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  1. #1
    philis ist offline Erfahrener Benutzer
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    Frage Das leidige Thema ANFÄNGER (Bitte um Rat in der Zubereitung+suche passenden Tamper)

    Wieder das leidige Thema am ANFANG

    Das ganze ist sehr lang geworden.... Wichtig sind nur die Fragen zum Schluss

    Nachdem ich aus Platzgründen (Studentenheim) mich in den letzten Monaten nur mit der Bialetti Brikka auseinandergesetzt habe, bin ich nun der Besitzer einer gebrauchten La scala Butterfly und einer Eureka Mignon (beides 2005) die ich bei meiner Freundin einquartieren durfte ☺
    Nach einigen Problemen mit der Maschine, (wobei mir über PN ein La scala Besitzer gut ausgeholfen hat) und einem unschönen Anblick unterhalb des Wassertanks (sehr viel Rost) ist sie nun einsatzfähig.
    Sofern man bei kleinen Mängeln über einen tropfenden Dampfhahn (ist ja typisch), dem tropfen aus dem Zwischenraum von Bezugshebel und dessen Mutter, während dem Bezug und dem Rost einfach hinwegsieht. (sie ist schließlich gebraucht ☹)

    Nun zu meinen Grundlagen:
    Ich war fest entschlossen, das ganze nicht so wissenschaftlich anzugehen und mich mehr am Espresso zu erfreuen, allerdings ist das Ergebnis nur optisch schön und geschmacklich noch kein Vergnügen.
    Darum wurde von meinen Freund das nötige Equipment aufgetrieben und nun habe ich eine Stoppuhr für die Bezugszeit von 25-30s ab dem ersten Tropfen, eine Feinwaage um das Pulver abzuwiegen (der Timer der Eureka ist nicht einfach einzustellen, da er in der selben Einstellung ±2g ausspuckt) und einen Messbecher um die 60ml für das 2er Sieb bzw. die 30ml für das 1er Sieb exakt zu treffen.
    Espresso verwende ich einen ganz frischen vom lokalen Kleinröster aus meine Umgebung, der in der Brikka hervorragend geschmeckt hat.

    Mein Vorgehen:
    Die Maschine wird mind. 45 vorgeheizt und es erfolgt ein Leerbezug falls es eine Überhitzung geben sollte (wirkt nicht so)
    Da die Mühle nicht exakt das Pulver auswirft, wird vorerst in eine Tasse gemahlen und die Klumpen mit einer Gabel zerstört. Exakt 14g kommen ins 2er Sieb und momentan 8 ins 1er Sieb.
    Zuerst wird leicht dann etwas fester getampert.

    Ergebnis:
    Beim 2er Sieb hatte ich innerhalb 30s, 36g (also zuwenig) Kaffee in meiner Tasse, optisch ganz schön, Crema goldgelb (vielleicht etwas heller) Geschmack nicht sehr gut, vielleicht etwas bitter/sauer (den Unterschied muss ich noch schmecken lernen.....würde sagen bitter) Der Puck ist fest kein Channeling, es ist bleibt etwas Wasser auf dem Puck zurück (geringe Menge die, die Oberfläche eine spur aufweicht).
    Beim 1er Sieb mit dem gleichen Vorgehen und 8g Kaffee habe ich innerhalb von 25-30s soviel Flüssigkeit, dass meine Waage es nicht mehr messen kann (max. 200g, Gewicht der Tasse sind 126g also müssen es mehr als 74g Flüssigkeit sein) und der „Kaffee“ ist nicht trinkbar. Der Puck ist sehr matschig, bleibt teils an der Dusche hängen.

    Fragen:
    Kann man eine Mühle nur auf eine Kaffeesorte und entweder auf das 1er oder 2er Sieb einstellen? Oder sollte man mit dem gleichen Mahlgrad, sowohl am 2er als auch im 1er ein gutes Ergebnis erreichen? (das Ergebnis Variiert ja sehr mächtig in meinem Fall)

    Macht es Sinn vorerst mit billig Kaffee zu experimentieren?

    Das Milchschäumen hat beim ersten Versuch perfekt geklappt. Da der Schaum nach 15min eingefallen war und ich einen zweiten Cappu aus dem mittelmäßigen Doppio machen wollte, musste ich erkennen, dass man Milch nur einmal aufschäumen kann

    Was macht ihr mit dem Rest der Milch?
    Wenn man in einer 0,6L Kanne 0,3L auf etwa 0,5L aufschäumt und nur einen Cappu trinkt bleibt mächtig viel über, kann man damit noch was anfangen? Möchte nicht nach jedem Cappu mehrmals am Tag eine ¾ Kanne Milch verwerfen und ein zweites Mal die selbe Milch aufschäumen funktioniert bei mir nicht.

    Und zum Schluss wäre ich sehr dankbar, wenn mir jemand eine spezielle Tamper Empfehlung geben würde, (original la scala Sieb) da der mitgelieferte Edelstahltamper etwas zu klein ist (zwischen tamper und Siebträgerwand sammelt sich etwas Pulver).

    Sorry für diese Länge aber tausend DANK an jene die sich die Zeit nehmen.

  2. #2
    Silvaner ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Das leidige Thema ANFÄNGER (Bitte um Rat in der Zubereitung+suche passenden Tampe

    Hallo Philis,
    da muss sich bei Eureka inzwischen doch eine Verbesserung ergeben haben, da die Mahlmengenabweichung bei meiner Eureka (2009) sich im +/- 0,5 g Bereich bewegt. Aber das hilft Dir nicht unbedingt weiter

    Vielleicht solltest Du (falls Du kannst) auf manuellen Betrieb umschalten bzw. den Timer ganz ausbauen. Mit solchen Abweichungen bist Du mit jedem Sieb aufgeschmissen. Und jedes Mal das Mahlgut abwiegen, ist auf Dauer auch keine Lösung.
    Sollte das LM1er Sieb passen, dann kauf es Dir. Hier kannst Du fast auf ein halbes Gramm genau füllen, ohne dass Du eine Feinwaage bemühen musst. Und dass das LM1er Sieb guten Espresso liefert, ist hier im Forum schon oft bestätigt worden. Einziges "Problem": Du brauchst einen 41mm Tamper.
    Aber damit hättest Du wenigstens schon mal den einfachen Espresso im Griff.
    In Cafés habe ich schon beobachtet, dass Milch nur nachgeschüttet wird. Was dabei jedoch rauskommt, kann ich nicht beurteilen. Versuchen kannst Du es ja, Du wirst ja sehen, ob's was wird.
    Gruß, René
    Geändert von Silvaner (13.05.2010 um 13:38 Uhr)
    Rancilio Silvia 2009 (V3) - mit faustinos easy pid - und Eureka MCI

  3. #3
    Anna ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Das leidige Thema ANFÄNGER (Bitte um Rat in der Zubereitung+suche passenden Tampe

    Bei der Milch wäre mein Vorschlag: 0.35er Kännchen kaufen.
    Beim Rest, hm... etwas gröber mahlen und dafür mehr ins 2er Sieb finde ich persönlich immer einen guten ersten Versuch. Aber wahrscheinlich wirst Du auch genau gegenteilige Ansätze hören.
    Gaggia CC + Ascaso i-mini

  4. #4
    Sono ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Das leidige Thema ANFÄNGER (Bitte um Rat in der Zubereitung+suche passenden Tampe

    Hm.. also ich würde es nicht zuuu wissenschaftlich angehen.

    Pulver abwiegen finde ich gut. Mache ich seit Kurzem jetzt auch wieder. Grobe Daumenrichtung: Zweiersieb 15g

    Durchflussmenge: Einfach mal 25 oder eben 50ml Wasser abmessen und in die Tasse geben. Dann sieht man wie hoch später der Espresso stehen sollte. Die Crema verfälscht diese "Linie" natürlich etwas, aber das ist (meiner Meinung nach) eben der Handwerkliche Gedanke daran.

    Zu Deinen Fragen:
    Mahlgrad: Ausprobieren.. Mit meiner Solis (53mm Sieb) hat der Mahlgrad nach einiger Zeit sowohl für 1er als auch 2er Sieb gepasst. Nun mit der Silvia kommt ja ein gar schreckliches 1er-Sieb, welches ich ehrlich gesagt nicht verwende und daher fast immer Doppios trinke.
    Mein Ratschlag: Den Mahlgrad aufs 2er optimieren (ist einfacher) und dann mit dem 1er testen ob es hier auch passt.

    Billiger Kaffee: Ich finde bedingt ja. Ganz am Anfang habe ich mit 1 Kilo Ionia (dem Roten) für rund 9 Euro experiementiert. Meiner Meinung nach gut, wenn Du diesen Kaffee mehr oder weniger als "verloren" einstufst. Denn grade am Anfang, wenn die Mühle noch nicht so wirklich eingestellt ist (war bei der Iberital der Fall) wirft man eigtl. ca. 250g in den Abfall.

    Milch: Ein 0,3er Kännchen verwenden. Und selbst da schüttet man manchmal etwas weg, weil man sich verschätzt hat.

    Tamper: Wieviel Platz bleibt denn am Rand? 1mm? Mehr?
    Wenn es nur ganz wenig Pulver ist, so dürfte sich das nicht besonders auf den Geschmack auswirken. Wenn es Dich dennoch stört (Schmutz an der BG), dann hilft Knocken (auch wenn Mancher findet, dass man nicht knockt) um nach dem ersten tampen den Rest am Rand in die Mitte zu "schleudern" und dann final zu tampen.
    Zur Technik: Ich fahre sehr gut mit dem "polieren" des Pucks. Sprich wenn man schon getampt hat, den Tamper nur lose auflegen und ein paar Mal im Kreis rotieren lassen.
    Rancilio Silvia + Iberital Challenge / Zassenhaus Handmühle / French Press klein und groß / Herdkännchen

  5. #5
    StefanW ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Das leidige Thema ANFÄNGER (Bitte um Rat in der Zubereitung+suche passenden Tampe

    1er und 2er Siebe brauchen oft einen unterschiedlichen Mahlgrad. Das Cimbali 1er verjüngt sich nach unten nicht, wie viele andere konkav sondern kegelförmig. Heißt die schrägen Flanken sind nicht nach innen gewölbt. Das hilft, den Matsch am Rand zu minimieren. In Kombination mit einem konvexen Tamper (ich rate zur flacheren amerikanischen Form) kann es noch einmal besser werden. Den kannst du auch für das 2er verwenden.

    Die Mühle benötigt, wie die meisten Timer-gesteuerten vermutlich einen Mindestfüllstand für konstante Ergebnisse.

    Ich habe es zwar nie probiert, aber man kann Milch wohl durchaus zweimal schäumen. Wichtig ist, dass sie kalt ist. Wenn du also den Rest in den Kühlschrank stellst, vor dem nächsten Schäumen mit etwas frischer Milch ergänzt, könnte es klappen. Meine Hand würde ich dafür nicht ins Feuer legen. Aber Versuch macht kluch.

    Grüße
    Stefan
    Grüße
    Stefan


  6. #6
    philis ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Das leidige Thema ANFÄNGER (Bitte um Rat in der Zubereitung+suche passenden Tampe

    Danke für Eure Hilfestellung, nach stunden langem Lesen hier im Forum, fürchte ich, dass meine neue Errungenschaft mehr Probleme hat als erwartet

    Der Druck am Barometer liegt eher hoch bei 1,4 Bar, die Temperatur über den Bezug an der Brühgruppe ist im Gegensatz zum Heißwasserbezug nicht sehr heiß.
    Ich habe keinen Thermofühler, allerdings kann man den Finger leicht im frischbezogenen Wasser halten und das sollte eigentlich ab 60 Grad unangenehm sein.

    Die Spanne der Temperatur vom Duschsieb geht von 88 °C bis 96 °C (soweit ich das recherchiert habe), ich kann auch hier meinen Finger unter das Wasser halten.
    Die Brühgruppe selbst wird erst nach sehr langer zeit Warm und selbst nach über einer Stunde kann ich meine Hand für mehr als 15sek. ohne große Schmerzen darauf legen. (massiven Messingblock kann man bei 60°C nicht mehr anfassen denke ich) Nach meiner Forumsrecherge könnte es sein dass die Drossel im Thermosiphon verkalkt ist, wodurch die E61 Brügruppe nur mehr passiv beheizt wird.
    Zusätzlich gefällt mir nicht dass, neben dem Hebel der Faema E61 Gruppe beim Bezug Wasser austritt, auch da dürft ein Ventil defekt sein.

    So wie es aussieht, hat die Maschine mehr, als Ihr optisch tadelloser Zustand erahnen hat lassen.....wahrscheinlich wird eine generelle Entkalkung nötig sein (soweit ich das gelesen habe ist das leider mit einem Zerlegen in Ihrer Einzelteile Verbunden, auch am Termosyphon und der Brühgruppe) Zusätzlich glaube ich dass Ventile/Dichtungen an der Brühgruppe ersetzt werden müssen, da wie gesagt im Bereich des Bezugshebel Wasser austritt.

  7. #7
    Arni ist offline Erfahrener Benutzer
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    Wenn das mit deinen Temperatureinschätzungen stimmt, scheint es tatsächlich ein Kalkproblem zu geben. Wie heiß ist denn das Wasser, das aus dem Wasserauslass kommt? Gibt es genügend Dampf?
    Wenn nämlich das Kesselwasser nicht um die 100 Grad heiß ist, kann das Brühwasser nicht über 90 Grad liegen.

  8. #8
    philis ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Das leidige Thema ANFÄNGER (Bitte um Rat in der Zubereitung+suche passenden Tampe

    Nein das ist es nicht, das Wasser aus dem Kessel ist sehr heiß und dampft wie verrückt (Druck liegt zwischen 1,3-1,55 Bar am Maschinen eingebauten Barometer) das Wasser, welches aus der Brügruppe kommt ist nur Lauwarm, das merkt man sowohl am Espresso, als auch wenn ich die Hand unter das Wasser halte (aus der Brühgruppe bezogen).

    Hinzu kommt noch der Wasser Verlust im Bereich des Bezughebels, während dem Brühvorgang, und verstärkt bei Verwendung des 2er Siebes. Interessant ist, dass beim verwenden des Blindsiebes fast kein Wasser austritt, sondern wie gewollt spritzend aus dem 3 Wege Ventil kommt (ich hoffe das nennt man so).

  9. #9
    Arni ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Das leidige Thema ANFÄNGER (Bitte um Rat in der Zubereitung+suche passenden Tampe

    Wenn der Wärmetauscher verkalkt ist, dann sind es auch die anderen Teile. Zum Entkalken musst du auch die Brühgruppe zerlegen und dann siehst du, ob dort Dichtungen schlecht sind oder die Ventile nur verkalkt sind, dass sie nicht mehr ordentlich schließen und sich das Wasser z. B. seinen Weg über den Bezugshebel sucht.
    Langer Rede kurzer Sinn, du musst das Werkzeug zusammensuchen und dann loslegen.
    Zum Entkalken von e-61 Brühgruppen und anderen Teilen gibt es sicher eine Menge Beiträge , die du über die Suchfunktion (rechts oben auf dieser Seite) findest.
    Selbst, wenn es für deine Maschine keine speziellen beiträge gibt, sie sind sich doch im Innern sehr ähnlich.

  10. #10
    philis ist offline Erfahrener Benutzer
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    Ich muss zugeben als Neuling und technisch nicht versierter Medizinstudent, habe ich große Angst vor so einem Eingriff, Hinzu kommt dass ich kaum Werkzeug habe, bzw. auch nicht weiß, was ich alles für diesen Vorgang benötige abgesehen von einer Entkalkungslösung.

    Ich habe einen Bericht über die ELA gelesen, wo dies hier beschrieben wird:

    Verwendete Werkzeuge/Material:
    Multimeter und "femtos Brühdruckmanometerbausatzgedöns"
    Schraubendreher, Biteinsätze, Ringschlüssel
    Wasserpumpenzange, verstellbar
    Lötlampe / Heißluftpistole
    Entkalker (Durgol in meinem Fall)
    Fett (temperaturbeständig) / Trennmittel ("Kupferpaste")

    Das hört sich teuer an und fragt nach einer Hand die darin Übung hat
    und nicht wie ich nur theoretisch im Thema Kaffee aus dem Kaffeenetz belesen ist.

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