Hallo,
ich bin hier relativ neu und habe aber schon recht viel hier gelesen und mich "weitergebildet".
Seit letzter Woche habe ich nun eine Rocket Giotto Evo und eine Rocket-Mazzer Mühle und mache seitdem eifrig Espresso. Es ist mein erster Siebträger, ich hatte vormals jahrelang einen Vollautomaten.
Mir schwebt also ein möglichst perfekter Espresso vor und auf diesem Weg befinde ich mich momenten. Für mich als Laien und auch nach Lektüre hier in Kaffee-Wiki, dem Forum und der mit meiner Maschine gelieferten Anleitung von Illy ergeben sich dennoch einige Fragen.
Ich hoffe, man kann mir hier helfen. Mir ist bewusst, dass einige oder gar alle Fragen irgendwo und irgendwann mal aufgekommen sind, ich habe hier oft genug von Usern gelesen "durchsuch mal das Forum", hier gleich vorab: auf meine Fragen wurde ich bislang nicht wirklich fündig und ich will hire auch niemanden nerven mit ewig gleichen Beiträgen.
Aber jetzt zum Thema:
zunächst habe ich mit Küchenwaage und Stoppuhr den Mahlgrad (bei korrektem Gewicht von ca. 14g (habe gleich das Doppelsieb benutzt, da leichter zu handeln) so lange variiert, bis ich auf ca. 25 Sekunden Bezugszeit für ca. 50-60ml Espresso kam. Mit Gewicht, Zeit und Espressomenge als Konstanten habe ich also die Variable "Mahlgrad" bestimmt. Ich habe versucht möglichst gleich und möglichst moderat zu tampern. Vorab habe ich Volvic Wasser mit Leitungswasser verschnitten, um so etwa 5-7° hartes Wasser zu haben. Colling Shots, warmer Siebträger und Tasse habe ich hin und wieder in der Aufregung verpeilt, aber da ich rund 600g Kaffeebohnen in einem Abend durchgejodelt habe, waren da reproduzierbare Ergebnisse dabei. Zumindest ist es jetzt immer alles sehr sehr ähnlich, was rauskommt.
Das Gebräu sieht ganz gut aus, mir schmeckts nur noch nicht so toll. mag natürlich an der Bohne selber liegen. Aber mir gefällt der Puck nicht so gut. Ab und an ist er etwas nass an der Oberfläche und weiterhin ist er auch hin und wieder - eigentlich fast immer gechannelt. Allerdings nicht so extrem wie auf dem Kaffee-Wiki Foto sondern er hat vielleicht maximal drei oder 4 Löcher.
Meines Erachtens ist der kaffee etwas bitter, habe aber diese Bohne auch nicht zum Vergleich als "perfekten Espresso vom Profi zubereitet". Die Frage ist nun eigentlich: ab wann ist channeling channeling und nasser Puck zu nass und all das (bitter, channeling, nass) deutet ja wohl auf eine zu hohe Bezugstemperatur hin. Geht der Profi jetzt also hin, nachdem er die anderen Variablen fixiert hat (ich denke, ich habe es richtig gemacht) und reduziert etwas den Kesseldruck? Wenn ja, um wieviel? In der Bedienungsanleitung wird ja auf so etwas nicht eingegangen.
Die zweite Frage die sich mir hier gestellt hat. Gibt es "Anfängerbohnen", die temperaturtolerant sind? Jetzt mal unabhängig ob toller Geschmack oder nicht, sondern einfach eine Bohne, mit der der Puck und der Espresso bei meiner Methode wie aus dem Bilderbuch sind, "unabhängiger" vom Kesseldruck?
Generell ist man als Anfänger, der zudem nicht mal bei einem erfahrenen Barista zusehen kann etwas unsicher. Eventuell ist das, was ich als "Fehler" empfinde nämlich gar keiner, wenn es im Raum Darmstadt / Groß-Gerau User gibt, die mir perönlich unter die Arme greifen wollen, dann fände ich das sehr nett. Gibt dann auch einen Kaffee
Vielen Dank für Antworten


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