Richtige Abdeckung für die Maschine zur Wärmedämmung
Bin mal wieder unterwegs für die Abteilung "Lösungen für Probleme, die es gar nicht gibt".

Es ist ja weitgehend bekannt, dass der Wärmehaushalt vieler Maschinen daraufhin konzipiert ist, die Wärme durch Aufstellen von Tassen und eventuell zusätzliches Abdecken mit einem Tuch zu regulieren.
Also deckte ich brav mit einem passend zusammen gefalteten Frotteetuch meine Maschine ab. Bis Tommi, der mir die Rancilio damals geliefert hatte, zu Besuch bei mir war, und mich darauf aufmerksam machte, dass die Maschine zu heiß sei. Ich solle die Abdeckung reduzieren.

Damit nahm das Projekt "Suche einer perfekten Wärmeabdeckung" seinen Anfang. Zunächst schnitt ich ein Stück passender Größe aus dem Handtuch und versäuberte es mit der Nähmaschine (Zickzack-Stich), damit es nicht ausfranselt. Ich testete das Tuch 24 Stunden und stellte fest, die Maschine dürfte wohl immer noch zu heiß sein. Hmm. Was nun?
Ich erinnerte mich, dass ich früher einmal gelochte Gummimatten gesehen hatte, mit denen man die Waschbecken von Restaurantküchen als weiche Dämmung auskleiden kann, um das Geschirr zu schützen. Ich fuhr kurzerhand zu einem Fachhandel für Gastrobedarf (jawohl - der eine oder andere mag sich erinnern: zu meinem Einkaufsparadies Rüffer Halo). Dort fand ich eine Rolle "Mega-Stop" Antirutschmatte 50 x 150 cm der Firma Friedola zum Preis von - man höre und staune: solche Vorkriegspreise gibt es auch noch (vor WK I ist gemeint!) - 3,29 €.

Ein passend zugeschnittenes Stück von der Rolle brachte das gewünschte Ergebnis: Die Wärmeregulierung scheint jetzt zu stimmen! Die Gitterstruktur des Gewebes lässt die Luft gut zirkulieren und es entsteht kein Hitzestau. Kleine Nebeneffekte: Optisch finde ich die Lösung ansprechender als das Frotteetuch - es sieht jetzt sauber und ordentlich aus auf der Möhre. Die abgelegten Metallgegenstände liegen, bzw. stehen wackelfrei und zerkratzen trotzdem nicht die Edelstahloberfläche der Maschine. Und die Lösung ist auch noch hygienischer als das vor sich hin modernde Handtuch.
Um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, habe ich natürlich vor dem Auflegen der Matte eine Feuerzeugflamme unter eine Ecke des Gewebes gehalten, um zu testen, ob es einigermaßen hitzebeständig ist: Es ist! Also keine Gefahr, dass die Matte eine untrennbare, weil gut eingeschmolzene Verbindung mit der Edelstahlabdeckung eingehen wird.
Die alte Lösung und die verworfene Zwischenlösung:
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Geändert von Vincent Kluwe-Yorck (20.05.2010 um 05:11 Uhr)
Diagnose: Gigantomechania extremensis . . . Symptomatik: Junior S ist zu wenig – eine ausgewachsene Senior XXL musses sein!
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