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  1. #1
    Milchschaum ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Anfängerfragen zur Präinfusion

    Noch ein Anfängerthread
    Aber die SuFu brachte nichts Befriedigendes zum Thema: Präinfusion (ja, man schreibt das auf Deutsch selbstverständlich mit 'ä'!) und die Auswirkung der verschiedenen Parameter.

    Ich habe jetzt Festwasser an meiner La Spaziale Vivaldi und möchte natürlich nun auch mit der Präinfusion experimentieren. Meine ersten Experimente fand ich im Ergebnis schon mal nicht schlecht, geschmeckt hat's jedenfalls (ich habe aber keinen Blindtest gegen den Bezug ohne Präinfusion gemacht).
    Bevor ich aber weiter wild und blind herumprobiere, würden mich eure grundsätzlichen Erfahrungen beim Verändern der möglichen Parameter interessieren:

    - Die Bedienungsanleitung der Vivaldi geht von einem Leitungsdruck von ca 2-3 Bar aus. Laut Manometer liegen bei mir aber ca. 5 Bar an. Brauche ich da noch einen Druckminderer oder sowas?

    - Ich kann die Präinfusionszeit von 0-10 sec einstellen. Woran mache ich fest, was da als Ausgangswert sinnvoll ist? Soll der Pumpendruck einsetzen, wenn aus dem Siebträger schon ohne (extra) Druck der erste Tropfen kommt? Oder schon früher oder erst später?

    - Wie wirken sich die Parameter aus: Was bewirkt tendenziell eine kürzere/zu kurze oder längere/zu lange Präinfusion? (So holzschnittartig, wie etwa: zu kühl=sauer vs. zu heiß=bitter)

    Ich bin gespannt auf eure Antworten.
    Dirk
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  2. #2
    mcblubb ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Anfängerfragen zur Präinfusion

    Such mal nach Preinfusion. Mag zwar falsch geschrieben sein, wird aber dort sachlich diskutiert.

    Immerhin haben unsere Hobbygermanisten schon etwas erreicht

    Gruß

    Gerd
    Dummheit ist, wenn man jeden Tag das Gleiche tut aber neue Ergebnisse erwartet.

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  3. #3
    Milchschaum ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Anfängerfragen zur Präinfusion

    Zitat Zitat von mcblubb Beitrag anzeigen
    Such mal nach Preinfusion. Mag zwar falsch geschrieben sein, wird aber dort sachlich diskutiert.
    Hab ich im Vorfeld schon getan - man muss ja auch nach falsch geschriebenen Informationen suchen, wenn sie sachlich richtig sind.
    Ich habe aber nichts Vernünftiges gefunden. Auch im Kaffeewiki nicht. Oder hast du einen konkreten Thread parat, den ich übersehen habe?
    Dirk
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  4. #4
    Rodriguez69 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Anfängerfragen zur Präinfusion

    Im Slayer-Thread wird etwas über verschiedene Leitungsdrücke geschrieben - 2,25-2,75. Außerdem hat Gunnar kürzlich einen Thread aufgemacht, in dem er die wichtigen Threads zu elektronischen Helferlein-/Verbastelungen quasi katalogisiert hat.

    Letzten Endes ist alles geschmacksfrage, aber 5 Bar Leitungsdruck sind IMHO etwas z'vui. Das ist schon ein ausgewachsener Brühdruck.

    Ein Druckminderer ist schon eine feine Sache. Ich hab meinen von Systermann bekommen, der hat zwar keine Skala, erfüllt aber seinen Zweck.

  5. #5
    mcblubb ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Anfängerfragen zur Präinfusion

    Zitat Zitat von Milchschaum Beitrag anzeigen
    ...
    - Die Bedienungsanleitung der Vivaldi geht von einem Leitungsdruck von ca 2-3 Bar aus. Laut Manometer liegen bei mir aber ca. 5 Bar an. Brauche ich da noch einen Druckminderer oder sowas?

    Wenn Du den empfohlenen Druck (der auchsinnvoll ist) einstellen willst, brauchst Du einen Druckminerer.
    - Ich kann die Präinfusionszeit von 0-10 sec einstellen. Woran mache ich fest, was da als Ausgangswert sinnvoll ist?

    Zunächst würde (und werde) ich mit der Brühtemperatur spielen. Also PI 0. Danach werde ich mit der PI in 2 sec. Schritten steigern und testen.

    - Wie wirken sich die Parameter aus: Was bewirkt tendenziell eine kürzere/zu kurze oder längere/zu lange Präinfusion? (So holzschnittartig, wie etwa: zu kühl=sauer vs. zu heiß=bitter)

    Ganz ehrlich: Keine Ahnung. Ich verspreche mir nicht viel davon, werde es aber bei Gelegenheit kommunizieren.
    Ich bin gespannt auf eure Antworten.
    Dirk
    Wenn ich mir anschaue, wie exakter und sauberer extrahiert die Shots ohne großen Act aus dem Dualboiler gegenüber meinem alten 2-Kreiser kommen, glaube ich die wirklichen Vorteile liegen woanders.

    Gruß

    Gerd
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  6. #6
    koffeinschock ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Anfängerfragen zur Präinfusion

    beim einsatz der pi darf man nicht vergessen, daß sie auch den geschmack 'verwässert'. die einfachere extraktion erkauft man sich eben mit geringen einbußen am geschmack. an seiner lieblingssorte kann man das eigentlich gut erkennen, ohne groß geschult zu sein.
    Optimismus ist nur ein Mangel an Information.
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    neues zuhause gesucht (als kombi!): vfa-expres Office Plus; ECM Casa Manuale;

  7. #7
    mcblubb ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Anfängerfragen zur Präinfusion

    Zitat Zitat von koffeinschock Beitrag anzeigen
    beim einsatz der pi darf man nicht vergessen, daß sie auch den geschmack 'verwässert'. die einfachere extraktion erkauft man sich eben mit geringen einbußen am geschmack. an seiner lieblingssorte kann man das eigentlich gut erkennen, ohne groß geschult zu sein.

    Hei - vielleicht sollte ich den Steuerungstechniker auf einen Espresso einladen und dabei die verschiedenen Einstellvarianten mit dem Fachmann durchtesten...

    Gruß

    Gerd
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  8. #8
    Bluemountain2 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Anfängerfragen zur Präinfusion

    Interessant wäre die standardmässige Flussrate der GS/3 und der Vivaldi. Je nach dem hat man dann vielleicht gar kein Verlangen mehr nach PI...?

    Der mit dem "verwässert" leuchtet mir jetzt grad nicht ein? Wenn ein Shot durch PI z.B. weniger bitter ist, ist das doch keine Geschmackseinbusse? Kann sein, dass durch die PI gleichzeitig weniger Aromen extrahiert werden (wüsste zwar nicht warum und müsste mir jemand beweisen), aber selbst dann - hast du eine störende Bitternote (nicht nur Bitterschoko!), dann nützten die tollsten Aromen nichts. Ev. hab ich was falsch verstanden..?

    Gruss
    BM

  9. #9
    koffeinschock ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Anfängerfragen zur Präinfusion

    Zitat Zitat von mcblubb Beitrag anzeigen
    Hei - vielleicht sollte ich den Steuerungstechniker auf einen Espresso einladen und dabei die verschiedenen Einstellvarianten mit dem Fachmann durchtesten...

    Gruß

    Gerd
    klar - soll ich noch den kofferraum mit meßequipment vollräumen (qs-zertifizierte barometer, hygrometer, druckmesser, temperaturmesser...) oder machen wir das auf die 'italienische' art?

    @bmrobier es doch einfach aus. vergleiche einen gut gelungenen bezug ohne pi mal mit einem gut gelungenen mit pi. walter hat mal vor einer ganzen weile geschrieben, daß ihm die e61er zu sehr den geschmack nivellieren. und in gewisser weise trifft das eben auch zu. der hht, den ich zur zeit in der mühle habe zeigt es auf recht extreme art und weise: mit pi verliert er viele säuren, die zu diesem überraschenden geschmackserlebnis führen.
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  10. #10
    Clawhammer ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Anfängerfragen zur Präinfusion

    @ Milchschaum:

    Lange Präinfussion mit mehr als 3bar, aber eben deutlich unter 9bar, entspricht (Vor-)Brühen mit Unterduck!
    Das kann dem Aroma nur schaden, genau so wie Brühen mit Überdruck!

    In den Ami-Foren verbauen die Vivaldi-Besitzer daher Druckminderer und stellen auf 1,5bar ein...

    IMHO sollte Präinfussion das Kaffeemehl nur anfeuchten und ggf. leicht aufquellen (aber nur leicht, sonst kann man sich das Tampern auch gleich sparen), bevor gebrüht wird.


    Minderwertigere Röstungen sollen dadurch geschmacklich besser werden können. Andererseits soll es hochwertigen Röstungen auch etwas von ihrer persönlichen Note, dem Charakter, den Kanten und Ecken, nehmen...


    In einem anderen Thread wurde sogar geschrieben, dass Präinfussion eine Erfindung der Kaffeeindustrie aus den 60ern sei, um die Qualität der Gastroröstungen noch weiter runterfahren zu können. Heute ist es wieder "in", bewirke aber bei professioneller Zubereitung hochwertigen Kaffees teils Aroma-Minderung!

    Die Frage ist tatsächlich, ob bei perfekter Zubereitung hochwertigsten Kaffees mit einer top Maschine Präinfussion Sinn macht bzw. ob das dann nicht sogar auch negative Auswirkungen haben kann, weil der Kaffee verwässert und verweichlicht wird.

    Die billige, von Haus aus bittere Röstung, 0815-gebrüht, mag da profitieren! Aber auch ein top Kaffee wo beim Brühen alles richtig gemacht wurde?
    Geändert von Clawhammer (10.11.2009 um 11:25 Uhr)



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