Hallo zusammen,
seitdem ich meine La Pavoni - Europiccola verwende, beobachte ich ein Phänomen, dass ich mir physikalisch nicht erklären kann.
Es geht um den ersten Espresso, der nach dem aufheizen der Maschine bezogen wird. Dieser läuft zu schnell durch den Siebträger. Das merke ich bereits sobald der Hebel bei eingespanntem Siebträger oben ist. Nach kurzer Zeit (ca. 2 Sekunden) tropft es dann schon in die Tasse. Wenn ich den Hebel dann nach unten führe merke ich sofort, dass kein ausreichender Widerstand vorhanden ist und ganze Vorgang ist weit von 25 Sekunden entfernt.
Ab dem zweiten Bezug tritt das Problem nicht mehr auf. Dann kann ich eine preinfusion machen ohne dass auch nur ein Tropfen in der Tasse landet. Anschließend ist auch der sonst gewohnte Widerstand am Hebel zu spühren.
Mein erster Ansatz war, gleich zwei Portionen zu mahlen um halbwegs auszuschließen, dass sich der Mahlgrad (aus welchen Gründen auch immer) der Mühle zwischen den Bezügen verändert hat. Die Menge des Mehls habe ich dann mit einer Feinwaage abgeglichen.
Beim Tampern habe ich dann darauf geachtet bei beiden Bezügen den selben Druck zu verwenden.
Es hat sich aber nichts geändert, erst ab dem zweiten Bezug habe ich den Widerstand am Hebel um auf eine ausreichende Bezugszeit zu kommen.
Wenn ich nun einmal davon ausgehe, dass das Mahlergebnis konstant ist, kann es doch nur noch am Tampern liegen.?
Den Druck auf den Tamper kann ich nicht messen, zumal dieser auch jedesmal im gleichen Winkel zum Sieb ausgeführt werden muss.
Daher die Idee noch feiner zu mahlen und dafür weniger stark zu tampern um den Faktor Tamper möglichst gering zu halten. Das habe ich allerdings noch nicht ausprobiert.
Das der erste Espresso aus einer Pavoni oft nichts wird, habe ich schon im Forum gelesen. Allerdings war es dann ein Problem der Temperatur.
Wie ist es denn bei euren Pavonis?
Gruß
Jan


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