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  1. #1
    maxoon ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Extraktionsänderungen durch Siebträgereinspannungsschwankungen

    Yeah, ich erstelle einen Thread wo keiner weiß, was gemeint ist

    Ich hatte gerade ein verblüffenden Test gemacht. Folgendes:

    Ich hatte eben bei frischen Bohnen und allem super unglaubliche Probleme mit der einer Extraktion. Ich benutze ja beinah nur den Bodenlosen, daher seh ich sowas ja sofort. Aber der Strahl war nur am Zittern und alles im Umkreis von 30 cm war Crema. Das hatte ich seit ewigkeiten nicht mehr. Da ich zu den vorherigen Shots keine Änderung finden konnte, habe ich mal rumexperimentiert und dabei kam raus, das nicht nur die Extraktion, sondern auch Crema und Geschmack anders wurden, wenn ich den siebträger fester eingedreht habe, als sonst. Ich dreh den schon nicht nur leicht gegen die Dichtung, daher kann ich mir das eigentlich nicht erklären.

    Bodenloser Siebträger mit LM 1er, 8 gr. befüllt mit dem kleinen Schwarzen von Torrefaktum.

    Wenn ich den Siebträger fest eindrehe (kann man ja schlecht beschreiben) wie immer, schmeckt der Espresso soweit gut. wie immer halt. hab davon 3 Stück gemacht, alle ungefähr gleich im Geschmack. Keine Auffälligkeiten eigentlich.

    Dann hab ich den Siebträger mal noch weiter reingedreht bei drei weiteren shots. Also wirklich richtig kräftig. Die Extraktion verläuft irgendwie anders, die Crema ist weniger, aber viel dichter und Geschmacklich kommen Temperatur unterschiede (sauer/bitter) viel mehr zur Geltung. Ausserdem musste ich bei den weiter reingedrehten Shots die Mühle ne halbe umdrehung feiner stellen, um auf die gleiche Menge zu kommen.

    wie kann sowas sein? ich habe jeweils 3 shots gemacht mit beiden siebträgerstellungen. An der dichtigkeit kanns doch eigentlich nicht liegen?! wenns undicht wäre, würd ja Wasser rausspritzen oder zumindest leicht rauslaufen oder so. Und das Manometer zeigt auch den gleichen Druck an (ich weiss, misst nicht genau den Druck am Sieb). Das einzige was ich mir noch irgendwie erklären könnte, ist, das das Sieb ja nen µ näher an der Duschplatte ist. Das ist aber irgendwie auch Quatsch. Ach, und der Puck ist mehr aufgequollen beim fester eingedrehten Siebträger.

    Ich würde ja sagen das war alles Zufall, aber bei 2x3 Shots ist das unwahrscheinlicher.

    Kann mir das mal einer erklären? oder will mal jemand das gleiche testen? wie gesagt, ich dreh den schon fest rein, also kein mal kurz gegen die dichtung drücken und eigentlich soll das ja schon fast langen...
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  2. #2
    espresso-prego ist gerade online Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Extraktionsänderungen durch Siebträgereinspannungsschwankungen

    Das ist interessant. Ich habe im Büro eine Andreja Premium zu stehen und bekomme immer Espresso, den ich im Vergleich zur Heimmaschine als etwas zu bitter bezeichnen würde.
    Das übliche (Temp. senken, Mahlgrad, Bohnen) habe ich schon probiert.
    Nun versuche ich das mal und schau ob es was bringt.
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  3. #3
    martinspin ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Extraktionsänderungen durch Siebträgereinspannungsschwankungen

    Hey maxoon

    Hab den Test auch gemacht, weil zu Zeiten von Bezügen mit dem Standard-Einer schon Unterschiede feststellbar waren. Ich hätte auch gedacht, dass es mit dem LM1 nicht so doll drauf an kommt, wie stark ich den Siebträger reindrehe. Hab ebenfalls mit 8g bezogen und nach dem 1. Bezug gemerkt, dass ich etwas feiner mahlen muss.
    Dann hab ich zwei Espressi bezogen jeweils einer mit lockererem und einer mit starkem Reindrehen des ST. Witzigerweise gibt es auch bei mir diesen Unterschied. Der stark reingedrehte Espresso schmeckt spürbar voller und runder. Beim bodenlosen Siebträger, hatte ich etwas weniger Crema bemerkt.
    Beim dritten Versuch hab ich noch etwas feiner gemahlen und den Siebträger eher locker eingespannt. Vom Ergebnis her ist der ziemlich identisch mit dem etwas gröberen Mehl und stark reingedrehten Siebträger.
    Durch das stärkere Reindrehen des ST wird offenbar der Druck am Puck etwas höher und die Extraktion wird insgesamt etwas intensiver. Den gleichen Effekt hat es, wenn das Kaffeemehl etwas feiner gemahlen wird und der Siebträger "normal" eingespannt wird.

    Cheers, Martin
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  4. #4
    Arni ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Extraktionsänderungen durch Siebträgereinspannungsschwankungen

    Der Druck kann sich durch das festere Einspannen nicht verändern, wenn in beiden Fällen das ganze dicht ist. Beim festen Einspannen wird der Puck näher und ggf. fester ans Duschsieb gepresst, was eine etwas andere Wasserverteilung zur Folge haben könnte.

    Aber ich glaube, dass das ganze andere Ursachen hat. Jede Siebbefüllung ist geringfügig anders, der Tamperdruck ist nie ganz gleich bei zwei aufeinander folgenden Befüllungen etc.

  5. #5
    maxoon ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Extraktionsänderungen durch Siebträgereinspannungsschwankungen

    Hey,

    interessant das jemand ähnliches bemerkt hat.

    ich kann mir auch nicht denken das es am unterschiedlichen druck liegt, der müsste gleich sein, zumindest so gleich, das man den geringen unterschied nicht so drastisch merken würde. das jede siebbefüllung und tamperdruck und so geringfügig anders ist stimmt ja, aber ich hab von jeder variante 3 shots gemacht und konnt das quasi wiederholen.
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  6. #6
    Stefan ist offline Moderator
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    Standard AW: Extraktionsänderungen durch Siebträgereinspannungsschwankungen

    Zitat Zitat von Arni Beitrag anzeigen
    Der Druck kann sich durch das festere Einspannen nicht verändern, wenn in beiden Fällen das ganze dicht ist. Beim festen Einspannen wird der Puck näher und ggf. fester ans Duschsieb gepresst, was eine etwas andere Wasserverteilung zur Folge haben könnte.

    Aber ich glaube, dass das ganze andere Ursachen hat. Jede Siebbefüllung ist geringfügig anders, der Tamperdruck ist nie ganz gleich bei zwei aufeinander folgenden Befüllungen etc.
    Bingo. Leider wird bei der Entdeckung solcher Effekte immer wieder der Faktor Mensch vergessen/ausgeschlossen...

  7. #7
    gunnar0815 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Extraktionsänderungen durch Siebträgereinspannungsschwankungen

    @maxoon + martinspin ich würde auch erst mal behaupten ihr spinnt. Werde es aber wenn ich dazu komme mal testen. Man kann ja nie wissen. Der halbe mm näher am Sieb kann es aber eigentlich nicht sein.
    Gunnar
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  8. #8
    martinspin ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Extraktionsänderungen durch Siebträgereinspannungsschwankungen

    Zitat Zitat von gunnar0815 Beitrag anzeigen
    ich würde auch erst mal behaupten ihr spinnt.
    Heiss ja martinspin(t) - Ich bisschen spinnert finde ich immer gut

    Mindestens beim Gasgesetz ist es so, dass bei konstanter Temperatur der Druck steigt, wenn das Volumen (zwischen Dusche und Kaffeepuck) kleiner wird. Das dürfte auch auf die Verhältnisse im Siebträger beim Bezug zutreffen oder seh ich was gar nicht? - Irgendwoher muss der Effekt ja herrühren

    Cheers, Martin
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  9. #9
    Stefan ist offline Moderator
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    Standard AW: Extraktionsänderungen durch Siebträgereinspannungsschwankungen

    Das ergibt doch alles überhaupt keinen Sinn, der Druck kann nicht steigen weil die Luft so oder so verdrängt wird - und Wasser ist nicht komprimierbar. Der Siebträger ist ja kein geschlossenes System, sondern eines mit einer mehr oder weniger definierten Undichtigkeit, dem Kaffeepulver. Selbst wenn es so wäre - der Druckanstieg wäre doch in beiden Fällen über den Nennbrühdruck begrenzt, der ja in beiden Fällen erreicht wird. Ob der Siebträger fester oder loser eingespannt wird, spielt genausowenig eine Rolle wie die geringfügige Veränderung des Volumens duch schwächeres oder stärkeres Einspannen.

  10. #10
    martinspin ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Extraktionsänderungen durch Siebträgereinspannungsschwankungen

    Zitat Zitat von Stefan Beitrag anzeigen
    Das ergibt doch alles überhaupt keinen Sinn, der Druck kann nicht steigen weil die Luft so oder so verdrängt wird - und Wasser ist nicht komprimierbar. Der Siebträger ist ja kein geschlossenes System, sondern eines mit einer mehr oder weniger definierten Undichtigkeit, dem Kaffeepulver. Selbst wenn es so wäre - der Druckanstieg wäre doch in beiden Fällen über den Nennbrühdruck begrenzt, der ja in beiden Fällen erreicht wird. Ob der Siebträger fester oder loser eingespannt wird, spielt genausowenig eine Rolle wie die geringfügige Veränderung des Volumens duch schwächeres oder stärkeres Einspannen.
    Ok, ich dachte mir, dass es eine physikalische Erklärung gibt, die meine Drucktheorie widerlegt

    Bevor hier wieder wild theoretisiert wird, wäre es doch einfach, einige Leute würde das selbst mal testen. Ist ja keine grosse Sache. Das höchste der Gefühle wären natürlich Blindtests mit Familienmitgliedern

    Cheers, Martin
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