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  1. #1
    kaffeewagen ist offline Neuer Benutzer
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    Standard Bau eines Kaffeemobils

    Hallo zusammen,

    nachdem ich mich eine Weile mit mobilen Kaffeelösungen wie Kaffeefahrrädern usw. beschäftigt habe, bin ich nun zu dem Entschluss gekommen, einen mobilen Kaffeewagen selbst zu konstruieren und den Korpus von einem Schreiner fertigen zu lassen, um dann die Technik einzubauen.

    Da ich auf diesem Gebiet relativer Neuling bin, würde mich interessieren ob ihr hier ein paar Tipss für mich parat habt: Welche Espressomaschinen sind für mobile Kaffeelösungen am besten geeignet, welche haben ein gutes Preis-Leistungsverhältnis, was muss ich bei der Auswahl der Maschine beachten (ich meine nicht allgemein bei Maschinen, das kann ich hier über die Suchfunktion finden, sondern speziell für mobile Lösungen)? Wieviel Wasser sollte man mitführen (dazu ist zu sagen, dass der Wagen autark von Wasser, aber nicht autark von Strom sein soll, da er vor allem für Cateringzwecke eingesetzt wird, wo Strom relativ leicht zu bekommen ist, Wasser dagegen nicht). Was braucht alles Platz auf der Arbeitsfläche an das man vielleicht nicht denkt (eingeplant habe ich bisher Maschine, Tamper, Kaffeemühle und Waschbecken)? Was vergisst man ansonsten noch leicht bei einer solchen Konstruktion?

    Würde mich freuen, ein paar konstruktive Hinweise zu bekommen.

    LG,
    Dieter

    P.S.: Von Postings a la "Mit einem Kaffeemobil kann man sowieso kein Geld verdienen" oder "Lass die Finger davon wenn du dich nicht damit auskennst" bitte ich jedoch abzusehen, die habe ich in älteren Forenbeiträgen schon ausgiebig studiert

  2. #2
    alterschwede ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bau eines Kaffeemobils

    Habe am Wochenende Espresso in 2 verschiedene Anhänger gekocht. Fand am Anfang, dass beide ok organisiert waren. Man merkt aber erst nach und nach, was einem nicht passt. Und ich glaube, dass verschiedene Leute haben unterschiedliche Vorlieben…

    Mein Vorschlag (egal, ob du ein Anhänger, Ape oder Fahrrad vor hast zu bauen): Lass es! Kauf lieber was halbwegs fertiges, gebrauchtes (habe das Gefühl, dass es eine ausreichende Auswahl gibt!) und probiere erstmal aus, was dir passt und was nicht. Irgendwann kannst du ja das Ding wieder abstoßen und deine Traumkaffeemobil bauen.
    Faema Urania 1957, Mazzer Super Jolly Manuale, Gaggia Ele, Hario Skerton, natürlich die üblichen French Press- und Herdkannen, und eine klitzekleine Poccino Linea Uno. Aber ich brauche noch einige Mühlen

  3. #3
    TwimThai ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bau eines Kaffeemobils

    Mit einem Kaffeemobil kann man doch kein Geld verdienen.

    Wo wir das erledigt hätten:
    Spontan fällt mir noch eine Abschlagvorrichtung und ein Mülleimer ein. Außerdem brauchst du einen Kühlschrank für Milch (der kann aber unter die Theke) und Abstellfläche für Tassen, Zucker, Umrührstäbchen, Visitenkarten, Servietten.

    Zu den technischen Vorrichtungen muss man zunächst einmal wissen, welchen Durchsatz du planst. Je nachdem entscheidet sich die Größe der Maschine und des Wasservorrats. Generell ist es aber das größere Problem ohne Strom zu hantieren, wie ohne Wasser. Von daher klappt das schon.
    sincerely yours
    Twim

  4. #4
    Holger Schmitz ist offline Moderator
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    Standard AW: Bau eines Kaffeemobils

    Bei der Planung auch durchaus mal mit dem Gesundheitsamt Kontakt aufnehmen... z.B. sind teilweise 2 Waschbecken notwendig, eines zum ausschließlichen Waschen der Hände (mit warmen Wasser) und ein zweites für den allgemeinen "Spülkrams".
    Der Tip vom alten Schweden ist gut, im wesentlichen mal möglichst viele mobile Kaffeebars ansehen und "mit den Augen stehlen", noch besser etwas praxis an verschiedenen Mobilen sammeln. In den meisten Fällen haben die "Selbstbauer" mehrere Evolutionsstufen gehabt, dafür ist es dann mehr oder minder maßgeschneidert.
    Was wolltest Du als Basis nehmen ? Ich würde eher in Richtung eines kleinen Transporters tendieren als zur üblichen Ape (zu langsam, klapprig, kippelig, Zuladung zu gering).
    Damit es auffällt vielleicht ein Citroen Hy oder ein alter T2 (der T3 wird ja auch langsam Kult).

    Grüße
    Holger

    Grüße
    Holger
    "Manchmal kann man gar nicht so blöd denken wie es kommt!"

  5. #5
    espresso-addict ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bau eines Kaffeemobils

    Auch wenn Du meinst, nicht unbedingt vom Strom unabhängig sein zu müssen, würde ich im Hinblick auf maximale Flexibilität empfehlen, eine mit Erdgas beheizte Handhebelmaschine zu nehmen, die Dir die Möglichkeit gibt, das Kaffeemobil überall einzusetzen. In Frage käme z.B. eine Astoria Perla AI oder Rapallo AI.
    Poccino Opus One
    Eureka Mignon Istantaneo M/T
    Tamping Tom 58 mm


  6. #6
    Barista ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bau eines Kaffeemobils

    Bei den mobilen Kaffeebars die ich bislang gesehen habe, war das Spülen des Geschirrs immer ein Problem und meist stand irgendwo eine größere Spülschüssel, in der das Geschirr gesammelt wurde, um es dann wohl zuhause zu spülen.
    Auch wenn ich Pappbecher eigentlich nicht mag, wäre es vielleicht eine Überlegung wert, konsequent auf Einwegbecher zu setzen. Damit spart man einen erheblichen Aufwand. Mit dem Müll muss man halt leben können.
    Die in kaltem Wasser handgespülten Capputassen mit dem Flair und Schmutzrand eines Campingplatzes brauche ich aber wirklich nicht.

  7. #7
    kugelmoped ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bau eines Kaffeemobils

    und die Mühle?

  8. #8
    TwimThai ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bau eines Kaffeemobils

    Strom oder kein Strom - das ist eine Grundsatzfrage. Da würde ich aber wohl eher zusätzlich einen Generator einplanen, als von vorne herein diese Ausnahme zur Regel zu machen.

    Beim Wasser auf jeden Fall zweispurig planen und einen Festwasseranschluss neben dem Tank vorsehen. Das ist ja gar kein Problem...

    Zum Spülen gibt es auch sehr kleine und sehr schnelle Gastrospülmaschinen. Die schaffen in 15 Minuten geschätzt 20 Tassen - das muss man erstmal als Output haben Das macht dann aber nur Sinn, wenn man Festwasser hat.
    sincerely yours
    Twim

  9. #9
    kaffeewagen ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Bau eines Kaffeemobils

    Danke schon einmal für die zahlreichen konstruktiven Antworten in der kurzen Zeit

    Also nachdem ich inzwischen auch mit einer Firma telefoniert habe, die schon diverse Kaffeemobile ausgestattet hat, bin ich von der Stromlösung wieder abgekommen. Man hat an einem solchen Mobil ja zwangsläufig Stoßzeiten und in denen ist es wohl schwierig mit 230V genug Hitze herzukriegen, mal abgesehen von der langen Vorwärmzeit. Dann wird es wohl auf eine hebelbetriebene Gasmaschine rauslaufen. Das hat dann den zusätzlichen Vorteil, dass man die strombetriebenen Elemente wie Pumpe über Batterie betreiben kann und wenn es dann doch mal nötig ist vollkommen autark ist.

    Abschlagvorrichtung und Mülleimer hatte ich schon eingeplant. Beim Kühlschrank bin ich mir nicht ganz sicher - die Kaffeefahrräder haben in der Regel meines Wissens nach keinen. Kann es sein dass man Milch für 8-10 Stunden auch ungekühlt lagern kann? Vielleicht in einer Kühlbox, in der die Kälte nicht so schnell verlorengeht.

    Das mit dem Gesundheitsamt ist auf jeden Fall ein guter Tipp, mit denen werde ich mich auf jeden Fall in Verbindung setzen. Das mit den 2 Waschbecken hatte ich auch schon mal gehört.

    Und was das Spülen angeht: Darüber hatte ich mir ebenfalls schon Gedanken gemacht. Ich tendiere auch dazu, wo immer es möglich ist auf Pappbecher zu setzen. Wenn man es im Cateringbereich einsetzt und der Kunde auf Geschirr besteht, geht es wohl nicht anders, aber in diesem Fall würde ich das Geschirr auch sammeln und zu Hause spülen. Eine Gastromaschine ist einerseits aus Platzgründen nicht drin, außerdem möchte ich nicht auch noch einen Festwasseranschluss mit einplanen.

    Danke noch mal bis hierhin für die Beiträge,

    Gruß
    Dieter

  10. #10
    TwimThai ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bau eines Kaffeemobils

    Die Stromproblematik verstehe ich nicht so ganz. Eine 2-gruppige Gastromaschine, die runde 2500W benötigt sollte auch bei Stoßzeiten genügend Temperaturstabilität mitbringen. Zumal die Mühle ja auch betrieben sein will - das dürfte batteriebetrieben schwierig werden, zumindest über eine längere Zeit.

    Kühlproblematik würde ich auch mit dem Gesundheitsamt abklären - die wissen wie die Vorschriften sind und ob eine Kühltruhe ausreicht. Soweit ich weiß, darf eine bestimmte Temperatur nicht überschritten werden. Ob das mit einer Kühltruhe als ausreichend angesehen wird, weiß ich nicht. Ungekühlt geht meines Wissens nach nicht - außer natürlich die verschlossenen Packungen.

    Ohne zu wissen, was du mit dem Gefährt vor hast, ist es aber natürlich schwierig hier sinnvolle Vorschläge zu machen.
    sincerely yours
    Twim

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