Hallo,
als neuer Nutzer stelle ich mich mal mit meinem Neu- bzw. Ersterwerb vor.
Bei mir hier steht neuerdings eine Ascaso Steel Duo Prof. Das scheint mir hier im Forum als Exot durchzugehen.
Nach dem auspacken war erstmal mittelmäßige Laune angesagt da die komplette Brühgruppe so richtig schief aus dem Gehäuse schaute. (knapp 1cm Unterschied links zu rechts)
Ein paar Sekunden dachte ich "Transportschaden, einpacken und zurückschicken" - doch der Karton und der Rest vom Gehäuse sah eigentlich OK aus.
Nach kurzem Hin&Her im Kopf habe ich einen Schraubendreher gezückt und kurz vor dem Ansetzen an den zwei Schrauben auf der Rückseite nochmal der Frau in die Augen gesehen, da war kein Widerstand zu spüren, also los.
Der geöffnete Deckel offenbarte dann die Spanischen Innereien, das hatte ich mir schlimmer vorgestellt. Lose rumbaumelnde Lüsterklemmen gibt es zumindest keine mehr. Der 325ml Messingboiler hängt direkt mit dem Brühkopf zusammen, und ist mit zwei 6mm Inbusschrauben am Maschinenrahmen befestigt.
Ein bisschen Fummelei später war der Boiler dann geradegerückt. Klappe wieder zu.
Die gesamte Verarbeitung kann man "mediteran" nennen. Die Abdeckung der Wasserauffanglade hätte etwas präziser an den Rahmen genietet werden können (kleiner Spalt auf der rechten Seite). Der - bei meiner Ausführung - polierte Edelstahl ist entgratet, d.h. man kann sich gerade eben nicht mehr dran schneiden. Richtig schön geht aber anders.
Wenn man sich das gute Stück von weiter weg anschaut siehts aber trotzdem klasse aus.
Naja, zum Kaffee kann ich leider noch nicht allzuviel sagen, ich hatte in meiner i-Steel noch Bohnen für meinen Nichtbialetti-Herdplattenkocher mit denen ich bis gestern Abend auch eigentlich zufriend war (Lavazza Doro). Nachdem ich mich von "Wasserfall durch Siebträger" bis hin zu "kommt nichts mehr durch" an die 25 Sekunden für einen ca.50ml Doppio durch Mahlgradverstellen rangetastet hatte war ich doch sehr darüber erstaunt welche extremen geschmacklichen Unterschiede man erzeugen kann. (Ja ich habe jede Versuchsplörre probiert, egal wie es aussah)
Leider war das gestern Abend von mir erreichbare Spektrum von "Sauer-das-es-die-Fußnägel-hochkrempelt" bis "Boah-ziemlich-Säurehaltig-aber-geht-noch-so"
Während ich in der Küche am Fluchen war(hat nicht geholfen) las meine Frau nochmal das Kaffeenetz und stolperte im Zusammenhang mit Säure doch öfter mal über genau diese Bohnensorte. Unsere Probierpakete mit neuen anderen Bohnen werden gerade leider noch mit Hermes durch die Welt kutschiert, ich hoffe heute Abend kann ich mal etwas anderes Produzieren.
Bitte sag mir Einer das das bestimmt an den Bohnen liegt, nicht an mir oder der Maschine.
Jetzt habe ich allerdings ersteinmal auch noch ein Paar Fragen:
1) Der Puck ist ziemlich nass. Egal was ich mache. Das wird allerdings auch in der Anleitung so beschrieben. Ist es wirklich so das man mit dieser Maschine den Puck nicht schön fest& trocken ausklopfen kann?
2) Durch meine Einsicht in die Innereien habe ich festgestellt das der Kessel und Brühkopf eine übereinanderliegende Einheit ist. Der Dampf wird bei meinem Modell durch einen vollständig getrennten Thermoblock erzeugt. Ist aufgrund dieser Konstruktion eine spätere Entkalkung ohne Boilerausbau machbar? Die anschliessende Boilerspülung durch mehrfachen Leerbezug müsste doch problemlos möglich sein oder liege ich da falsch? Meine so frühe Entkalkungsfrage liegt an meinen Erfahrungen mit allen Dingen bei uns im Haushalt Wasser warmmachen. Gesamthärte 19,4 - Carbonathärte 13,4. Momentan benutze ich einen Britafilter um dagegen anzukommen.
Gruß ausm Pott!


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