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  1. #1
    Budi ist offline Neuer Benutzer
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    Standard Ein paar theoretische Fragen zur French Press Technik

    Da nun die French Press seit vier Tagen bei mir Einzug gefunden hat und sich damit auch die "Kaffeegänge" vermehren, ein paar Fragen zur Handhabung der French Press.

    Vielerlei entdeckt man ja durch Experimentieren oder gar Missgeschicke/ Ungenauigkeiten bei der Zubereitung. Damit ich aber zukünftig genauer und bewusster mit der FP umgehen kann und meine gewünschten Geschmacksabstimmungen ausführen kann, möchte ich mir ein bisschen Theorie zur Hilfe ziehen.

    Folgende Eigenschaften sind bei der Zubereitung mit der FP wichtig:

    Basis:

    -Bohnenqualität, frische und typische Geschmackseigenschaften
    -Wasser, Härte und Temperatur
    -Mahlgrad und Homogenität des Mahlguts

    Nun die relevanten Eigenschaften bei der Zubereitung:

    -Abschöpfen/ Nicht abschöpfen
    -feines Mahlgut, grobes Mahlgut
    -Ziehzeit
    -starkes Umrühren, kurzes Umrühren
    -Bohnenmenge

    Mich interessiert hierbei v.a. wie folgende Dinge den Geschmack beeinflussen, bzw. wie ich für den folgenden Kaffee den Geschmack in meine gewünschte Richtung verändern muss.

    -Inwiefern wirkt sich die Feinheit/ Grobheit der gemahlenen Bohnen auf den Geschmack aus?
    -Bedeutet zu heißes Wasser einen Aromenverlust?
    -Ist es sinnvoller die Intensität des Kaffees durch längere Ziehzeit zu verstärken oder durch mehr Bohnen?
    -Ist Wasser aus der Flasche (z.b. Vittel etc.) ähnlich wie beim Tee besser für ein feineres Geschmacksbild oder wird der Kaffe zu flach?
    - Wenn mir der Kaffee zu zu geradlinig-grob im Aroma erscheint, kann dies durch anderes Wasser beeinflusst werden?
    -Mein Kaffee wird momentan immer etwas heller als ich es vom Vollautomaten gewohnt war. Zwischen dunkelbraun und Karamell. Was kann man daraus schließen? Die Bohnen sind auch sehr helle geröstet im Vergleich zu Lavazza und Co. Kaffee Cremas..
    Geändert von Budi (19.03.2011 um 11:27 Uhr)

  2. #2
    Marc Aurel ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Ein paar theoretische Fragen zur French Press Technik

    Kennst Du das:

    CoffeeGeek - How to Use a Press Pot

    Da werden zumindest einige Tipps gegeben.

    Gruß,
    M
    tea / demoka

    INKOMPETENZKOMPENSATIONSKOMPETENZ!

  3. #3
    Budi ist offline Neuer Benutzer
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    18

    Standard AW: Ein paar theoretische Fragen zur French Press Technik

    Ist mir bekannt. Mir fehlen jedoch ein paar theoretische Abhandlungen. Also Angaben inwiefern ein mehr oder weniger z.b. bei Feinheit, Wassertemperatur, Kaffeemenge und Ziehzeit etc. eine Veränderung herbeizaubert.

    Wenn mein Kaffee, wie z.b. heute etwas mild wirkt, ich aber trotzdem genügend Bohnen gemahlen habe, möchte ich wissen was ich ändern muss oder hätte müssen, damit ich dieses und jenes Ergebnis (mild, stark, aromatischer) erziele.

  4. #4
    Marc Aurel ist offline Erfahrener Benutzer
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    556

    Standard AW: Ein paar theoretische Fragen zur French Press Technik

    Bei Wassertemperatur lässt sicht nicht viel machen. Wenn das Wasser zu heiß wird, schmeckts verbrannt/bitter...

    Mit dem Mahlgrad und der Menge kannst Du experimentieren.


    Aber ich wähle milden o. kräfigen Geschmack durch die Bohnensorte. Die Zubreitung ist bei mir eigentlich immer techn. uvnerändert.
    tea / demoka

    INKOMPETENZKOMPENSATIONSKOMPETENZ!

  5. #5
    the.ant ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Ein paar theoretische Fragen zur French Press Technik

    Solche Fragen kannst du am einfachsten durch ausprobieren herausfinden.
    Aber auch durch simple physikalische Überlegungen: feiner Mahlgrad=mehr Oberfläche=Aroma wird besser herausgelöst. Schlecht ist nur wenn der Mahlgrad so frein ist, dass Prött durch den Filter der Drückerkanne geht.

  6. #6
    Erdnase ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Ein paar theoretische Fragen zur French Press Technik

    Hallo,
    ich hole diesen Thread mal wieder hervor, da ich mir zur Zeit ähnliche Fragen stelle wie Budi. Der Argumentationskette
    feiner Mahlgrad=mehr Oberfläche=Aroma wird besser herausgelöst.
    kann ich zwar irgendwie folgen, andererseits erhalte ich ebenfalls mehr Oberfläche, wenn ich bei einem groben Mahlgrad mehr Bohnen verwende. Wo genau liegt also der geschmackliche Unterschied zwischen der Variation der Bohnenmenge und der Variation des Mahlgrads?

    Gruß,
    Erdnase

  7. #7
    lukask ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Ein paar theoretische Fragen zur French Press Technik

    Zitat Zitat von Erdnase Beitrag anzeigen
    Hallo,
    ich hole diesen Thread mal wieder hervor, da ich mir zur Zeit ähnliche Fragen stelle wie Budi. Der Argumentationskette
    kann ich zwar irgendwie folgen, andererseits erhalte ich ebenfalls mehr Oberfläche, wenn ich bei einem groben Mahlgrad mehr Bohnen verwende. Wo genau liegt also der geschmackliche Unterschied zwischen der Variation der Bohnenmenge und der Variation des Mahlgrads?

    Gruß,
    Erdnase
    Gute Frage! Der Gold Cup Standard sagt, dass man in der Tasse zwischen 1.2% bis 1.45% Extrakt haben möchte, indem man 18%-22% der Inhaltsstoffe aus der Kaffeebohne löst.

    1.2% bis 1.45% Kaffee-Exktrakt in der Tasse kann man erreichen, in dem man zu fein mahlt und wenig Kaffee nimmt - dann extrahiert man aber deutlich mehr als die empfohlenen max. 22% aus der Kaffeebohne. Mahlt man zu grob, schafft man auch die 1.2%-1.45% durch mehr Kaffeemehl - und extrahiert weniger als die empfohlenen min. 18%.

    Mahlt und dosiert man korrekt, kann man recht reproduzierbar etwa 18%-22% der Kaffeebohne extrahieren, mit dem Ergebnis dass in der Tasse ein 1.2% bis 1.45%iges Kaffee-Extrakt

    Eine sehr gute Präsentation dazu stammt von Marco:marco.ie SCAE Gold Cup presentation.

    Das ist analog zur über/unterextraktion beim Espresso zu sehen. Überexktration - mehr als 22% der Bohne extrahiert - bitter, stark. Unterextrahiert - weniger als 18% der Bohne extrahiert - fehlender Körper, schwacher, unterentwickelter Kaffee. Auf Seite 31 in der Präsentation gibt es ein Diagramm dazu, mit Erklärungen drumherum. Beide Werte (1.2-1.45% in der Tasse, extrahiert mit 18%-22% aus der Bohne), kann man nur erreichen, wenn man min. 50g, max. 70g pro Liter nimmt.

    Der Gold-Cup-Standard wird mittlerweile wieder weiterentwickelt (die Skandinavier haben IIRC ihren eigenen, mit 85g Kaffee pro Liter Wasser), ist aber trotzdem eine gute Leitlinie zum richtigen Kaffee brühen.

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