dieser Maschinen. Bin aber kein großer Analytiker der (verbauten) Technik, also foglen nur meine Beobachtungen als "Homebarista" und Espressofreund

    Für meine Bedürfnisse, das sind genau 2 Espressi auf einmal, reicht der "kleine" Kaffeeboiler mit ca. 450ml auf jeden Fall und ist dabei - soweit ich das beurteilen kann - ziemlich temperaturstabil.
    Zu Ende des Bezugs zeigt das Display einen von Temperaturabfall von ca 3-5°c an. Da sich die Messonde im hinteren Teil des Boilers (auf der anderen Seite ist die BG) befindet, dürfte dieser Abfall m.E. keine merkbare Auswirkung auf die Temperatur an der BG haben - zumindest für den normalen Espressobezug.
    Die Temperatur erholt sich schneller als ich für die nächsten Espressi mahlen, tampen usw. kann; also auch keine Einschränkungen.

    Aufheizeit ist sensationell: Nach ca 5min ist die Soll-Temperatur erreicht, nach weiteren 10 - 15min traue ich mich bereits durchaus guten Espresso zuzubereiten. Stromverbrauch ist bei der Vivaldi, natürlich bei abgeschaltenem Dampfkessel, auch recht gering.

    Abgestanden hat das Wasser aus dem kleinen Boiler noch nie. Schümli oder Caffè Lungo trinke ich nicht, deshalb auch keine Beobachtungen.

    Vielleicht helfen dir ja meine Erfahrungen weiter...

    Gruß, Bruno
    Geändert von derBruno (15.04.2009 um 21:40 Uhr) Grund: Ergänzung

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  3. #3
    tilli ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Großer Brühboiler

    Hallo Bruno,

    danke für deine Erfahrungen. In der Tat ist eine der Maschinen die Vivaldi, allerdings hat diese ja einen angenehm kleinen Brühboiler...ich sorge mich eher um den großen Brühboiler eines anderen Aspiranten.

    Hast du die Vivaldi eigentlich mit oder ohne Präinfusionskammer? Wirkt sich dieses merklich aus?

    Schönen Gruß,
    Tilli

  4. #4
    meister eder ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Großer Brühboiler

    die 4-5°c temperaturabfall halte ich nicht für bedenklich, wenn man sich mal anschaut, welche masse der brühkopf hat und welche wassermenge in den rohren vom kessel bis zur dusche steht. von dem 5°c zu kaltem wasser erreicht wahrscheinlich nicht ein einziger milliliter das duschsieb. falls doch, wurde er auf seinem weg durch den brühkopf ausreichend erwärmt. schließlich gibt es auch noch den effekt, dass sich der brühkopf während des bezugs leicht erwärmt. die wärme, die er zu anfang des bezugs aufgenommen hat, kann er zum ende hin wieder abgeben, falls nötig. gerade bei hoher bezugsrate (viele kaffees hintereinander) müsste man bei allzu stabiler kesseltemperatur eher noch mit einem schleichenden temepraturanstieg des brühwassers rechnen, da die kühlleistung des kopfes nur durch konvektion erst dann zunimmt, wenn er bereits heißer geworden ist.
    im haushalt halte ich kleine brühkessel bei durchdachter brühkopfkonstuktion und intelligenter temperatursteuerung einfach für eleganter. wenn sogar die kleine gaggia mit 140ml und pid eine annähernd konstante ausgabetemperatur liefert, wozu braucht man dann einen zehnmal so großen kessel?!
    gruß, max
    KaffeeWiki.de: Einsteigerartikel Abkürzungen
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    z.Zt. i.d.M.: quijote oh, harvey! espresso, quijote zamora filter

  5. #5
    derBruno ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Großer Brühboiler

    Hallo tilli,

    ich hab die normale Vivaldi 2 mit Rota, großem Dampfkessel und Festwasser (z.Z. noch aus Kanister). Hier ist die Preinfusion in Sekunden programmierbar. Da sie aber über den Leitungswasserdruck erfolgt, kann ich sie z.Z. nur bedingt testen, bei der Preinfusion jetzt nur etwas aus der BG tröpfelt. Vielleicht reicht das schon - geschmacklich sind die Espressi auf jeden Fall besser, als von jeder meiner vorigen Maschine. Vielleicht wär's mit Leitungsdruck noch besser - aber das werd' ich in naher Zukunft bestimmt/hoffentlich auch erfahren.
    Der Brühdruck steigt auch recht sanft an, so dass aus einem anfänglichem Tröpfeln aus dem ST so gut wie immer ein dickflüssiger Strang wird.

    Ansonsten halte ich persönlich Preinfusion nicht unbedingt für notwendig um leckere (bzw. bessere) Espressi zu beziehen. Dem Cremavolumen tut's halt meist gut... Bleibt wahrscheinlich Geschmackssache

    Solltest du Fragen zur Vivaldi haben, stell' sie mir einfach!

    Gruß, Bruno

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