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  1. #1
    fresholi ist offline Benutzer
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    Standard Handfilter-Trend - Berechtigt oder nur Hype?

    Hallo zusammen,

    der neuste Trend der 3rd Wave scheint ja nun Handfiltern zu sein.
    Damit habe ich noch keine Erfahrungen gemacht, bin dem aber sehr offen gegenüber.

    Nun also meine Frage an Leute, die es bereits ausprobiert haben:
    Ist der Trend berechtigt - in geschmacklicher Hinsicht - oder bloß ein neuer Hype, um mit was Neuem die Leute ins Café zu locken?

    Und: Wo liegt denn geschmacklich der Unterschied zur üblichen Filtermaschine? Ist der Geschmack - die richtige Zubereitung vorrausgesetzt - überlegen? Wo liegt dann der Unterschied/Vorteil: Quellen lassen, gleichmäßige Wasserzufuhr, bestimmbare Temperatur?

    Ich würde mich über einen regen Austausch hier - auch abseits der uns so ans Herz gewachsenen Espresso-Themen - freuen. Den Kaffeehorizont zu erweitern kann schließlich nicht schaden!

  2. #2
    Stefan ist offline Moderator
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    Standard AW: Handfilter-Trend - Berechtigt oder nur Hype?

    Seit wann ist Handfiltern neu? Das ist hierzulande eigentlich seit jeher Bestandteil der Kaffeekultur, deswegen erschliesst sich mir der Sinn dieser Frage nicht. Eher noch könnte man anführen dass diese Zubereitungsmethode durch die Vollautomaten- und Padmaschinen-Hypes in Vergessenheit geriet. Aber dazu müsste daraus erstmal ein rchtiger Trend werden, und das glaube ich eigentlich nicht dank der Bequemlichkeit der Zielgruppe und der Werbeetats der Kaffeesystemanbieter...

  3. #3
    fresholi ist offline Benutzer
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    Standard AW: Handfilter-Trend - Berechtigt oder nur Hype?

    Natürlich ist Handfiltern als Zubereitungsart nicht neu.
    Das haben unsere Gr0ßeltern schon so gemacht.

    Der richtige Begriff wäre dann evtl. Wiederbelebung/-entdeckung.
    Neu ist eben, dass es wieder verstärkt genutzt wird, vor allem auch in der Gastronomie (s. z.B. Intelligentsia oder Square Miles mit ihrer Penny University)
    Aber bei Mode sagt man schließlich auch "Trend" wenns alle tragen, auch wenn das meistens nur wieder aufgebrühte (ha Wortspiel) Wiederholungen vorangegangener Epochen sind.

    Wir können uns natürlich jetzt hier über Begrifflichkeiten streiten oder lieber mal anderen Themen außer Espresso Diskussionsraum einräumen...

  4. #4
    ChristianK ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Handfilter-Trend - Berechtigt oder nur Hype?

    Zitat Zitat von fresholi Beitrag anzeigen
    Nun also meine Frage an Leute, die es bereits ausprobiert haben:
    Ist der Trend berechtigt - in geschmacklicher Hinsicht - oder bloß ein neuer Hype, um mit was Neuem die Leute ins Café zu locken?
    Ich würde sagen der Geschmack ist besser weil man sich mehr Gedanken über die Zubereitung macht, als wenn man die Filtermaschine verwendet. Außerdem sind die Bohnen der 3rd Wave Läden sicher wieder super gut.

    Ein Hype ist das sicher.

    p.s. außerdem, ich gebe es ja zu. Ich stehe auf diese Gießkanne mit der die immer den Kaffee aufbrühen
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  5. #5
    Stefan ist offline Moderator
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    Standard AW: Handfilter-Trend - Berechtigt oder nur Hype?

    Penny University ist ja schon wieder Geschichte, Intelligentsia und ähnlich geartete Konzepte insbesondere hierzulande/in Berlin sind nicht mal lokal betrachtet als 'Gastronomie' zu bezeichnen sondern eher als Sonderfall von/für Freaks und beim Rest würde ich eher sagen dass der schon seit einiger Zeit auf niedrigem Niveau stagniert. Da war z. B. der Trend, den Leuten den Kaffee in Pressstempelkannen zu servieren - funktionierte leider nicht im gewünschten Mass weil die Leute sich überhaupt nicht mit der Zubereitung beschäftigen wollen. Das Thema Filterkaffee leidet hierzulande immer noch hartnäckig unter einem schlechten Ruf, was nicht zuletzt daran liegen mag dass viele Anbieter immer noch unter der Krankheit leiden, den Kaffee stundenlang warmzuhalten. Die Handfiltermethode wird in der Gastronomie nie in der Breite Fuss fassen können, wegen des Zeit- und Personalaufwands und dem auch dadurch bedingten fehlenden Willen, sich das dafür notwendige Wissen anzueignen.

  6. #6
    ChristianK ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Handfilter-Trend - Berechtigt oder nur Hype?

    Zitat Zitat von Stefan Beitrag anzeigen
    Penny University ist ja schon wieder Geschichte, Intelligentsia und ähnlich geartete Konzepte insbesondere hierzulande/in Berlin sind nicht mal lokal betrachtet
    Haben die schon wieder zu?

    Mit dem schlechten Ruf vom Filterkaffee hast Du Recht. Immer wenn vom Filter erzählt, dann erzählt jeder, dass Filterkaffee nicht schmeckt....

    Gruß
    Christian
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  7. #7
    Stefan ist offline Moderator
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    Standard AW: Handfilter-Trend - Berechtigt oder nur Hype?

    Zitat Zitat von ChristianK Beitrag anzeigen
    Haben die schon wieder zu?
    Das nicht, aber es war ja eigentlich mehr als Retail Store für die hauseigenen Röstungen geplant und nicht als Gastronomiebetrieb. Ein dauerhafter Ausschank ist da mit Sicherheit nie angedacht gewesen.

  8. #8
    freedox ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Handfilter-Trend - Berechtigt oder nur Hype?

    Bin demnächst Besitzer einer "Aeropress"...

    dann kann ich auch mehr zu der Geschichte Brühkaffee beitragen.


    Ich finde es als spannend und eine gute Ergänzung zur Espresso-Geschichte.


    cheers,

    freedox
    San Remo Treviso, Eureka MCI, Tegernseer Kaffeerösterei;
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    Urlaubsinfo

  9. #9
    cuse ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Handfilter-Trend - Berechtigt oder nur Hype?

    Mahlzeit,

    da ich, seit ich Kaffee trinke (also seit knapp 20 Jahren) immer von Hand gefiltert habe, ist er für mich nicht neu und absolut kein Trend, sondern fester Bestandteil meines täglichen Kaffeekonsums.

    Ich mag die ursprüngliche Zubereitungsform, die Porzellankanne und den Porzellanfilter, das Koffein und nicht zuletzt den Geschmack.
    Außerdem finde ich es um einiges schöner, den Kaffee frisch aus der oben genannten Kanne in die Tasse gleiten zu lassen, als ihn aus einer Kaffeemaschinen-Glaskanne zu schütten.
    Ich finde es schön, daß zwischen mir und dem Kaffeegenuß mal keine Elektronik steht (außer der Kaffeemühle), und der Geschmack überzeugt.

    Gruß cuse
    ...

    ansonsten halte ich es wie dieter nuhr: »Das Paradies ist der Ort, wo Hunde bei der Straßenreinigung arbeiten und ich auf den Bürgersteig kacken kann«
    oder besuche whiskycuse


  10. #10
    Bestbrew ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Handfilter-Trend - Berechtigt oder nur Hype?

    Ich denke der Trend der sich, zumindest unter Kaffeeliebhabern abzeichnet ist, neben Espresso und Cappuccino auch den Kaffee (Brühkaffee) als eigenständiges Getränk wahrzunehmen. Stefan hat absolut Recht, daß diese Form des Kaffeegenusses seit langer Zeit einen schlechten Ruf genießt.
    Letztendlich liegt das denke ich daran, daß Handfiltern im Zuge der technischen Neuerungen seit den 50'er Jahren mehr und mehr in Vergessenheit geraten ist, wodurch sich die Qualität des üblicherweise servierten Kaffees sehr negativ entwickelt hat.
    Aus meiner Sicht läßt sich aber beobachten, daß Kaffee und dessen unterschiedliche Brühmethoden langsam aber sicher wieder mehr Aufmerksamkeit erlangen. Insbesondere unter Leuten die sich nicht nur aus dem Sortiment von Großröstern bedienen gibt es einige die zur Kenntnis genommen haben, daß es in den Sortimenten der Kleinröster eine Menge zu entdecken gibt. Viele Kaffeesorten und Röstungen lassen sich aus meiner Sicht alleine mit Espresso nicht wirklich ausschöpfen. Dabei geht es nicht um entweder Espresso oder Kaffee sondern um sowohl als auch
    Ich hoffe, daß diese Entwicklung sich fortsetzt.

    Was die Gastronomie angeht so kann ich mir zumindest in den Metropolen durchaus vorstellen, daß handgebrühter Kaffee zu einem festen Bestandteil des Angebots der Kaffeespezialtätengastronomie wird. Dank Überboiler und einigen manuellen Zubereitungsgeräten als auch z.B The Trifecta Experience ergeben sich Möglichkeiten die durchaus auch gastronomiefähig sind.

    Und: Wo liegt denn geschmacklich der Unterschied zur üblichen Filtermaschine? Ist der Geschmack - die richtige Zubereitung vorrausgesetzt - überlegen? Wo liegt dann der Unterschied/Vorteil: Quellen lassen, gleichmäßige Wasserzufuhr, bestimmbare Temperatur?
    Auseinandersetzung mit der jeweiligen Zubereitungsmethode und etwas Experimentierfreudigkeit vorausgesetzt, ist der Geschmack aus meiner Sicht weit überlegen. Die Vorteile liegen darin, daß man mit manuellen Brühmethoden die Möglichkeit hat direkt auf die Brühparameter (Temperatur, Mahlgrad, Ziehzeit, Kaffee/Wasser Verhältnis) Einfluss zu nehmen und damit auf die unterschiedlichen Kaffeesorten eingehen zu können. Bei der einen Methode mehr, bei der anderen weniger.

    Grüße Robin


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