AW: Weiches Wasser schädlich für Kupferleitungen?
Hallo!
Der Kalk bildet in unseren Wasserleitungen eine Art "Schutzschicht"
Ohne diese Schicht werden tatsächlich die Oberflächenstrukturen der Rohrinnenseite angegriffen.
Das ist auch der Grund dafür das Bleileitungen, die schon im alten Rom neben den Aquädukten aus Stein eingesetzt wurden, seit Jahren in Deutschland verboten sind.
Unser Wasser ist mit der Zeit immer weicher geworden und somit können Blei- oder Kupferpartikel über das Wasser in unseren Körper gelangen.
Dort eingelagert/angesammelt kommt es dann zu Vergiftungen.
Das kann verschiedene Wirkungen haben.
Geschwächtes Immunsystem, Schädigung des Erbgutes, Organversagen.
Trifft in erster Linie ältere Menschen mit meist eh schon geschwächtem Immunsystem und Säuglinge.
Oft wird vergessen, das neben Blei auch unser Kupfer ein Schwermetall ist.
Diese sind giftig.
Auf der anderen Seite haben es dafür Bakterien etwas schwerer in solchen Rohrleitungen zu überleben.
Keime hingegen freuen sich über rauhe Oberflächen (Kalk- und Korrosionsablagerungen). Die können sich dort besser absetzen.
Es gibt halt immer zwei Seiten der Medaille.
Bei Kunststoffrohren bin ich mich immer noch nicht so ganz im klaren bei den enthaltenen Stoffen in Bezug auf Langzeitnutzung.
Der Vorteil liegt hier klar beim teureren Edelstahl.
Allerdings ist in Hannover zum Beispiel gerade bekannt geworden, das im Wasser bei den Uni´s und Kliniken aufgrund mangelnder Hygiene vermehrt Legionellen (ein wenig ist immer im Wasser enthalten) und Fäkalbakterien (wie kommen die da hinein?) enthalten sind.
Wenn man bedenkt, das Trinkwasser als Lebensmittel eingestuft ist und das auch noch einen hochsensiblen Bereich betrifft kann ich nur sagen: trauriges Ergebnis.
Gruss
Dirk
Espressomaschine: ES90
Kaffeemühle: CM80 (Mahlgrad 16)
Kaffeevollautomat: Jura ENA7, rot
FrenchPress von Bodum
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