Hallo Community!
Es gibt ja hier im Forum einige technisch hochbegabte Teilnehmer, oder?(zum Messen der Bezugsparameter gibt es ja auch schon brauchbare Einrichtungen).
Wer Spaß an technischen Basteleien hat, bitte weiter lesen. Wer meint "Hauptsache mein Kaffee schmeckt gut!", ist wahrscheinlich besser beraten, den Thread wieder zu schließen
Ich bin im Moment mit der Dampfleistung meiner BFC Ela nicht ganz zufrieden. Ich bilde mir ein, das ging früher besser. Womit ich schon beim Thema bin: ist das Einbildung oder ist dem tatsächlich so?
Jetzt wären objektive Vergleichswerte gut! Natürlich auch, um die Dampfleistungen unterschiedlicher Maschinen gut vergleichen zu können (ist ja immer wieder ein Thema).
Habe die SuFu bemüht aber nix brauchbares gefunden.
Kann doch nicht so schwer sein, dachte ich und begann über eine einfache Messmöglichkeit zu sinnieren. Da es sich aber gemeinsam besser sinniert, habe ich dieses Posting verfasst
Meine bisherigen Überlegungen:
- die Messung sollte mit möglichst einfachen Mitteln möglich sein (idealerweise mit Dingen, die in einem Haushalt vorzufinden sind oder für wenige Euros im nächsten Baumarkt beschafft werden können)
- das Ergebnis sollte vergleichbar sein (absolute und keine relativen Werte)
Die Dampfleistung würde ich als Menge trockenen Dampfes pro Zeiteinheit definieren. Da der Dampf beim Austritt aus der Dampflanze ja Umgebungsdruck hat, würde ich als Temperatur 100°C annehmen. Abweichungen durch Seehöhe, etc. würde ich im ersten Ansatz vernachlässigen (ich nehme nicht an, dass jemand seine Maschine im Hochgebirge vermessen möchte).
Gibt es darüber hinaus noch etwas zu berücksichtigen?
Die Frage ist nun: Wie die Dampfmenge messen? Geht vermutlich am einfachsten über die Menge an Kondensat in Gramm.
Kernfrage: Wie den Dampf am einfachsten kondensieren?
In einem Labor würde man dafür wahrscheinlich eine entsprechend lange Säule aus Kühlern basteln. Wer nebenbei eine Schnapsbrennerei betreibt, hat damit vermutlich auch kein Problem
Die Vorgabe ist aber: möglichst einfache Mittel.
Die Lösung:
Ich habe meine Stempelkanne mit etwa 1 Liter kaltem Wasser gefüllt und in den Kühlschrank gestellt. Nachdem sie gut durchgekühlt war, habe ich noch eine Ladung Eiswürfel dazu gegeben und das Ganze gut durchgerührt, auf eine Küchenwaage gestellt und gewogen.
Dann habe ich aus der Dampflanze das Kondenswasser ausgeblasen und etwa 5s Dampf abgelassen.
Danach die Lanze ins kalte Wasser getaucht und 60s volles Rohr Dampf ins kalte Wasser geblasen. In meinem Fall ist der gesamte Dampf in der Stempelkanne kondensiert, d.h. es hat nicht geblubbert. Man konnte allerdings die Eiswürfel verschwinden sehen und nach der Minute war das Wasser lauwarm. Könnte mir vorstellen, dass man mit mehr Dampfpower entsprechend mehr Eiswürfel verwenden muss
Das Ganze wieder gewogen: plus 45 Gramm mehr.
Das ist nun etwas, was man leicht über Zeit verfolgen kann und wo man auch Maschinen untereinander vergleichen kann.
Das Einzige was mir nun fehlt ist der Wert meiner Maschine als sie neu war ...
Noch eine Anmerkung: mir ist bewusst, dass das nicht die hoch präzise Methode ist (aktueller Luftdruck, ist der Dampf wirklich trocken und gesättigt, ...). Für die Beobachtung von Leistungsverlusten oder den Vergleich von Maschinen scheint sie mir aber durchaus geeignet.
So und nun bin ich auf eure (konstruktiven) Kommentare und eventuell Vergleichswerte gespannt!
Grüße,
paraglider


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