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  #11 (permalink)  
Alt 08.03.2010, 17:26
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Standard AW: espresso technik - grundlagen

Zitat:
Zitat von espressogeplagt Beitrag anzeigen

kann mir jemand nen tip geben?
Welchen Kaffee hast du, wie alt ist er?
Möglichst frischen Kaffee nutzen, dann sollte es mit Arnis Tipp funktionieren...

Gruß Peter
__________________
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La Pavoni profession​ell nera
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  #12 (permalink)  
Alt 08.03.2010, 17:35
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Beiträge: 265
Standard AW: espresso technik - grundlagen

Moin Alex,

mal aus meiner Praxis:

1. pfeif auf die Waage. Die kannst Du mal nutzen, wenn Du alles im Griff hast und Dich dann akademisch dem Thema nähern willst

2. mahl mit der Mühle den Kaffee so fein, das er in leichten Klümpchen rauskommt - solange du keine Klümpchen hast, könnte er zu grob sein. Wenn Du nur noch Klümpchen hast, wieder etwas gröber. Ein paar kleine dürfen aber dabei sein.

3. Du mahlst den Siebträger so voll, dass Du nachher beim glattstreichen (mit Finger einfach plan streichen ohne zu drücken) den Siebträger voll hast. Also voll machen, leichten Berg drauf und locker(!) gegen die Wand im Kreis glatt streichen - alles easy...

4. Jetzt nimmst Du den Tamper und drückst mal mit 5-15kg (kannst Du vorher auf der Waage mal üben - 15kg ist schon recht kräftig) das Mehl schön glatt in den Siebträger.
Hier Mühe geben! Den Puck nicht schräg reindrücken, sondern schön langsam gerade drücken. Tamper raus - nicht gegen den Siebträger klopfen(!); da bringst Du nur Leerraum zwischen Wand und Mehl. Ob du mit 5 oder 15 kg drückst, macht keinen Riesenunterschied - der Wasserdruck hat später ein Vielfaches...

5. An der Maschine Wasser rauslaufen lassen, bis es nicht mehr britzelt (kocht).

6. Siebträger schön langsam ohne Hektik reindrehen; nicht viel Klack, klack und rumms - bringt wieder nur Leerraum zwischen Puck und Siebträger.

7. Wasser laufen lassen.

Der kritische Punkt ist 2: die Körnigkeit des Mahlguts. Da steht und fällt es mit - und die Bohnen sollten frisch sein (nicht älter als 4 Wochen). Es gibt auch Sorten, die sind nach einer Woche noch zu frisch(!)...

Also: mahlen ist die Kunst, nur hier solltest Du erstmal ansetzen. Zwischen getamperten Mehl und oberem Siebträgerrand darf ruhig ein guter halber Zentimeter Luft sein. Nicht weniger; das merkst Du dann beim reindrehen in den Brühlkpf, wenn es zu stramm wird.
Gut ist die Distanz, wenn nach dem Bezug sich die Schraube des Siebes der Brühgruppe leicht im feuchten Puck abgebildet hat. Der Puck sollte nach dem Bezug ausserdem eher trocken sein - wenn der matschig aussieht, war das nix.

Und bleib locker - da gehen schnell ein paar kg drauf, bis man es halbwegs im Griff hat.
Zu Anfang sind es häufig Zufallshots, wenn's gut aussieht. Die Kunst liegt in der Reproduzierbarkeit

Viel Spass - Klaus, der jetzt nach Jahren auch weiter üben geht....
__________________
La Cimbali M21 Junior S/1,
Mühlen LaCimbali Junior, Mazzer Mini e - B, Iberital Challenge
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  #13 (permalink)  
Alt 08.03.2010, 17:57
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Registriert seit: 08.10.2007
Beiträge: 6.011
Standard AW: espresso technik - grundlagen

Entscheidend für das gute Gelingen ist der richtige Mahlgrad, egal, was dein Händler vorschlägt. Du solltest auf jeden Fall auf eine Durchlaufzeit von 20-25 sec kommen, sonst wirds nichts.
Wenn du innerhalb dieser Zeit bleibst und der Espresso ist bitter, verbrannt, dann war die Brühtemperatur zu hoch. Manche Sorten sind aber auch von Haus aus bitterer als andere.
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  #14 (permalink)  
Alt 08.03.2010, 19:31
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Beiträge: 163
Standard AW: espresso technik - grundlagen

Hast du eine ECM hast - Ja, oder?!

Dann hast du auch eine E61 Brühgruppe? - wenn ja brauchst du etwas mehr Bohne ca.8g im Einer und 16g im Zweier.

Hat deine ECM schon eine ganze Zeit ohne Bezug verbracht? dann versuche erstmal die Temp mit einem Leerbezug herunter"zukühlen"
__________________
ECM Giotto, DEMOKA 207
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