Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. #1
    awild ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Fragen zur Preinfusion

    Während der Teilnahme am Imprezza-Test (Espresso Tester gesucht!) bin ich auf ein interessantes Phänomen gestoßen.

    Bisher dachte ich immer, der Zusammenhang zwischen Mahlgrad und Preinfusion sei grob gesagt folgender:
    Ist der Kaffee zu grob gemahlen, kommen bei der Preinfusion die ersten Tropfen sehr früh und der Bezug verläuft dementsprechend schnell.

    Und umgekehrt, je feiner das Kaffeepulver ist, umso später tropft es und umso länger dauert der Bezug.

    Beim Durchprobieren der zwölf verschiedenen Kaffeesorten erlebte ich aber verschiedene Varianten.

    • Es tropft quasi sofort aus dem Siebträger, ich denke natürlich, "Sch..., zu grob gemahlen!" aber der Bezug dauert deutlich über 30 Sekunden.
      Oder aber:
    • Auch nach 30 Sekunden Preinfusion löst sich kein Tropfen, aber nach Loslassen des Hebels beginnt sofort ein Bilderbuch-mäßiger 25 Sekunden Shot (Dieses Verhalten habe ich geliebt! Das erste weniger. ).


    Und das waren jetzt keine Ausrutscher sondern relativ konstante Beobachtungen bei bestimmten Bohnen. Leider habe ich Dussel mir nicht gemerkt bei welchen (diese zwölf Buchstaben haben mich ganz wuschig gemacht ). Aktuell habe ich den Langen Labioco in der Mühle, leider scheint er zu den Sofort-Tropfern zu gehören.

    Mache ich da irgendetwas falsch oder ist das ein normales Phänomen, das ich nur nicht verstehe?

    LG Andreas
    wild caffè
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  2. #2
    lattenroesti ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Fragen zur Preinfusion

    Hallo awild,

    auch wenn ich mir noch nicht so viele Gedanken über die Zusammenhänge gemacht habe: das kommt mir sehr bekannt vor und Deine Beobachtung kann ich zu 100% bestätigen - allerdings nicht unbedingt bohnensortenabhängig. Gerade heute hatte ich es wieder - bei der gleichen Bohnensorte. Meist schiebe ich es aufs unterschiedliche Tampern. Andererseits war es einmal der linke Hebel (Soforttropfen) und einmal der rechte (Bilderbuch). Vielleicht war es Zufall, mich würde daher interessieren, ob Du immer den gleichen Hebel nimmst. Ich habe unabhängig davon schon lange eine Lieblingsseite (die rechte). Du auch?

    Viele Grüße Lattenroesti

  3. #3
    awild ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Fragen zur Preinfusion

    Stimmt, eindeutig die rechte!
    Aber da ich eigentlich alle Test-Espressi rechts bezogen habe, kann es wohl daran nicht liegen...
    Und beim Langen hatte ich heute morgen das Phänomen auf beiden Seiten.

    LG Andreas
    wild caffè
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  4. #4
    VolkerS ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Fragen zur Preinfusion

    Hallo Andreas,

    machst Du WDT?
    Ansonsten: Einfach ignorieren. Caffé ist ein Naturprodukt und da wundere ich mich nicht über kleine Abweichungen beim Bezug.

    Gruß,
    Volker
    Kaffee-Wiki, da werden Sie geholfen

  5. #5
    awild ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Fragen zur Preinfusion

    Zitat Zitat von VolkerS Beitrag anzeigen
    machst Du WDT?
    Meinst du etwa diesen völlig überkandidelten Kluwe-York-Vodoo-Atomizer-Quatsch mit Umrühren, Umfüllen und solchen Irrsinn?

    Ja, klar! Nur besser: Kleiner Zubehör-Tipp: Mahlgut-Vorbereitung ohne Sauerei!

    Zitat Zitat von VolkerS Beitrag anzeigen
    Ansonsten: Einfach ignorieren.
    Ist ja nicht so, dass ich mich deshalb abends in den Schlaf weine. Ich finde das Phänomen nur interessant, auch weil es meinen Vorstellungen widerspricht und es hätte mich interessiert, ob andere ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

    LG Andreas
    wild caffè
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  6. #6
    Bane ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Fragen zur Preinfusion

    mir gings mit einigen Sorten ähnlich. ich hätte mal eine Theorie:

    Abhängig von den Röstparametern ist die Restfeuchte verschiedener Bohnensorten unterschiedlich. D.h. mE auch, dass sich die Bohnen beim Mahlen anders verhalten. Sprich, trockenere Bohnen müssten spröder sein und beim selben Mahlgrad mehr Fines produzieren. hatte das schon in anderem Zusammenhang so beobachtet (Zusammenhang Mahlgrad-Feinanteil-Röstverfahren-Restfeuchte)

    Für dein Problem heißt das: Mahlgrad relativ grob, aber hoher Feinanteil. Bei Bezug ist anfangs die Flussrate recht hoch, aber je mehr die Fines gegen Siebboden wandern, desto stärker nimmt die Flussrate ab.

    Was mich nachdenklich stimmt, ist dass man ja eigentlich Preinfusion macht um die Fines-Migation zu unterbinden...


    sooo, Theorie offen zur Diskussion...
    -- Jazz is not dead, it just smells funny. -- Frank Zappa

    Rancilio Miss Silvia mit Auber-PID, Brühdruckmanometer und Pre-Infusions-Mod und Gambrinus-Blende - Mazzer Super Jolly doserless-mod. - Fiorenzato T80 - Ditting KF 902 - Cona Coffee Maker - Hario Sipon TCA-5 - Hario V60

    Favorites: PHOENIX coffee roasters - Quijote Kaffee


  7. #7
    EleMac ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Fragen zur Preinfusion

    Mit dem Feuchtegehalt hab ich mich umfangreich beschäftigt. Allerdings nicht im Hinblick auf die PI.
    Ich stelle entweder direkt nach dem Selbströsten oder spätestens kurz vor dem Verbrauch (was sich bei mir maximal innerhalb von 2 Wochen abspielt) die Feuchte der Bohnen gezielt auf die Raumfeuchte ein.
    Wie feucht die Bohnen sind kann man ganz einfach zwar unwissentschaftlich aber extrem effektiv messen.
    Einfach einen engen luftdichten Behälter mit durchsichtigem Deckel, Bohnen + kleinen Luftfeuchtemesser rein und warten. Ich benutze einen kleinein digitalen von Conrad für 6€ oder so ähnlich.
    Da die Bohnen sich fast so verhalten wie ein Schwamm entsteht dadurch ein Mikroklima im Hohlraum des Behälters der die Feuchte der Bohnen zwar nicht genau aber nachvollziehbar anzeigt.
    Mit dem kleinen Luftfeuchtemesser stelle ich ein, einen mit Funk hab ich im Bohnenbehälter und vergleiche das mit der Raumluftfeuchte.
    Ich feuchte die Bohnen also gezielt an. Der Mahlgrad wandert bei feuchteren nicht nur merklich sondern gewaltig gegen grob, die gefühlte Pulvermenge im ST (bei genau gleichem Gewicht) wird deutlich mehr.
    Die Emulsion beim bezug wird öliger, die Crema besser und der Geschmack runder.
    Dabei habe ich aber das Pulver nicht optisch untersucht.
    Bei mir kommen nur Bohnen in die Mühle die an die ungefähre Raumluftfeuchte angeglichen sind.
    Seitdem muss ich auch meine Mühle (fast) nicht mehr verstellen. Und Einstellungsshots gibt es nur noch beim Bohnenwechsel.
    Zum Eigenversuch imho empfohlen. Und erklärt veilleicht auch das PI problem, das ich an meinem Maschinchen leider (noch) nicht nachvollziehen kann.
    Gruß
    Rolf
    LM GS3 MP; Elektra Mini (Bj.93), Elektra Maxi (Bj. 89), TamperBell; Macap MD4; Mahlkönig Vario; Gene CBR-101

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