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  1. #1
    anfaenger ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Frage an die Herdkannen-Fraktion

    Nachdem ich mich ein wenig durch die einschlägigen Diskussionen durchgelesen hatte, habe ich mit meiner kleinen Herdkanne (Bialetti Moka Express-Klon, angeblich für drei Tassen) sehr rasch gute Ergebnisse erzielt (finde ich zumindest).

    Mit der grösseren Version der Herdkanne (angeblich für neun Tassen ) will es aber nicht recht klappen. Ich schätze, Menge und Mahlgrad des Kaffees sind die entscheidenden Faktoren. Am besten wirds noch, wenn ich die dreifache Menge im Vergleich zur kleinen Kanne verwende, aber etwas grober mahle. Gut ist aber anders.

    Gibt es hier einige, die ebenfalls mit grossen Herdkannen (z.B. sechs Tassen) Kaffee kochen? Wieviel Kaffee verwendet ihr? Sieb zu 80% voll? Gestrichen voll? Leicht angedrückt voll? Ich wäre froh über einige Vorschläge oder eher «Erfahrungsberichte», die ich selber auch mal experimentell nachvollziehen könnte.

  2. #2
    KHeck ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Frage an die Herdkannen-Fraktion

    Ich wollte es ja nicht/kaum glauben, aber es stimmt, was alle hier sagen: Kaffee und Mühle sind super wichtig.

    Ich hab im Moment nur eine Bialetti-Mokka-Kanne (6 Tassen) (Induktion). Seit gestern benutze ich die zusammen mit verschiedenen Espressosorten (Plums Aachen) und meiner neuen ECM-Casa-Mühle. Vorher hatte ich eine alte Rowenta-Mühle, die viel zu grob und viel zu schlechten Supermarktkaffee gemahlen hat, naja.

    Ich mahle jetzt den Kaffee eher fein, Crema natürlich nicht nennenswert, aber der Geschmack ist besser, als ich ihn von Vollautomaten kenne!

    Ach so: ich fülle den "Siebträger" randvoll, aber aus der Mühle kommt der ja sehr fluffig raus, ich drücke nicht nennenswert an, sondern streichle ihn eher liebevoll

  3. #3
    anfaenger ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Frage an die Herdkannen-Fraktion

    Zitat Zitat von KHeck Beitrag anzeigen
    Ach so: ich fülle den "Siebträger" randvoll, aber aus der Mühle kommt der ja sehr fluffig raus, ich drücke nicht nennenswert an, sondern streichle ihn eher liebevoll
    Ich habe bei der kleinen Kanne, die ich sonst zu etwa 70–80% fülle (mit meines Erachtens gutem Ergebnis), das Sieb auch einmal voll gemacht (inkl. Streicheln), war aber vom Ergebnis enttäuscht. Allerdings habe ich dafür etwas grober gemahlen – vielleicht war das ein Fehler. Jedenfalls, vor allem, wenn du schreibst, du würdest eher fein mahlen, werde ich es auf einen Versuch ankommen lassen. Randvoll bedeutet bei meiner grossen Kanne aber immerhin wohl etwa 30–35g Kaffeepulver. Das muss ich dann alleine trinken. Also lieber am Morgen und nicht am Abend ausprobieren …

  4. #4
    KHeck ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Frage an die Herdkannen-Fraktion

    Stimmt: ich habe vorhin mal 40 g Bohnen abgewogen und die Mühle war fast leer, als der "Siebträger" voll war, 35 g dürfte hinkommen.
    Einen Unterschied macht wohl auch die Induktionsplatte. Ich heize mit Booster, bis die ersten Tropfen austreten und reduziere dann sofort die Hitze; der eigentliche Brühvorgang dauert dann ca 45 Sekunden.

    Gruß Klaus

  5. #5
    anfaenger ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Frage an die Herdkannen-Fraktion

    Da kann ich dann halt leider nicht mithalten. Wir haben normale Ceran-Platten. Ich heize jeweils die Platte und das Wasser etwas vor, setze die Kanne danach rasch zusammen und reduziere die Hitze. Bei der kleinen Kanne dauert der Brühvorgang dann auch weniger als eine Minute. Die grosse hat sich bislang sehr viel schwerer getan; gestern dauerte es beispielsweise (gefühlt/geschätzt) fast drei Minuten. Verbrannt hat der Kaffee meiner Meinung nach nicht geschmeckt, hatte auch keine Dampfentwicklung, aber halt trotzdem einfach schlecht.

    Vielleicht packt mich doch schon heute Abend die Experimentierwut – dann kann ich wieder nicht schlafen …

  6. #6
    Indigo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Frage an die Herdkannen-Fraktion

    Ob man nun viel oder nicht ganz so viel Kaffeepulver nimmt ist egal. Es sollte nur immer gleich viel sein. Dann kann man über die Veränderung des Mahlgrads unterschiedliche Ergebnisse erzielen und vorher ertesten.

    Die Grundvoraussetzungen müssen aber natürlich stimmen:
    * Frischer, qualitativ hochwertiger Kaffee vom Kleinröster
    * Direkt vor der Verwendung gemahlen mit einer ordentlichen Mühle (für Herdkannen ist das die Klasse 60€ und mehr)

    Hinzufügen würde ich noch:
    * Beim Einfüllen des Kaffeemehls sollte man darauf achten, dass das gleichmäßig geschieht. D.h. an jeder Stelle sollte sich in der Höhe gleichviel Mehl befinden.
    * Den richtigen Mahlgrad muss man über Testen herausfinden (aber eher grob)

  7. #7
    anfaenger ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Frage an die Herdkannen-Fraktion

    Zitat Zitat von Indigo Beitrag anzeigen
    Ob man nun viel oder nicht ganz so viel Kaffeepulver nimmt ist egal. Es sollte nur immer gleich viel sein. Dann kann man über die Veränderung des Mahlgrads unterschiedliche Ergebnisse erzielen und vorher ertesten.
    Interessant. Dann ändere ich vorerst mal nur den Mahlgrad.

    Zitat Zitat von Indigo Beitrag anzeigen
    Frischer, qualitativ hochwertiger Kaffee vom Kleinröster
    Gegeben.

    Zitat Zitat von Indigo Beitrag anzeigen
    Direkt vor der Verwendung gemahlen mit einer ordentlichen Mühle (für Herdkannen ist das die Klasse 60€ und mehr)
    Gegeben.

    Zitat Zitat von Indigo Beitrag anzeigen
    Beim Einfüllen des Kaffeemehls sollte man darauf achten, dass das gleichmäßig geschieht. D.h. an jeder Stelle sollte sich in der Höhe gleichviel Mehl befinden.
    Wird so praktiziert.

    Zitat Zitat von Indigo Beitrag anzeigen
    Den richtigen Mahlgrad muss man über Testen herausfinden (aber eher grob)
    Steht noch an. Eventuell nach der ersten Testreihe in Verbindung mit Variationen der Füllmenge.

  8. #8
    KHeck ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Frage an die Herdkannen-Fraktion

    Naja. "Eher grob" ist ja bekannt. Aber mit meiner alten Rowentamühle war das selbst bei feinster Einstellung wohl noch zu grob und vor allem auch ungleichmäßig, vielleicht auch zu heiß gemahlen.
    Ich hab außerdem im Alltag den Fehler gemacht von dem Grundsatz auszugehen, dass sich bei einer Herdkanne guter Kaffee nicht lohnt.

    Was ich woanders (hier im Kaffeenetz) gelesen habe, ist die Empfehlung, das Wasser nicht vorzuwärmen, wohl (bei Ceranfeldern) die Platte. Außerdem soll (falls deine Kanne neu ist) der Kaffee auch mit der Zeit besser werden. Schade, dass es die Bialetti Brikka-Kannen nicht fürs Induktionsfeld gibt, sonst würde ich mir so eine ja glatt mal kaufen.
    PS (Edit): Ob man vielleicht mein Stahlunterteil mit einem Alu-Oberteil einer Brikka-Kanne kombinieren kann??? Weiss das jemand hier?
    Geändert von KHeck (12.08.2011 um 15:02 Uhr) Grund: Ergänzung

  9. #9
    anfaenger ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Frage an die Herdkannen-Fraktion

    Zitat Zitat von KHeck Beitrag anzeigen
    Naja. "Eher grob" ist ja bekannt. Aber mit meiner alten Rowentamühle war das selbst bei feinster Einstellung wohl noch zu grob und vor allem auch ungleichmäßig
    Es lag definitiv am Mahlgrad. «Eher grob» kann eben auch – je nach Relationen – «eher fein» bedeuten. Jedenfalls habe ich mal deutlich feiner gemahlen, mit besserem, aber noch nicht optimalem Ergebnis. Meine Geschmackssinne sind noch nicht sehr trainiert, aber ich denke, ich habe zu fein gemahlen. Die nächsten Versuche werden es zeigen.

  10. #10
    HelgeK ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Frage an die Herdkannen-Fraktion

    Hab mir vor ein par Tagen für größere Mengen Milchkaffee eine 6er Moka Express gekauft. Bisher hatte ich schon eine 2 Tassen-Variante von "Buttlers", die fast baugleich mit der entsprechenden Version von Bialetti ist. Und in der Tat, es gibt ähnliche Probleme. Die Vorstellung, daß bei ansonsten gleichen Bedingungen bei der 6 Tassen-Variante 3 mal soviel "Kaffeearoma" freigesetzt wird wie bei 2 Tassen-Version scheint falsch zu sein. Mittlerweile bekomme ich zwar gute Ergebnisse hin (mit Wasserreduktion, etwa 1 cm unterhalb Ventil-Niveau) und relativ frühzeitigem Abbruch. Aber ich habe dann eben auch nicht die dreifache Menge Kaffee, sondern nur die zweifache. Die Kaffeepulvermenge, die benötigt wird, ist ebenfalls um Faktor 2 größer, was dann ja wieder passt. Ich mahle übrigens für die Herdkannen eher grob.

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