Hoi zäme
Wie man meiner Signatur entnehmen kann, bin ich "stolzer" Besitzer einer Rocket Cellini Pro mit Rota und FW. Solange ich mit ganz frischem Kaffee brühe funzt es soweit so gut, auch wenn da beim bodenlosen Siebträger immer mal wieder ziemlich dämliche Wasserstrahlen das Kaffeesieb verlassen. Da ich immer mal wieder Kaffeebohnen kaufe, ohne diese gleich ganz aufzubrauchen, habe ich es momentan mit nicht ganz frischen Bohnen zu tun. Diese bereiten mir beim Bezug die allergrössten Probleme, denn es spritzt häufig nach allen Seiten beim Bezug. Nehme ich eine grosse Menge an Kaffeemehl, passiert es, dass das ausströmende Wasser sogar über den Siebrand hinaus tritt und daraus eine regelrechte Schweinrei resultiert. Nehme ich zu wenig Kaffeemehl gibt es im Sieb drin ebenfalls eine regelrechte Schweinerei und es spritz aus dem Sieb, wie's grad gefällt.
Irgendwann hab ich begonnen, mit den ca. 4 bar Druck des Festwasseranschlusses zu beziehen und sobald der Druck zu gering ist, die Pumpe einzuschalten. Das bringt erst mal eine krasse Verringerung des Channelings. Im nächsten Schritt hab ich den Pumpendruck via Bypass auf 6 Bar Pumpendruck reduziert und siehe da, es spritzt nix mehr.
Bei meiner Maschine waren ca. 8 Bar voreingestellt. Ich kann es drehen und wenden wie ich will, ich bringe kein reproduzierbares und optimales Ergebnis damit hin. Die Methode mit der manuellen Präinfusion, ohne den Hebel ganz nach oben zu schieben ist zwar gut, aber nicht das was ich brauche. Ich will den Hebel ganz nach oben ziehen und einen optimale Espresso damit beziehen.
"Man" liesst immer wieder von den idealen "9 Bar" Brühdruck. Die Rocket hat jedoch eine ziemlich starke Rota-Pumpe und es geht gar nicht anderst, als den Brühdruck deutlich zu reduzieren.
Frage an die Experten
1) Trotz E61-Brühgruppe ist der Pumpendruck mit 8 Bar zu hoch, die Präinfusion deutlich zu kurz und der Bezug alles andere als optimal. Woher kommt das?
2) Hat die Rotationspumpe so viel mehr Kraft wie eine Vibrationspumpe, dass die Angabe von minimal 8 Bar immer noch deutlich zu hoch sind?
3) Ich habe mich bis jetzt immer auf die Angabe von den 9 Bar Brühdruck verlassen. Da mir die Möglichkeit fehlt, den effektiven Brühdruck zu messen, ging ich bisher davon aus, dass ich vom Pumpendruck ca. 1 Bar abziehen zu brauche, um ca. auf den effektiven Brühdruck zu kommen. Ist das im Zusammenhang mit einer Rotationspumpe eine falsche Annahme?
4) Welche Erfahrungen hab ihr mit Rotationspumpen und sehr niedrigem Pumpendruck?
5) Könnte es sein, dass die Rocket Cellini vom Pumpendruck her, viel zu hoch eingestellt ist?
Egal, was ist, ich wäre froh um ein paar Gedankenanstösse.
Vielen Dank, Martin
PS Ich lasse es erst einmal bei den 6 Bar Pumpendruck, denn der Bezug ist deutlich konstanter, hab kein Channeling und ich erspar mir eine Menge Sauerei beim Bezug mit bodenlosem Siebträger.


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