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  1. #1
    bswpt ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Physikalische Erklärung für unterschiedliche Masse und "Mahlverhalten"?

    Man verzeihe mir gleich vorweg meine holprige Sprache, da ich physikalisch ein Voll-Laie bin. Ich traue mich aber trotzdem.

    Einleitung: Nehmen wir Monaco und Malabar (beide Fausto) und gehen davon aus, daß ich reproduzierbar exakt die gleiche Menge (mit Feinwaage bis auf das zweite Komma gewogen), sprich Gewicht, mahle. Nach meinem Verständnis müßte demnach die gleiche "Masse" an Kaffee im Sieb sein. Den Malabar kann ich aber IMMER 1-2mm tiefer tampern (bei gefühltem gleichen Druck) als den Monaco. Ich sehe daß zuverlässig an der Versenkung des Tampers gegenüber dem Siebrand.
    Frage1: Ich kann mir das nicht erklären, weil ich vom "Masse-Gedanken" her annehmen würde, daß exakt die selbe Menge Kaffee im Sieb ist.
    Also: Wieso, weshalb warum???

    Frage2: beide Kaffees "sauen" rum, ob mit Vario oder Demoka ist mal nebensächlich. Auffällig ist jedoch, daß der Monaco sich signifikant weniger auflädt und auch insgesamt signifikant weniger saut als der Malabar. Wie ist das zu erklären? Ist die Antwort so einfach, wie ich es mir denke - daß schlicht Herkunft, Bohnensorte usw. die Ursache sind? O.k....aber wie ist das physikalisch zu erklären?
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  2. #2
    Wasu ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Physikalische Erklärung für unterschiedliche Masse und "Mahlverhalten"?

    Bin ebenfalls ein Laie, aber ich hab mir das mal so überlegt.
    Je nach Röstgrad bzw. Alter des Kaffee's ist der Wassergehalt unterschiedlich, liegt wohl so unter 5% denke ich.
    Vielleicht liest ja Walter den Post und er kann uns mehr über die Restfeuchte im Kaffee sagen.
    Feuchtigkeit ist Gewicht, je feuchter umso weniger Kaffeemehl, da es ja schwerer ist.

    Komisch ist, dass sich Kaffeemehl mit höherem Wassergehalt auch weniger elektrisch aufladen müsste, scheint aber bei dir anders zu sein.

    Vielleicht ist meine Theorie auch völliger Mist.
    Quickmill 3035 Brühdruckreduziert 9,5 Bar, thermoisoliert, ohne Dampflanze dafür mit LM-Sieb und bodenlosem Siebträger. Außerdem Stella Herdkanne und Bodum Pressstempelkanne

    Dank kurzer Aufheizzeit muss unangemeldeter Besuch bei mir nicht 30min auf den den ersten Espresso warten, und Energie spart's auch......


  3. #3
    SAL
    SAL ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Physikalische Erklärung für unterschiedliche Masse und "Mahlverhalten"?

    Frage 1: Unterschiedliche Dichte, schau dir einfach ein Kilo Eisenholzspaene und ein Kilo Balasholzspaene an......

    Frage 2: Sollte wirklich an der Restfeuchte liegen, je mehr Fluessigkeit umso geringer die statische Aufladung.

    SAL
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  4. #4
    bswpt ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Physikalische Erklärung für unterschiedliche Masse und "Mahlverhalten"?

    Zitat Zitat von SAL Beitrag anzeigen
    Frage 1: Unterschiedliche Dichte, schau dir einfach ein Kilo Eisenholzspaene und ein Kilo Balasholzspaene an......
    Ah, o.k., mit Dichte kann ich etwas anfangen, ich glaube es gibt auch "Wichte"......
    Das hieße also im Klartext, beide Kaffeesorten sind zwar Arabica-Bohnen, aber höchst unterschiedlich in der Dichte, und deren Molekular-Struktur bleibt selbst unter Druck (tampern...) unterschiedlich, deshalb nach dem Tampern die unterschiedliche "Füllhöhe" im Sieb. Korrekt? (ich wäre stolz, wenn ja...)

    Zitat Zitat von SAL Beitrag anzeigen
    Frage 2: Sollte wirklich an der Restfeuchte liegen, je mehr Fluessigkeit umso geringer die statische Aufladung.
    Das verstehe ich. Ich hätte ja darauf getippt, daß der Malabar mehr Restfeuchte hat (wg. Monsun und so....).
    Heißt das denn, daß der Malabar evtl. länger geröstet wird?
    DC Mini (mit selbst gebastelter Reling!!! / alte Version, powered by emotion and Marcus)
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  5. #5
    ComKaff ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Physikalische Erklärung für unterschiedliche Masse und "Mahlverhalten"?

    ich schwadroniere ma., ohne wissenschaftliche Untermauerung: je älter der Kaffee, desto feiner muss er (in meiner Mühle) gemahlen werden (Erfahrung).

    Außerdem ist die Art der Röstung ausschlaggebend, das zeigen die Heimröstertreffen, wo unterschiedlich geröstete Kaffees (Heimröster, Profiröster) immer wieder zur Mahlgradanpassung zwingen. Es könnte aber auch an den unterschiedlichen Kaffees, die gemahlen und zubereitet werden liegen.

    Ich habe schon mal vermutet, daß die Mühle bei gleichem Mahlgrad eine unterschiedliche Korngröße produziert, vielleicht, je nach Brüchigkeit der Bohne - ist aber nur grobe Vermutung, vielleicht auch grober Unfug.

    Luftfeuchte, Feuchtigkeit und Aufnahmefähigkeit einer Bohne spielen sicher eine Rolle. Hochlandkaffees mit hoher Dichte ergeben möglicherweise eine feinere Körnung, weil die Zellstruktur anders ist usw. ...

    wie gesagt, nur ein paar Gedanken.
    in der Mühle: Berliner Bohne Hauptstadtespresso Medium Roast
    Maschinen:
    Bezzera Strega, Rocket RE 2S

    zuh.:
    Hario Dripper, Aeropress @ Nepal Lekhnat Kaski
    Mühlen: Mazzer Super Jolly, Mazzer Mini, Mahlkönig Guatemala K32/S20
    zuhause: Mahlkönig W401
    Röster: Giesen Kaffeeröster W1, W15 @ 2012


  6. #6
    SAL
    SAL ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Physikalische Erklärung für unterschiedliche Masse und "Mahlverhalten"?

    Zitat Zitat von bswpt Beitrag anzeigen
    Ah, o.k., mit Dichte kann ich etwas anfangen, ich glaube es gibt auch "Wichte"......
    Das hieße also im Klartext, beide Kaffeesorten sind zwar Arabica-Bohnen, aber höchst unterschiedlich in der Dichte, und deren Molekular-Struktur bleibt selbst unter Druck (tampern...) unterschiedlich, deshalb nach dem Tampern die unterschiedliche "Füllhöhe" im Sieb. Korrekt? (ich wäre stolz, wenn ja...)
    Ja koennte man so sagen


    Zitat Zitat von bswpt Beitrag anzeigen
    Das verstehe ich. Ich hätte ja darauf getippt, daß der Malabar mehr Restfeuchte hat (wg. Monsun und so....).
    Heißt das denn, daß der Malabar evtl. länger geröstet wird?
    Wieso die eine Bohne feuchter ist als die Andere haengt von vielem ab, wie auch sonst immer im Leben. Ob der Malabar jetzt laenger geroestet wird musst Du Fausto direkt fragen.
    Rancilio Silvia mit Auber PID, PI, Fuellstandsanzeiger Bruehdruckreduziert 06/99
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  7. #7
    Arni ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Physikalische Erklärung für unterschiedliche Masse und "Mahlverhalten"?

    Wen ich 10 gr buchenholz fein rasple bekomme ich ein kleineres Häufchen wie wenn ich 10 gr. Fichtenholz nehme. Holz ist nicht gleich Holz. Buche hat ein höheres spezifisches Gewicht als Fichte. Ähnlich mag es beim Kaffee sein, dass Bohnen unterschiedlicher Sorten unterschiedl. spez. Gewichte besitzen. Das kann an der Sorte an sich, an der Lagerung, der Röstung etc. liegen. Also Kaffeebohnen unterscheiden sich nicht nur durch den Geschmack.

  8. #8
    cafePaul ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Physikalische Erklärung für unterschiedliche Masse und "Mahlverhalten"?

    ...vergleich einfach mal die Bohnen, dann siehst du schon, dass die vom Malabar viel grösser sind und eine andere Dichte haben. (da die Bohnen anscheinend keine Lufteinschlüsse über Mahlkorngrösse haben)
    Ich vermute, dass das v.a. vom "Monsuned" kommt, also der Tatsache, dass sie eine Weile dem Monsun-Regen ausgesetzt werden.
    Daraus erklärt sich wahrsch. auch das "gutmütigere" Verhalten bei der Zubereitung, an welchem Effekt auch immer das im Einzelnen liegt.

  9. #9
    Walter_ ist offline Moderator
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    Standard AW: Physikalische Erklärung für unterschiedliche Masse und "Mahlverhalten"?

    Zitat Zitat von Wasu Beitrag anzeigen
    Vielleicht liest ja Walter den Post und er kann uns mehr über die Restfeuchte im Kaffee sagen.
    Ich weiß, daß ich nix weiß...

    MM ist durch das Monsooning auf jeden Fall ein besonderer Kaffee, durch die Einlagerung der Feuchtigkeit und das anschließende Trocknen nimmt die Bohne nicht nur stark an Volumen zu, es werden auch die Strukturen der Zellmembrane verändert bzw. beschädigt. Ob eine allenfalls während des Monsooning durchgeführte Behandlung mit Fungiziden zusätzlichen Einfluß hat, vermag ich auch nicht einzuschätzen. Grundsätzlich sollten die Bohnen auf einen ähnlichen Feuchtigkeitsgehalt getrocknet sein wie andere Bohnen, aber Fakt ist auch, daß die derart "gestressten" Bohnen wesentlich anfälliger für Feuchtigkeitsschwankungen während der Lagerung sind und oft auch ein unterschiedliches Verhalten während der Röstung zeigen.

    Durch das vergrößerte Volumen ergibt sich zwar auch eine unterschiedliche Dichte, aber ich denke nicht, daß die unterschiedliche Dichte des Mahlgutes (d.h. der einzelnen "Körnchen") für das unterschiedliche Füllvolumen zuständig ist. Da vermute ich eher, daß sich durch gewisse Faktoren - wie z.B. auch durch die statische Aufladung - während des Mahlens danach eine unterschiedliche Packungsdichte im Sieb ergibt, die auch nach dem Anpressen erhalten bleibt. Wäre die Packung schon so dicht, daß die Dichte der einzelnen Mahlgut-Teilchen für die Füllhöhe verantwortlich wäre, würden auch 9 bar Druck nicht ausreichen, Wasser durch den Puck hindurchzubewegen...
    fa' zoccu hai di fari e li fatti d'àutru nun guardari....

  10. #10
    Holger Schmitz ist offline Moderator
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    Standard AW: Physikalische Erklärung für unterschiedliche Masse und "Mahlverhalten"?

    Die Aussage von Walter "Monsooning durchgeführte Behandlung mit Fungiziden" klingt aber nicht so übermäßig gesund...

    ggf Interesse das in einem neuen Beitrag zu diskutieren ?

    Gruß
    Holger

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