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11.10.2009, 11:07
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Registriert seit: 16.11.2004
Ort: 45133 Essen
Beiträge: 90
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Siebträger füllen - wie viel Kaffeemehl?
Hallo Leute,
Ich wollte wissen, wie sehr Ihr den Siebträger befüllt. Bisher habe ich ihn immer ziemlich voll gemacht, sodass der Puck rel. trocken herauskam. Jetzt habe ich bei einem der seattle coffee gear Videos auf Youbube erfahren, dass das Pulver nicht an das Sieb stoßen sollte. Nur hat man dann meiner Meinung nach das Problem des Channeling und einen matschigen, nassen Puck. Also, wie handhabt Ihr das?
Gruß, Christopher.
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BFC Pulsante + Mazzer Mini
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11.10.2009, 11:20
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Registriert seit: 09.12.2008
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Beiträge: 476
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AW: Siebträger füllen - wie viel Kaffeemehl?
Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Frage richtig verstanden habe. Ich beantworte sie mal so, wie ich sie verstanden habe:
Es kommt sehr auf die Maschine und die Kaffeesorte an.
Standardwerte: 8g Kaffeemehl soll ca 30ml in 30sec ergeben. Darauf hin soll der Mahlgrad abgestimmt werden.
Der Kaffeepuck darf durchaus das Sieb berühren, aber erst durch das Aufquellen nach Berührung mit Wasser.
Und das Wichtigste: Wenn's dir schmeckt, ist alles ok.
 Dirk
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"If this is coffee, please bring me some tea;
but if this is tea, please bring me some coffee." Abraham Lincoln
zu Hause: La Spaziale Vivaldi & Mahlkönig Vario, Poccino Concerto Mill
unterwegs: Mypressi Twist & Sözen-Handmühle
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11.10.2009, 12:02
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 08.10.2007
Beiträge: 4.642
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AW: Siebträger füllen - wie viel Kaffeemehl?
Die Richtwerte sind 7 und 14 gr. Manche einersiebe funktionieren nicht mit 7 gr, man muss mind. 8-9 gr nehmen, um ein ordentliches Ergebnis zu bekommen.
Grundsätzlich ist es aber Geschmacksache, wie viel jeder Kaffeemehl nehmen will. Wie die Maschine reagiert, wenn das Sieb "zu voll" ist, muss jeder selbst ausprobieren. Ich würde es jedenfalls nicht so voll füllen, dass das Kaffeemehl im trockenen Zustand genau am Duschsieb anstößt. Aber dann hat man ja auch Schwierigkeiten beim Eindrehen des ST.
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11.10.2009, 12:44
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 22.08.2006
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AW: Siebträger füllen - wie viel Kaffeemehl?
Es gibt einen "physikalischen" Rahmen, wieviel Kaffee mindestens und höchstens in ein Sieb eingefüllt werden muss, bzw kann. Und der hat etwas mit der Bauart des Siebes zu tun und nichts mit Geschmack.
Leider gibt es da keine Regeln und auch die Angaben der Hersteller sind nicht sonderlich hilfreich - man muss es einmal ausprobieren und weiß es dann für alle Zeiten.
Die Mindesteinfüllmenge ist erreicht, wenn das Mehl eine geschlossene Oberfläche über die gesamte zur Verfügung stehende Oberfläche hat, bzw diese vollständig in ausreichender Dicke bedeckt. Das überprüft man, indem man einen Testbezug macht (oder auch "Lehrbezug", wie Galgo unten völlig korrekt vorschlägt  ) und anschließend den ST vorsichtig ausspannt, um die Oberfläche des Pucks sorgfältig zu analysieren: gibt es Ausbrüche oder offene Spots, die auf ein Channeling schließen lassen? Wenn nicht, ist dies die Mindestmenge für dieses Sieb.
Für die Maximalmenge gibt Dan Kehn von Home-Barista einen wertvollen Tipp, den ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann: zwischen Kaffee und Dusche sollte eine Münze von 2 mm Stärke passen - also ein 1 €-Stück: eine Münze auf das Kaffeemehl legen und einspannen. Wenn sich die Münze deutlich in das Pulver eindrückt, ist das Sieb überfüllt. Hintergrund ist, dass das Pulver beim Bezug quillt und daher etwas Luft im ST braucht.
Wird das Duschsieb von einer Schraube an der Unterseite gehalten, geht das mit der Münze nicht. Dann füllen wir das Sieb, spannen den ST ein und wieder aus und prüfen, ob sich die Schraube in voller Höhe eingedrückt hat. Tut sie das, ist das Sieb überfüllt. Wir entnehmen etwas Mehl, tampern neu und prüfen wieder - solange, bis sich die Schraube nur noch schwach eindrückt. Das ist dann die Maximalmenge, mit der das Sieb gefüllt werden kann.
Natürlich brauchen wir für diese Prüfmaßnahmen eine Waage, um die Mengen exakt bestimmen zu können!
Meine Rancilio-Siebe sind z.B. durch ihre Bauart relativ problematisch: das Einer mit seiner Stufe braucht ein Minimum von 7 g - besser noch 8 g, um einen sauberen Bezug hinzubekommen. Bei 6 g ist die Stärke des Pulvers über der Stufe zu dünn und das führt zu unangenehmem Channeling und Ausbrüchen, die keinen sauberen Bezug ermöglichen. Mit dem Bodenlosen ST sieht man das sehr genau! Das Zweier hat einen ganz engen Rahmen, innerhalb dessen ein guter Bezug möglich ist und der liegt zwischen 15 und 16 g! Zur Not gehen auch mal 18 g - aber ich bemerke, dass das Sieb damit bereits stark überfüllt ist und das Pulver lässt sich nicht mehr vollständig extrahieren. Und das ist problematisch, da ich Bohnensorten verwende, die ich beim Einer mit 9 bis 10 g dosieren muss, damit sie ihr volles Aromapotential entfalten können. D.h. ich würde eigentlich ein Doppelsieb brauchen, das locker 18 bis 20 g fassen kann. Das habe ich zwar (ein Cimbali-Zweier) - nur das passt nicht mehr in den ziemlich flachen Rancilio-ST. Tja. Da hamwa den Salat. Was tun?
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Diagnose: Gigantomechania extremensis . . . Symptomatik: Junior S ist zu wenig – eine ausgewachsene Senior XXL musses sein!
Geändert von Vincent Kluwe-Yorck (11.10.2009 um 13:36 Uhr)
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11.10.2009, 13:13
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Registriert seit: 04.06.2008
Ort: home of the brodwurscht
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AW: Siebträger füllen - wie viel Kaffeemehl?
wie immer vortrefflich erklärt, vince - reschpäggd !!!
nur die puckanalyse nach leerbezug kann ich zu dieser uhrzeit nicht ganz nachvollziehen  oder meintest du lehrbezug ?
gruß, windhund
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gaggia CC, FE-AR LA PEPPINA handhebeldiva,weil eine zicke nicht reicht nun auch noch ne pavoni mignon - gaggia MDF stepless, i-roast2 resistormodded - mahlkönig brasilia
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11.10.2009, 13:20
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AW: Siebträger füllen - wie viel Kaffeemehl?
 Rache der schnellen Tat. Ich meinte natürlich "Testbezug". Danke, Galgo - gut aufgepasst. Ändere das gleich im Beitrag!
(Lehrbezug trifft's aber auch hervorragend!!!)
P.S. So, jetzt müsste es Deinem streng prüfenden Blick eigentlich standhalten!
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Diagnose: Gigantomechania extremensis . . . Symptomatik: Junior S ist zu wenig – eine ausgewachsene Senior XXL musses sein!
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11.10.2009, 23:15
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Registriert seit: 16.11.2004
Ort: 45133 Essen
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AW: Siebträger füllen - wie viel Kaffeemehl?
Vielen Dank für die schnellen Antworten, ich werde also weiterprobieren! Aber das mit der Münze werde ich sofort morgen früh testen. Mal schauen, wie das klappt. Ich habe nur nach Betrachtung des Videos auf Youtube erst einmal meine Kaffeemenge drastisch reduziert, und da gab es dann den matschigen, nassen Puck.
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BFC Pulsante + Mazzer Mini
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12.10.2009, 00:47
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AW: Siebträger füllen - wie viel Kaffeemehl?
Vielleicht zu fein gemahlen? Probier mal gröber mahlen und feste tampern! So - letzter Tipp von mir. Rest machste selbst!
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Diagnose: Gigantomechania extremensis . . . Symptomatik: Junior S ist zu wenig – eine ausgewachsene Senior XXL musses sein!
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12.10.2009, 07:54
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Registriert seit: 05.07.2009
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AW: Siebträger füllen - wie viel Kaffeemehl?
Ich möchte noch einmal ein an anderer Stelle bereits gepostetes Bild hochladen. Dies sind bei mir knapp 8 Gramm im 1er Sieb. Wenn ich es mit einem leicht konvexen Tamper andrücke setze ich trotzdem nicht auf die innere Kante des Siebs auf und der Bezug wird 1a. Die Rille, die man hier innen am Rand des Siebs sieht, ist noch nicht der Übergang zum sich verjüngenden Teil, ansonsten würde ich natürlich sofort aufsetzen.
Man sieht, dass das Sieb (hier noch mit lockerem, nicht angedrückten Pulver) bei Weitem nicht bis zum oberen Rand reicht. Das Pulver ist hier aber auch schon mit einem Holzstäbchen verteilt. Wenn ich das Sieb randvoll voll mahlen würde und dann Tampern, wäre VIEL zu viel drin (ca. 12g).
Gruß
Roland
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Rocket Cellini Professional (Festwasseranschluss), Mazzer Mini A, Wasserenthärtung Brita PurityC, Druckminderer auf 2,5 bar, gemessener Brühdruck am Sieb ca. 9,5 bar
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12.10.2009, 09:33
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Registriert seit: 22.09.2009
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AW: Siebträger füllen - wie viel Kaffeemehl?
Hallo,
schönes Thema, da ich als Frischling gerade auch mit der Problematik kämpfe 
Beim Annähern an den richtigen Mahlgrad füllte ich das mitgelieferte Einersieb meiner Domobar mit etwa 8-9gr laut Feinwaage. Den Mahlgrad verfeinerte ich sukzessive, um auf ca. 25ml Volumen im Glas bei 25s Bezug zu kommen. Die Resultate schwankten stark, irgendwann schaffte es das Mahlgut, den Siebträger fast "dicht" zu bekommen (Lob an die Iberital, die hier immer noch Reserven hatte). Langsames Zurückdrehen des Mahlgrads ab diesem Punkt laut "Lehrbuch" brachte leider keine sinnvollen Resultate sondern wieder starke Schwankungen, klatschnasse Kuhfladenpuks und bittere Ergebnisse im Glas. Nach etwas Grübeln, Schauen und Fummeln kam die Erklärung:
8gr füllen bei mir im Vibiemme-Einersieb gerademal den inneren Trichter, mein 58mm Tamper liegt auf der Stufe des Siebs auf und verdichtet den inneren Trichter praktisch garnicht. Ergo drehte ich den Mahlgrad viel zu fein, um auf vernünftige Bezugszeiten und -volumina zu kommen, was dann zu den nassen Puks und bitterem Espresso führte.
Die Verifikation der These mittels Zweiersieb war erfolgreich: Hier arbeitet der Tamper bei 14gr im Sieb wie er soll, ich musste den Mahlgrad wesentlich zuruecknehmen und kam auf sinnvolle Zeiten, Volumina und (am wichtigsten) Geschmack
Die Zweifel an mir selbst, der Macchina und dem Sinn der Espressobereitung an sich sind damit erstmal vom Tisch. Es bleibt die Frage, wie man mit dem Vibiemme-Einersieb sinnvoll arbeiten soll? Mit 10-11gr Füllung mag es funktionieren, aber das kann ja nicht Sinn der Sache sein? Gibt es Vibiemme Nutzer mit ähnlichen Beobachtungen? Übereifrig bestellte ich gleich mal ein LM 1er-Sieb samt 41mm Tamper, um mit 7gr arbeiten zu können...
Viele Grüße,
Oliver
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Domobar Nero, Iberital Challenge
Geändert von oliver_p (12.10.2009 um 10:28 Uhr)
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