Theoretische Experimente mit Brühdruck
Hallo,
Ich bin im Upgradefieber und eine Entscheidung steht noch aus.
Speedster oder LM Linea.
Oder, falls mich keiner bändigt Slayer.


Nach dem ich auf die Slyer gestossen bin, frage ich mich, wie der Druckauf und Abbau realisiert ist.
Ich rate mal.
Druckaufbau ist sehr langsam, wird im Heisswasserbereich vielleicht mit Düse über Nadelventil realisiert. Vielleicht auch mit zusätzlich gegen Federkraft wirkender Dichtung (ähnlich Rückflussventil durch Überwindung der Federkraft um die Dichtung zu öffnen).
Das liesse sich recht einfach realisieren.
Ablauf des Brühwassers mit dem Effekt langsamen Druckabbaues würde ich vermuten, funktioniert mit Gegendruck und mit Düse oder Bypass.
Es könnte so funktionieren:
Paddel in Mittelstellung: Wasser drückt gegen ein Federventil, das dynamisch den Druck durchlässt begrenzt durch eine Zusatzdüse.
Der Druck baut so langsam auf bis zum Leitungsdruck.
Wie lasst sich so eine Konstruktion auf die eigene Maschine übertragen, vorrausgesetzt, die Slayer funktioniert tatsächlich so einfach.
Das Prinzip muss einfach sein, damit es im Dauereinsatz funktioniert.
Die Vorbrühung langsam machen ist sicher das geringste Problem. Das Wasser kann über eine federgesteuerte Wassereinlaufdüse im Fluss begrenzt werden, so liesse sich der Druck nicht einstellen, aber die Geschwindigkeit begrenzen. Bei Pumpenanlauf würde dann trotzdem ein schneller Druckaufbau realisiert. Eine Begrenzungsdüse ist ja schon vorhanden und kann entweder bleiben oder falls stört, einfach angepasst werden.
(Simonelli Mac)
Schwieriger ist dann die Steuerung des langsamen Druckabbaus.
Testaufbau:
Mithilfe eines Siebdruckmanometers nebst dahintergeschalteten Hahns
simuliere ich den Druckabfall. Bei minimalgeöffnetem Hahn bleibt der Druck gerade konstant. Etwas weiter geöffnet ist langsamer Druckabfall. Der richtige Wert ist einstellbar und mit geeignetem Nadelventil sicher feinjustierbar.
Umsetzung(theoretisch) an einer Simonelli Mac.
Vorbrühung.
Ein Federventil sollte im Wassereinlauf kurz vor dem Brühsieb zwischengesetzt werden. Der Leitungsdruck wird sich so
langsamer entfalten. Bei geringem Druck muss sich so erst vor dem Ventil genügend Druck ansammeln, der dann langsam in den Brühkopf abwandert und den Druck dort auf vollen Leitungsdruck aufbaut.
Der langsame Druckabau nach der Hälfte des Bezugs wie bei der Slayer
geht eventuell über Dreiwege Magnetventil in die Ablaufwanne nebst Bypass.
Ein Bypass im Zulauf, der magnetventilgesteuert
den Zulauf teilt und gerade soviel durchlässt, das der Druck langsam abfällt könnte die Lösung sein.
Da weiterhin Druck Richtung Caffeepuck strömt, sollte es zu keinem Rückfluss kommen.
Das Magnet-Ventil müsste in der Hälfte des Bezuges manuell geöffnet werden um den Bypass zu öffnen. Eben ein Dreiwegeventil wäre die Lösung, geschaltet über einen Druckschalter mit An- Präinfusion nur Magnetventil ohne Pumpe,An- Bypass, Aus im Zyklus sodass es nicht zu unüberschaubaren Kombinatinen kommt.
Zusätzlich wird der Bezug mit Pumpe über das Bedienpanel zugeschaltet.
Also nach der Hälfte des Bezugs etwa Schalter betätigen, Bypass tritt in Funktion und Druck fällt langsam auf ca. 7 bar.
Jetzt Tasse wegziehen.
Das bei der Slayer Wärmestabilität und die Paddelfunktion alles besser machen, ist ausser Frage.
aber ich vermute im Laufe meiner Überlegungen, das die Slayer grundsätzlich sehr einfach funktioniert.
Gruß Dirk
Nuova Simonelli Mac Digit 1Gr, Casadio Mühle, Eismaschine zum selber Eis machen (Musso).
Lesezeichen