Irgendwie hab ich das Gefühl das man bei dem Begriff immer wieder anneinander Vorbeiredet.
Schlicht weils dafür unterschiedliche Möglichkeiten der Definition gibt, die z.T. nur indirekt miteinander zutun haben.
Mir fallen pauschal drei möglichkeiten ein:
1. Egal ob die entsprechende Maschine 1 Std. oder 3 Std. Stillsteht, Sie fängt an einem Punkt an.
Sprich die Hysterese im Stillstand.
Sehr instabile Systeme wie kleine 200ml Einkreiser benötigen hierfür das Temperatursurfen.
Diese Definition halte ich eigenltich für die private Nutzung am Sinnvollsten - schlicht weil das der Entscheidende Punkt für die Wiederholbarkeit der einzelnen Bezüge ist.
2. Die Tempraturstabilität wärend des Bezugs von 20-30ml. In wie weit sinkt die Temperatur bereits innerhalb der 1/2 Minute die der Espresso braucht.
Bestimmt eine Frage, die den Geschmack dann von der einen Maschine zur anderen Signifikant verändert. Wärend leichte Systeme (wenig masse an der Brühgruppe, Blechsiebträger) wohl sehr deutlich und Messbar abfallen, werden "schwere" Systeme, deutlich weniger abfallen - und da schon leichte veränderungen der Temperatur schmeckbar sind, denke ich wird diese Definition der Temperaturstabilität am ehesten eine Aussage über den "Charakter" der jeweiligen Maschine....
Wenn der Abfall allerding immer ähnlich ist (und logisch würd ich mal behaupten ist er bei jedem System immer), ist die Definition nur von geringer Aussagekraft. Insbesonder kaum Aussage zur Wiederholbarkeit.
und 3. Die Temperaturstabilität bei mehreren Bezügen hintereinander. Auch wenn die Definition mit der 2. wohl korrelieren wird, je nach menge der hintereinanderbezogenen Einheiten, steigen, je größer der Wärmespeicher (Kessel) bzw. je Stärker die faktische Leistung der Heizung ist. Oder anderst ein schlecht konstruierter Gastrobomber mit recht großer Anfangshysterese nach der ersten Definition, aber riesen Kessel und 3K Heizung dürfte früher oder später hier die Nase vorn haben.
Ich komm gerade auf die Frage, weil bei der ewigen R58 Diskussion ja nun eine Messreihe ins Spiel gekommen ist, die eigentlich eher von der 2. Definition ausgeht. Gemessen habe ich zu anfang nach der 1. Definition.
Während bei der 1. Definition eine möglichst genaue Temperaturabnahme, kurze Heizintervalle, und im Fazit ein kleinerer Kessel von Vorteil sind.
Währe bei der 2. Definition ein möglichst massiver Wärmespeicher am Ende der Maschine - sprich die Brühgruppe - und ein entsprechender großer Wärmetauscher entscheidend sind.
Und bei der 3. Definition letztendlich, je länger das Prozedere dauert bzw. je mehr Bezüge gemacht werden sollen, gehts um einen möglichst großen Wärmespeicher des ganzen Systems.
Definition 2 und 3 hängen erstmal eng zusammen, mit der Menge der Bezüge KANN der Unterschied aber steigen. Definition 1 steht aber z.t. im genauen gegensatz zu definition 3.
(n'großer Kessel lässt sich träger steuern).
ich glaub verständlich was ich meine... wollt nur mal so ungefähr wissen, was den die Einzelnen unter dem Begriff verstehen.


LinkBack URL
About LinkBacks
Zitieren


Lesezeichen