Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. #1
    Rolf T ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Kupferkessel,Oxidation u. was dabei so entsteht

    Hallo zusammen,
    die Cremina 67 hat doch 1,3 Ltr. Boilerinhalt.Normalerweise ist dieser nie ganz voll,sodass immer Luft im System ist bzw. reinkommt.Das müsste doch eigentlich zu Oxidationen führen,begünstigt durch den Wechsel nass/trocken.Dadurch könnten doch mehr oder weniger gesundheitsschädliche Stoffe ins Wasser gelangen.Bei Wasserleitungen aus Kupfer im Haus sagt man ja,obwohl da kaum das Wasser auf so hohe Temperaturen erhitzt wird u. auch keine Luft einströmt,dass man jeden Morgen das abgestandene Wasser aus den Leitungen ablaufen lassen soll bevor man Getränke daraus macht.Im Prinzip müsste man das bei der Cremina dann genauso machen,also das 10kg-Gerät zum Wasserhahn tragen,ausleeren, spülen u. Frischwasser einfüllen und dabei noch aufpassen,dass die Elektrik nicht nass wird.Aber wer macht das?
    Ansonsten müsste man bei 1,3Ltr. Boilerinhalt einige Tage abgestandenes u. mehrfach aufgekochtes Wasser konsumieren.Wie handhabt ihr das?
    Wie sind die Lötmittel zu bewerten mit denen die Messingteile an vielen Stellen mit dem Kupferblech verlötet sind.Ist da Blei ein Thema?
    So schön die alten Maschinen sind,aber man will sie ja nicht nur anschauen,sondern auch benutzen.Leider hat man sich früher bei der Verwendung von Werkstoffen nicht viel Gedanken gemacht bzw. man wusste es nicht besser.Wenn man da nur an die Boilerisolierung aus Asbest denkt...

    Gruß Rolf

  2. #2
    gunnar0815 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kupferkessel,Oxidation u. was dabei so entsteht

    Ich könnte deine schwer belastete Cremina 67 kostenneutral entsorgen
    Nein im ernst Kupfer ist wohl das unbedenklichste Material. Früher bei den Metallwasserleitungen sollte man erst mal das Wasser laufen lassen. Wen Kupfer eine leichte Kalkschicht hat löst sich meiner Meinung nichts mehr. Wenn es bedenklich wäre könntest du dich so wie so nicht vor schützen da das Wasser ja schon so aus der Leitung kommt.
    Gunnar
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    Links:Sammlung technischer Daten aller Mühlen - Bezug aufteilen sollte jeder mal machen
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    Rossi RR 45 auf 80 Mahlkranz umbauen

  3. #3
    Scheusal ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kupferkessel,Oxidation u. was dabei so entsteht

    Kupfer wird schon seit Generationen im Lebensmittelbereich angewendet. Kupfer wird dort, wo Säuren keine Rolle spielen bevorzugt eingesetzt, weil es erheblich besser als nichtrostende Stähle die Wärme leitet. Bei größeren Kesselanlagen kann das schon von Bedeutung sein (günstige Wärme ein und abfuhr).

    So lange nicht Essig als Entkalker benutzt wird (siehe auch Grünspan), ist es eher unproblematisch.

    Bei jeglichen Giften macht es die Menge. Diesbezüglich würde ich mir um die etwaige Bleianteile in Lote keine allzugroße Sorgen machen, wenn nicht gar Silberlot verwendet wurde.

    Wasser löst Luft, und die Luft löst Wasserdampf. Mit der Zeit dürfte im Kessel immer weniger Luft vorhanden sein und immer mehr Wasserdampf.

    Wasser wird durch Bakterien schlecht. Hitze und Druck bekommt den Bakterien schlecht. Zur Not kann man hier noch eine hübsche Silbermünze in den Tank legen. Da ich eine Espressomaschine mit Festwasseranschluß habe, die noch durch ein Entkalkungssystem läuft brauche ich mir diesbezüglich keine Sorgen zu machen. Ansonnsten habe ich früher das Wasser gefiltert (Brita).
    Expobar - Brewtus III (Vollisoliert, Rota u. Festwasser); Eureka Mignon Istantaneo MCI/MT

  4. #4
    Arni ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kupferkessel,Oxidation u. was dabei so entsteht

    Blankes Kupfer gibt es in deinem Boiler nicht. Auch nach einer Entkalkung entsteht sofort mit Sauerstoff (aus der Luft oder dem Wasser) eine unlösliche Kupferoxid-Schicht, die weitgehend verhindert, dass Cu-Ionen ins Wasser gelangen.
    Auch Keime gibt es im Boiler oder HX nicht, da sie vom heißen Wasser zuverlässig abgetötet werden. Von daher braucht man das Wasser nicht dauernd wechseln.

  5. #5
    Rolf T ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kupferkessel,Oxidation u. was dabei so entsteht

    Bilder sagen in diesem Fall mehr als Worte .Ok,das ist die Einkreiser-Problematik.Da kann man nach dem Entkalken nicht richtig spülen.Bei der Cremina kann man ja spülen u. das beste wäre wahrscheinlich,nur die Heizung nicht zu sehr verkalken zu lassen u. ansonsten nicht zu viel gegen den Kalk zu machen. Habe gerade das im Kaffee-Netz gefunden.Sieht fast biotopartig aus wie Rotalgen im im Riff


    Von User Sanug am 09.09.2009

    Ein Boiler hat zwecks besserer Wärmeverteilung und zur Vermeidung von Luftblasen ein Innenrohr. Das Wasser wird also immer von oben abgesaugt. Ein richtiger Austausch des Boilerwassers kann dadurch nicht stattfinden, da das vorhandene Wasser einfach nur mit dem nachströmenden frischen Kaltwasser vermischt wird. Insofern ist das Vorhaben, einen Einkreiser per Durchlaufverfahren schnell zu entkalken, auch zum Scheitern verurteilt, und es bleiben Kalkbrösel am Boden des Boilers zurück.

    Das obere Bild ist der Boiler von der Rancilio Silvia, das untere der Mini-Edelstahlboiler einer Saeco. Beide nach mehrfacher Durchlaufentkalkung





    Ein Durchspülen nach längerer Standzeit bringt also wegen dem Innenrohr nicht viel. Entleeren geht bei den meisten Einkreisern gar nicht, außer durch Öffnen des Boilers. Es ist aber meiner Meinung nach auch nicht nötig. Die Sache mit den Metallionen halte ich für übertrieben, zumal sich bei normaler Benutzung eine Kalkschicht bildet, die einen Schutzfilm darstellt. Verkeimung ist bei den Brühtemperaturen ebenfalls kein Thema. Zumindest sehe ich bei Standzeiten von ein oder zwei Wochen kein Problem. __________________

  6. #6
    Rolf T ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kupferkessel,Oxidation u. was dabei so entsteht

    und wo hast du gelesen , daß die cremina einen kupferkesel hat ?
    Ist der Kessel aus Messing bei der Cremina 67?Das konnte ich ja noch nicht sehen,weil der Asbest noch drauf ist.
    Aber ist das kein Kupfer? (Link per PN,da Bilder aus einem Auktionshaus,zwar abgelaufene Auktion).
    1977er Cremina,sieht da so aus,dass der Boden u. Deckel aus Messing sind u. dazwischen Kupferblech eingelötet ist.

    Gruß Rolf
    Geändert von Rolf T (04.01.2011 um 16:35 Uhr)

  7. #7
    helalwi ist offline Benutzer
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    Standard AW: Kupferkessel,Oxidation u. was dabei so entsteht

    Die neuen (Jahrgang 201/11) sind jedenfalls aus Chromstahl: Qualität AISI 314 L.

    Alsio nichts von Meesing

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